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Shivaismus oder Vishnuismus oder Krishnaismus?












Zitat:
In der materiellen Welt ist dies durch unser Bewusstsein möglich, aber nur für jemanden der Gott in Person von Angesicht zu Angesicht kennt und mit Ihm eine liebevolle Beziehung pflegt.

Dazu müsste man also einen aktuell lebenden Avatar kennen ,oder? Welcher Avatar war denn der letzte? Doch nicht etwa Krishna , der ist ja schon so lange her!
Lieber jivatma,

Zitat:
In der materiellen Welt ist vollkommene Harmonie niemals möglich. Da wir einen zeitweiligen Körper bewohnen.
Wir können in Harmonie mit allen Lebewesen sein wenn wir Gott in Person lieben.


Hier kommt wieder die Frage der Reinkarnation auf, weil Du schreibst 'zeitweiliger' Körper. Die Abrahamitischen Religionen aber verneinen eine Reinkarnation. Wie ist das zu erklären, wenn alle Offenbarer von Gott kommen und Krishna Gott selbst gewesen sein soll?
Und warum soll in der materiellen Welt Harmonie nicht möglich sein? Es braucht dazu nur die richtige Lehre und Erziehung der Menschheit. Das geht sicher nicht von heute auf morgen, aber möglich wäre es schon.
Warum muss man Gott in Person lieben? Ich kann mir Gott auch nicht vorstellen, empfinde aber große Liebe zu unserem Schöpfer! Und wenn Du sagst, Krishna war Gott, dann kennst Du ihn ja auch nicht wirklich von Angesicht zu Angesicht.

Ich möchte mich ganz lich für Deine Ausführungen bedanken! Nach Deinem Dafürhalten habe ich sicher eine Menge nicht verstanden, aber ich habe mich bemüht .

Sei lieb gegrüßt von Minou
Hallo minou,

Zitat:
Wie kann man die Veden, die vor ca. 5000 Jahren entstanden, an unsere jetzigen Umstände und die jetzige Zeit anpassen?


Nach eigenen Angaben widerspiegeln die Veden transzendentales Wissen. Dieses Wissen das Krishna in der Bhagavad-Gita „Rajavidya“ nennt (der König des Wissens), ist von ewiger Gültigkeit (siehe BG 9.2)
Oder mit anderen Worten, es ist zeitlos.
Krishna erklärt im 4. Kap. der BG das Er dieses Wissen bereits vor Millionen von Jahren zum Sonnengott Vivasvan sprach. Vivasvan gab es weiter an seinen Sohn Manu, den Vater der Menschheit und Manu unterrichtete seinen Sohn Iksvaku, den damaligen Kaiser der Erde.
So wird das Wissen durch die Kette der Meister-Schüler-Nachfolge weitergegeben.
Jedes mal wenn diese Kette unterbrochen wird und das Wissen verloren gegangen scheint, erscheint der Höchste Herr aufs neue und lehrt es wieder.
Zitat:
Und wie kann ich die Praxis aufnehmen, die zur Wahrheit führt? Da müsste ich vermutlich erst jahrelang studieren, um das zu können. Bis dahin kann ich tot sein.


Das Wissen das vermittelt wird ist wie gesagt ewig. Die Methode dieses zu verwirklichen (Praxis) ist an die jeweilige Zeit/Umstände angepasst.

Dazu findet man in den Veden folgendes:
Zitat:
Das gleiche Ergebnis welches im Satya-yuga durch Meditation über Vishnu, im Treta-yuga mit dem Durchführen von Opfern erreicht wurde und im Dvapara-yuga durch das Verehren der Bildgestalt des Herrn, kann einfach im Kali-yuga durch das chanten des Hare Krishna Mahamantra erreicht werden. (Shrimad Bhagavatam 12.3.52)
(Einen ähnlichen Vers findet man auch im Visnu Purana (6.2.17), und ebenfalls im Padma Purana (Uttara-khanda 72.25) und im Brhan-naradiya Purana (38.97))


Zitat:
@minou
Drei Wissensquellen müssen sich decken! Um das zu prüfen, brauche ich sicher auch sehr viel Zeit.

Da hast du mich nicht ganz verstanden.
Die drei Wissensquellen sind wie gesagt, Shastra – Guru – Sadhu. Wenn der Guru beispielsweise etwas lehrt, sollte er es auch durch die Veden belegen. Das gleiche gilt für die Sadhus.
Hallo minou,

Zitat:
So hatte Krishna einen transzendentalen Körper und genoss die Beziehungen zu den Hirtenmädchen u.a. Welche Avatare gab es denn noch? Und hatten sie alle einen transzendentalen Körper?


Ja, alle Avatare des Vishnu-tattva erscheinen in ihrem ursprünglichen transzendentalen Körper.

Ursprünglich haben auch wir einen transzendentalen Körper. Dieser ist jedoch durch die grob und feinstoffliche Materie bedeckt. Wir sind wie gesagt von gleicher Qualität wie Gott in Person, jedoch unendlich viel kleiner. Wenn wir aus der spirituellen Welt (Vaikuntha) in die materielle Welt „fallen“, weil wir den Wunsch haben, getrennt von Gott zu geniessen, dann werden wir durch die illusionierende Macht Mahamayas, der materiellen Natur, bedeckt. So identifizieren wir uns mit einem materiellen Körper der uns von Mutter Natur aufgezwungen wurde.
Wenn Gott in Person jedoch in der materiellen Welt erscheint, kann Er durch diese nicht beeinflusst werden. Wohingegen wir alles vergessen.
Die Zahl der Avatare ist unendlich. So wie auch die Höchste Persönlichkeit Gottes unerschöpflich ist. Grundsätzlich unterscheidet man wie gesagt zwei Arten von Avatar, die avesha, ermächtigte Lebewesen und vibhuti, allmächtige Avatars, Gott in Person.
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