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Shivaismus oder Vishnuismus oder Krishnaismus?












Hi, jivatma

die Frage ist wirklich sehr nachdenkenswert: Werden wir normalen Menschen solch einem Menschen je begegnen ?

Wie erkennen wir, die ewig im Alltag Gehetzten, überhaupt solch einen Menschen, der eigentlich ein Ruhepol sein müßte in all dem Getriebe ?

Wie kann ein solcher Mensch existieren in einer Welt, in der man für alles Geld benötigt, finanzielle Mittel, sei es für das Reisen zu Begegnungsorten, Unterbringungen und dem Ernähren des materiellen Körpers.

Aivanhov hatte gestern einen Tagesgedanken, über den ich lange nachdenken mußte -
Fortsetzung:

www.aivanhov.de/tagesgedanken.
Die erhellende Weisheit erlaubt uns, das Gute vom Bösen zu unterscheiden und so Maßnahmen zu ergreifen, um das Böse abzuwehren. Wenn wir jedoch immer nur die Weisheit zu Hilfe rufen, bleiben sogar unsere Freunde nicht lange bei uns. Natürlich wirkt die Weisheit anziehend, weil sie strahlt und von ferne gesehen wird, aber sie ist kalt und die Leute bleiben nicht gerne bei einem kalten Licht. Deshalb verweilen die Weisen oft in der Einsamkeit, während die weniger weisen, dafür aber warmherzigen Menschen von Freunden umgeben sind. Was sollen wir also tun? Soll man sich entscheiden, die Weisheit zu vernachlässigen, um nicht alleine zu bleiben? Nein, natürlich nicht, denn derjenige, der sich nur von der Liebe leiten lässt, läuft Gefahr, ständig belagert zu werden und wird am Ende aufgefressen. Die Liebe knüpft und die Weisheit löst Bindungen. Deshalb muss man lernen, die beiden Ströme in sich zu harmonisieren. Man muss wissen, wann es vorzuziehen ist, die Liebe zu offenbaren und wann die Weisheit..

Religionen binden den Menschen - sie veranlassen, daß Menschen sich treffen und miteinander kommunizieren und sich gegenseitig helfen.
Würden Menschen das auch tun, wenn keine Religionen ihnen gewisse Anweisungen der Nächstenliebe angeraten ?

nachdenkliche Grüße
jivatma,

was mich noch interessiert. Wie weit ist Yogananda als Meister für Dich ?
Yogananda spricht von Feinstofflichen Welten - er sie wohl wahrgenommen?
In welcher Stellung siehst Du Menschen, die in ihrer Medialität die feinstoffliche Welt wahrnehmen können und weshalb gibt es so viele verschiedene Auslegungen seitens einiger Seher auf diesem Gebiet ? Ich hatte nach yogananda + feinstoffliche welten gesucht und wundere mich nur oft, wie verschieden die Meister diese Bereiche interpretieren. Andere Seher oder Medien sehen diese Welten nicht und/oder lehnen Reinkarnation/Wiedergeburt ab. Gibt es da verschiedene Stufen, auf denen Jeder von ihnen steht ? In all den vielen Aussagen ist es vielleicht notwendig, sich selbst ein Bild machen zu können.
Sicherlich zieht uns Verschiedenes an - man neigt sich dem zu, was einem nahe ist oder von dem man glaubt, daß es einen selbst bewußtseinsmäßig weiter bringt oder bringen kann.

fragende Grüße
Zitat:
@ Vaijanath
Ja Gott hat die Welt aus sich heraus geschaffen. Er ist gemäß des Kashmir Shivaismus, der Erschaffer, der Plan und das Baumaterial seiner Schöpfung.
Am Anfang war Gott. Und in einer ersten Rührung wurde Gott sich seiner selbst bewußt.


Ja, das ist atheistische Mayavada-Philosophie, vollkommen unlogisch.
Wie ist es möglich das Gott vergisst das er Gott ist. Das würde bedeuten das die Illusion mächtiger ist als Gott. Also ist in Wirklichkeit die illusionierende Energie Gott.
Oder mit anderen Worten; die „erste Rührung“ ist eigentlich Gott. „Gott“ hat vergessen das er „Gott“ ist und konnte sich dann „zufälligerweise“ wieder daran erinnern (bewusst werden).
Zitat:
@minou,
Ja, siehst Du, und mit diesem Gott kann ich irgendwie nichts anfangen. Das würde bedeuten, dass ich, dass mein Körper, dass jeder Grashalm, jeder Gegenstand Gott ist.


In der Mayavada-Philosophie begeht man den Fehler, das man den Energieursprung (shaktiman) mit der Energie (shakti) gleichsetzt = „alles ist eins“.
Die Veden widersprechen dem jedoch.
Ein Beispiel:
Eine reiche Person hat viel Geld (Energie)auf der Bank.
Person bedeutet eigener Wille/Wunsch. Die Person hat nun den Wunsch eine Fabrik zu manifestieren und benutzt ihr Geld dafür. Durch den persönlichen Willen dieser Person wird nun Geld in eine Fabrik transformiert. Gleichzeitig kann diese Person (Besitzer) auch durch ihren Willen die Fabrik wieder in Geld umwandeln.
Am Anfang steht also immer die Person, noch BEVOR irgend etwas manifestiert ist.
Darum erklärt das Vedanta-sutra im zweiten Aphorismus: „janmady-asya yataha“, „janma-ady“ bedeutet „Schöpfung-Erhaltung-Vernichtung“, „asya“ bedeutet „manifestiertes Universum“ und „yatha“ bedeutet „von welchem“. Die Absolute Wahrheit (GOTT) ist also das, wovon ALLES ausgeht.
Das wovon ALLES ausgeht kann nie willenlos/wunschlos sein, sonst könnte nichts von ihm ausgehen. Sobald wir also von Energie sprechen müssen wir auch von Energieursprung sprechen.
Wir, die Lebewesen (sakti-tattva) gehören zur Energie der Höchsten Persönlichkeit Gottes (saktiman-tattva).
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