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Sachliche Kritik ist bei mir immer willkommen lieber Goraknat.
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Bei ersten Blick finde ich finde die Einstellung zur Sexualität etc. überholt.
Wiki:
Insbesondere Frauen sollten von männlichen Angehörigen "beschützt" werden. Sexualität sollte nur zur Kinderzeugung ausgeübt werden. Empfängnisverhütung und Abtreibung gelten als "dämonische Verhaltensweisen". In der Gaudiya Vaishnava-Philosophie untersteht das weibliche Prinzip immer dem männlichen; eine selbstbestimmte, gleichberechtigte Stellung von Frauen bezeichnet Prabhupada demzufolge wiederholt als nicht gottgewollt und unnatürlich.
Die Gesellschaftsvisionen aus der Bhagavad Gita Wie Sie Ist werden im Srimad-Bhagavatam aufgegriffen und vertieft. Im Srimad-Bhagavatam, einer Bhagavata-Kommentierung, wird Witwenverbrennung von Prabhupada nicht zwingend gefordert, aber auch nicht abgelehnt.
Homosexualität wird in der Bhagavad Gita Wie Sie Ist nicht aufgegriffen; in der Gaudiya Vaishnava-Theologie gilt sie als problematisch, da der Doktrin zufolge alle Seelen grundsätzlich "weiblich" sind und nach dem "männlichen" Prinzip (Krishna) streben.
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Hallo Leer,
das ist nicht immer leicht zu verstehen.
Es geht in der Philosophie der Bhagavad-Gita und in der vedischen Kultur überhaupt um das Erreichen von Befreiung aus dem Kreislauf von Geburt und Tod. Demgegenüber steht in der westlichen Gesellschaft der "Lebensgenuss" sprich Sinnenbefriedigung als das höchste Gut. Dies sind zwei Gegensätze die sich um 180 Grad gegenüber stehen.
Um sich vom Bewusstsein zu lösen das wir der Körper sind, ist untrennbar das Thema Entsagung mit eingebunden. Das Grundprinzip im Yoga ist es die Sinne zu beherrschen. Das geniessen von Sexualität gilt als der grösste Hemmschuh, denn sinnlicher Genuss zieht unser Bewusstsein immer wieder auf die körperliche Ebene; "ich bin der Körper". Und Homosexualität ist wohl für keine menschliche Gesellschaft von Vorteil.
Die Stellung der Frau in der vedischen Kultur wird oft und gerne falsch verstanden. Es wird von einem Ideal ausgegangen, aber es gibt keine Unterdrückung die von den Veden gutgeheißen wird. Auch wenn dies natürlich in der heutigen indischen Gesellschaft nicht zutrifft.
Das Ideal kann am Besten mit dem Beispiel von Lord Shiva und seiner ewigen Gefährtin Parvati beschrieben werden.
In früheren Zeiten haben die jungen, unverheirateten Mädchen noch Shiva verehrt mit dem Wunsch um einen "guten Ehemann". Lord Shiva gilt als der beste Ehemann. Er ist vollkommen entsagt und losgelöst von materieller Anhaftung, denn er ist im spirituellen Selbst verankert und lässt sich durch äußere Schönheit nicht agitieren obwohl Parvati von unvergleichlicher Schönheit ist. So stellt Lord Shiva den idealen Ehemann dar, der vollkommen selbstbeherrscht ist.
Durch ihre unverrückbare Hingabe an Lord Shiva bindet Parvati ihren Geliebten Ehemann gleichzeitig an sich. Als beispielsweise der Vater Parvatis, König Daksha in einer Versammlung der Devas, Lord Shiva schmäht, gibt sie die Beziehung zu ihrem Vater auf und entzündet in ihrem Innern durch spirituelle Kraft ein Feuer um auf der Stelle ihren Körper zu verbrennen - sie gibt den Körper der sie verwandtschaftlich an ihren Vater bindet, auf. Lord Shiva selbst ist über die Schmähung des Schwiegervaters nicht im geringsten Berührt, aber als er sieht was mit Parvati geschieht, ist er darüber so erzürnt das er König Daksha mittels seiner mystischen Kraft den menschlichen Kopf entfernt und ihn durch einen Ziegenkopf ersetzt. König Daksha wird zum Gespött aller.
