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Der Sinn des Lebens ist:












Hallo Das Wort,

Zitat:
Nein.

Nicht alle sind Gottes Kinder!
Du meinst also es gibt Humanoide Lebewesen auf diesem Planeten, die nicht von Adam und Eva abstammen, also nicht Gottes Geschöpfe sind? Interessante Theorie! Du bist dir aber schon klar darüber, das du dich mit dieser Ansicht komplett außerhalb christlicher Lehrmeinung positionierst!
Zitat:

Lehrne!

Möge der HERR dir Verstentnis geben.

Verständnis kommt von Verstand! Verstand ohne Bildung ist aber nutzlos! Der Herr Wilhelm Busch, ehemals Jugendpfarrer von Essen ist mir vertraut. Ich halt es lieber mit Drewermann:
Zitat:

... Und natürlich bestärkt dies diejenigen, die schon immer die Kirche von vorgestern gewollt haben und sich nicht darüber im Klaren sind, dass die Bewegung in den letzten Jahrhunderten zu einem dramatischen Verlust der religiösen Interpretation von Wirklichkeit geführt hat. Im 16. Jahrhundert gehen die Protestanten raus, im 18. Jahrhundert, in den Tagen der Aufklärung, die Schichten der Gebildeten, im 19. Jahrhundert spaltet sich weitgehend durch den sozialen Druck die Arbeiterschaft ab, im 20. Jahrhundert bleibt die Frage der Frauenemanzipation vollkommen obsolet. Nimmt man alle diese Gruppen aus der Kirche weg, bleiben anscheinend nur noch die Kirchenmäuse: Verängstigte, verschüchterte Leute, die sich klammern an einen Fundamentalismus, der sich weigert, zwischen Denken und Glauben eine vernünftige Synthese zu setzen.
Eugen Drewermann in einem Interview in den "Nürnberger Nachrichten" vom 9.12.2003
Dieser "dramatische Verlust der religiösen Interpretation von Wirklichkeit" ist auch in den fundamentalistischen reformierten Kirchen festzustellen.

Ich halte es generell für eine Unart von Gläubigen (welcher Art auch immer) den mahnenden Zeigefinger über den eigenen Horizont zu erheben.

Gruß Heiko
http://afrika.heim.at/Berichte/Religion.htm

Zitat:
Im Catechismus Romanus von 1566 heißt es noch: "Die Kirche kann nicht irren, da sie vom Heiligen Geist geleitet wird." (Einige Jahrhunderte später sollten die Kommunisten ähnlich postulierten: "Die Partei hat immer Recht." Nur war bei ihnen der Marxismus-Leninismus der Heilige Geist.)


Zitat:
Auch wenn die Unterschiede zwischen den Konfessionen heute für das Wirtschaftsleben nicht mehr entscheidend sind, in den Entwicklungsländern haben sie deutliche Spuren hinterlassen. Nach einer ökonometrischen Untersuchung von 63 früheren Kolonien durch den US-Ökonomen Robin Grier zeigen die in katholischer Tradition stehenden früheren spanischen und französischen Kolonien eine schlechtere wirtschaftliche Performance als die ehemaligen britischen Kolonien, in denen die Missionare den Heiden die protestantische Arbeitsethik predigten.

Sie tanzen, stampfen, schütteln sich, scharren mit den Füßen, stürzen zu Boden, scheinbar willenlos, fremdgesteuert, besessen, fünf junge Mädchen in manischer Trance. Am Höhepunkt des Rituals verbeißen sie sich in den Hälsen lebender Zicklein und reißen Fleischstücke heraus. Wir befinden uns in Porto Novo, Südbenin, bei der Weihe von Priesterinnen. Hier herrschen die alten Gottheiten des Voodoo-Kultes, strafend, mahnend oder schützend lenken sie die Geschicke der Sterblichen. Der Einfluss der Fetischeure reicht weit über die Region hinaus. Meister Tozé, der die Initiation leitet, zeigt uns das Bildchen auf seiner Armbanduhr: Omar Bongo. Der Staatschef von Gabun konvertierte zum Islam. Aber wenn wichtige Entscheidungen anstehen, ruft er Tozé, um Fá zu befragen, das Orakel.

Malicounda ist ein 3000 Seelen Dorf im Senegal, dessen Frauen in ganz Afrika berühmt wurden. Sie erklärten im Juli 1997 gemeinsam: Schluss mit der genitalen Beschneidung, der Zerstörung der weiblichen Sexualität! Unsere Töchter sollen nicht mehr verstümmelt werden! "Die Männer reagierten zunächst verstört und böse. Aber langsam verstehen sie", erzählt Mariam Traoré. Sie deutet zum Minarett hinüber. "Der Imam sagte, daß nichts über die Beschneidung im Koran steht. Das half."

Ein Aufstand der Frauen, dem sich religiöse Würdenträger beugen, undenkbar in der arabischen Sphäre. Die kleine Revolution war möglich, weil der Islam im Senegal ganz eigene Wege beschritten hat. Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts entstand hier die Bewegung der Muriden, die größte jener Bruderschaften, welche die Lehren Mohammeds mit afrikanischen Traditionen verschwisterten. Sie pflegen das kulturelle Erbe, geben moralischen Halt und sorgen für sozialen Ausgleich über ethnische Grenzen hinweg.





Zitat:
Kalumbu Mahonda hatte mal einen funktionierenden Kühlschrank. Dann ging er kaputt. Das war das erste Zeichen. Sie wurde auch noch krank, und kein Arzt konnte ihr sagen, was die Ursache ist. Und als dann auch noch die Maismühle auseinander brach, da wussten sie und ihr Mann, wer schuld ist: ihre Söhne Ikomba und Luwuabisa, der eine acht, der andere zehn Jahre alt. Sie sind Kinderhexen, das war die Diagnose der Eltern. So viel Unglück kann keine natürliche Ursache haben.

