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Wie unten so oben: Der Zustand des Erwachens eines Menschen, in dem er sich seiner selbst bewußt wird und bevor er anderes wahrnimmt, wird zum Verständnis des Göttlichen Erwachens aus Seinem Äonen dauernden Schlaf gewählt. Das Ich, das sich selbst bewußt wird, ist in einer ersten Regung: Ich bin Ich (oder ich bin der ich bin). Das Ich ist sowohl Subjekt wie Objekt und weiß, um seine Einheit, gleichwohl sind da Zwei aus Einem geworden. Wie vorher erwähnt ist diese "Realisation" in der Erkenntnis der eigenen Vollkommenheit die Glückseligkeit oder Liebe.
Diese Zweiheit durchzieht die Messschnur.
| Zitat: |
Als quer hindurch sie ihre Messschnur legten, |
Wer könnte sagen, es sind zwei, oder was sie gar unterscheidet?
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| Zitat: |
| Was war da unterhalb? und was war oben? - |
Sobald zwei da sind, entsteht Polarität, Spannung. Zunächst liegt die Betonung auf dem Subjekt Ich bin Ich ( oder um die Zweiheit deutlicher zu machen: Ich bin Das), Diese erste "Bewegung" ist Spanda, der Urimpuls der Schöpfung. Dann verschiebt sich die Betonung auf das Objekt Ich bin Das. Das Pendel beginnt zu schwingen, der Klöppel wurde auf den Gong geschlagen und Om, der Urlaut beginnt zu erklingen. Das Pendel schwingt wieder in die Mitte. Equilibrium, Ebenbild des Anfangs, doch auch ganz anders. Die Energie ist zum äußersten gespannt, das Pendel muss weiter, (physikalisch gesprochen, die potentielle Energie hat sich völlig in kinetische Energie umgewandelt), der Allmächtige wurde zum Schöpfer am Beginn der Schöpfung. Vedanta und K-Shivaismus sprechen von den ersten drei Tattvas, den ersten drei Keimen.
| Zitat: |
Keimträger waren, Kräfte, die sich regten,
Selbstsetzung drunten, Angespanntheit droben.
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Man kann sich hier gut das Symbol von yin und yang vor Augen führen, die in einer Schwingungsbewegung ineinander laufen, das eine in das andere und das andere in das eine, wobei immer der eine im anderen in dessen Schwerpunkt ebenfalls als kleiner Kreis vorhanden ist.
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@Vaijanath
Bitte. Bitte. Mach weiter so.
Jede Zeile. Eine nach dem Anderen.
Du bist toll!
*** 10'000 knuddel ***
Gruss
Nasruddin
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Man stelle sich eine ruhige Wasseroberfläche vor, in die man einen Stein wirft. Zunächst entsteht ein Tal, dann ein Berg, dann wieder ein Tal, das dem ersten entspricht, doch auch völlig anders ist, denn es hat sich ein Wellenring und ein Wellental darum gebildet. Doch was soll schwingen, wenn da weder Wasser noch Luft noch Raum noch Zeit ist und nur der Eine? Das erwachende Bewußtsein Gottes, das im Prozess des Selbsterkennens in sich zu schwingen beginnt.
Wer, Wer könnte das erkennen? Wer ist da, der das erkennen könnte? Sind da viele? Wer könnte da sein das zu beobachten? Gib Dir selbst die Antwort!
| Zitat: |
Doch, wem ist auszuforschen es gelungen,
Wer hat, woher die Schöpfung stammt, vernommen? |
Im Shivaismus wird dieses sich Selbst Bewußt Werden auch so beschrieben: Shiva (Ich) hält (bin) sich selbst einen Spiegel vor Augen und sieht sein Spiegelbild (Das=Shakti). Die sukzessiven Schritte in dieser Schwingung entwickeln sich fort, gleichzeitig, durchlaufen sie Zyklen der Ähnlichkeit. Siehe oben Berg und wieder Berg auf der Wasseroberfläche. Das Spiegelbild, das Das durchläuft nun wieder den Prozess entsprechend der ersten Schwingung und zerbricht in tausende neue Unterschwingungen, wie eine wild gekräuselte Wasseroberfläche nachdem einige Zeit nach dem Steinwurf vergangen ist.
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Shiva ist Einer geblieben, doch sieht Er in seinem Spiegelbild nicht mehr seine Vollständigkeit, sein Bild hat sich in den vielen Scherben des Spiegels vervielfacht und jedes Bild zeigt Ihn aus einer anderen Perspektive. Damit hat sich die Spaltung in Subjekt und Objekt in Ich und Das, der grundlegende zunächst scheinbare Dualismus in einen nun nicht mehr ohne weiteres rückgängig zu machenden manifesten Dualismus gewandelt. Dies ist die Trennungslinie zwischen reiner und unreiner Schöpfung.
Es sind also viele Wesen, viele Ichs entstanden, die sich als getrennt erleben und erfahren, die sich als unvollständig und unvollkommen erfahren, obwohl Shiva, Gott in Ihnen in seiner Gesamtheit und Vollkommenheit zur Fülle wohnt. Nur sein Bild, das Trugbild das die vielen Wesen von sich haben, scheint unvollkommen. Von den Zwei Polen ist es nur der Eine, der sich weiter differenziert und verfielfacht, nur die Spiegelbilder zersprengen weiter in tausende Stücke. Shiva, der unbeteiligte Beobachter des Schauspiels der Schöpfung bleibt immer unverändert und rein und Einer.
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