Das Idealbild der vedischen Ehe ist darauf abgezielt das beide Ehepartner Befreiung aus dem Kreislauf von Geburt und Tod erlangen. Sie arbeiten als "Team" zusammen um dieses Ziel zu erreichen. Eine solche Ehe wird "grihasta-ashram" genannt, wohingegen das westliche Eheleben als "grihamedhi" (Beziehung basierend auf Sinnenbefriedigung) bezeichnet wird.
Das ideale Eheleben in der vedischen Kultur basiert also nicht auf wirtschaftlicher Entwicklung (Anhäufung von Wohlstand = Bindung an materielle Güter und Genüsse), sondern auf spirituelle Erkenntnis.
In der heutigen westlichen Gesellschaft wird oberflächlich betrachtet eine "Gleichberechtigung" gelebt. Aber bei genauer Betrachtung steht die Frau wenn sie beispielsweise Schwanger ist und der Vater des Kindes von ihr nichts mehr wissen will, alleine da. Sie ist gezwungen zum Sozialamt zu gehen wenn ihr keine Verwandten zur Seite stehen; was ist das für eine "Unabhängigkeit"?
Die andere Lösung ist, sie lässt ihr ungeborenes Kind töten - was für eine glorreiche Gesellschaft, die die Frau dazu bringt so etwas zu tun.
Karmisch gesehen ist das weder für die Frau noch für das ungeborene Kind noch für die Gesellschaft sehr glücksverheissend...
In gewisser weise ist also die Frau in Wirklichkeit nie unabhängig. In der heutigen Gesellschaft ist die Frau gezwungen die Rolle des Mannes zu spielen, das Berufsleben spricht Bände und die ursprüngliche Weiblichkeit geht verloren.
Die Vermännlichung der Gesellschaft kann man immer deutlicher daran erkennen das Muttererde immer mehr ausgebeutet wird. Das typisch weibliche zielt auf "Erhaltung" ab, wohingegen das männliche auf "Eroberung" ausgerichtet ist.
Shri Krishna sagt in der Bhagavad-Gita:
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| "Ich bin der allesverschlingende Tod, und Ich bin das erzeugende Prinzip von allem, was in der Zukunft existieren wird. Unter den Frauen bin Ich Ruhm, Glück, erlesene Sprache, Gedächtnis, Intelligenz, Standhaftigkeit und Geduld." (BG 10.34) |
All diese weiblichen Eigenschaften gehen in der heutigen Gesellschaft mehr und mehr verloren.
Gruss
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Es gibt einen Sufi-Spruch, der da lautet:
-Seit die Menschen Kirchen, Tempel und Moscheen erbauen, hat Gott dort nie gewohnt. Seit Gott das Herz des Menschen erschaffen hat, hat Er es nie verlassen.-
Gott ist der Eine, die Ganzheit, die in verschiedenen Aspekten wahrgenommen werden kann, so wie eine Gruppe Blinder einen Elefanten beschreiben. Der erste umfasst das Bein des Elefanten und sagt, -Ein Elefant ist wie ein Baum-, der Zweite erfasst den Rüssel und sagt: -Gott ist wie eine dicke Schlange-, der Dritte schließlich ergreift das Ohr und meint: -Ihr seid beide im Unrecht, Er ist wie ein großes Blatt.-
Dort wo Gott Form geworden ist, mag er in verschiedenen Formen und Aspekten erscheinen, doch ist Er gleichzeitig auch Eins. Paramashiva, Paramavishnu, Parabrahman bezeichnen Eins. Warum hat Er viele Formen und Namen? Damit jeder Mensch den Zugang finden mag, der ihm am meisten liegt. So ist Gott sowohl persönlich wie für Buddhisten unpersönlich. Dennoch beschreiben Hinduismus, Christentum, Islam und Buddhismus die selbe Wahrheit.
Wer Eins werden will, sollte dieses Eine erstreben, das Ganze suchen und nicht die Teile betonen.
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| So ist Gott sowohl persönlich wie für Buddhisten unpersönlich. Dennoch beschreiben Hinduismus, Christentum, Islam und Buddhismus die selbe Wahrheit. |
Gott ist für Buddhisten nicht unpersönlich, es gibt für Buddhisten Nirvana und es gibt Götter - das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Buddhisten und Theisten haben verschiedene Ziele.
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Hallo Vaijanath,
das hast du wunderschön geschrieben.
Vielen Herzlichen Danke schön für dein wunderschönen Beitrag.
Es hat mich sehr gerührt.
LG
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