Es gibt da noch andere Geschichten, die von Angella zum Beispiel, oder die von Nzuzi, Lambert oder Marie. Aber viele dieser Schicksale kann man nicht erzählen, weil sie zu grausam sind. Manche Kinder waren keine vier Jahre alt, bevor sie mit Bügeleisen, glühenden Kreuzen oder mit Peitschen von selbst ernannten Propheten, Exorzisten oder den eigenen Eltern getötet wurden. Andere, Säuglinge noch, wurden auf den Müll geworfen. Weil sie angeblich von bösen Mächten besessen waren. Ikomba und Luwuabisa hatten Glück, sie wurden nur verjagt.

Der Glaube an Hexerei ist in Afrika weit verbreitet. Aber die Kinderhexen von Kinshasa sind ein neues Phänomen. Bislang nämlich wurden immer nur Erwachsene beschuldigt, schrullige Alte, reiche Verwandte oder auch Behinderte. Kinder waren bislang unverdächtig. Simon Lawson, Chef der Hilfsorganisation Search For Common Ground, schätzt, daß 30.000 der insgesamt 40.000 Straßenkinder in Kinshasa der Hexerei verdächtigt werden. Ärzte ohne Grenzen oder Save the Children geben ähnlich hohe Zahlen an. "Viele werden von ihren eigenen Eltern gefoltert. Vor den Verwandten und Nachbarn wird das Geständnis erpresst, daß die Kinder tatsächlich verhext und besessen sind", sagt Lawson. Danach werden sie hinaus in das Straßengewirr der Stadt gejagt, wo sie an fast jeder Ecke, im Hafen oder auch vor dem Denkmal des ermordeten Staatschefs Laurent Kabila herumlungern

"dasWort" wird wohl darauf bestehen, daß sein Glaube der einzige ist - und?
Warum soll er das nicht glauben?

Es ist seine Meinung - sie ist nicht für alle Menschen der Welt gültig.

Nur , daß er sie anderen aufzwingen möchte - ob das wohl Jesus so gewollt hätte ?




Ah ja, liebe/r "DasWort", ich verstehe schon....

Ich habe in meinem Leben genug mit Fundamentalisten zutun gehabt; ich kenne deren Argumentationen in- und auswendig. Ich weiss - es bringt nichts, mit Fundamentalisten zu diskutieren - sie glauben, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben ; sie glauben, alleine im Besitz der Wahrheit Gottes zu sein, sie glauben, Gott besitzen zu dürfen. Schau` Dich doch bitte mal in Deinem eigenen christlichen Umfeld um: Da gibt es die Zeugen Jehova` s - jeder einzelne Mensch dieser christlichen Gruppe ist "edel, hilreich und gut" - und trotzdem sind es Fanatiker, die ebenso wie Du glauben, im Besitz der einzigsten Wahrheit zusein, die es gibt. Oder die Gemeinde der freikirchlichen Christen "Ecclesia": auch hier ist jedes Gemeindemitglied "edel, hilfreich und gut" - und auch hier regiert der Fanatismus, der keine andere Meinung als die eigene zulässt.

Vor 30 Jahren noch fand ein regelrechter uideologischer Glaubenskampf zwischen den verschiedensten freikirchlichen Gruppierungen statt - 7-Tages-Adventisten gegen Pfingstler, Ecclesia gegen Baptisten, Methodisten gegen Mennoiten, und dazwischen die Zeugen Jehova` s, die Mormonen, die "Moonie` s". Der unbefangene Mensch hätte glauben können, das alle diese Gruppierungen sich doch eigentlich prächtig miteinander verstehen müssten - sie sind und waren nämlich gleichermassen diktatorisch, bestimmend innerhalb ihrer Gemeinden - und so unendlich weit von der Bergpredigt, von der Nächstenliebe entfernt. Tja, Diktatoren schätzen sich gegenseitig nur bedingt - einer sitzt immer in der "Sandkiste des Glaubens" und versucht, seine Brüder und Schwestern zu dominieren...

In den Apostelbriefen gibt es vielfältige Ermahnungen: Verachtet nicht die Gemeinden in Antiochia, in Syrien, in Rom oder in Jerusalem, weil sie aus anderen Menschen als ihr selbst seid, bestehen. Alle sind sie Gläubige im Herrn... Diese Ermahnungen der Apostel werden von den freichristlichen-fundamentalistisch-fanatischen Menschen gerne missachtet, und ebenso wird der weit ausdehnbare Satz des Jesus von Nazareth misachtet: "In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen..." - einer der schönsten Sätze der Toleranz, die Jesus je gesagt hat.

Unsere Basis-Christen sind so wunderbar stolz darauf, das sie sich von der Heiligenverehrung des Katholizismus getrennt haben. Einige von unseren Basis-Christen bezeichnen ihre katholischen Brüder und Schwestern sogar als "Götzendiener" - wie infam, wie bösartig doch Christen untereinander sein können. Aber das ursprünglich katholische Dogma, das Jesus der "leibliche Sohn Gottes" gewesen sei - das haben sie stillschweigend, freudig von der katholischen Kirche übernommen. Mit diesem Dogma - das haben schon die Päpste des frühen Mittelalters erkannt - kann man wunderbar alle die Menschen beeindrucken, die entweder die Bbel nicht lesen können, oder sich um die Bedeutung der Heiligen Verse keine Gedanken machen wollen. Es ist ja auch viel einfacher, viel bequemer, die Buchstaben und Wörter nachzuplappern, die ein Prediger, ein Ältester vorliest....

Mit Deinem Bekehrungseifer stösst Du bei der Mehrzahl der Menschen in interreligiösen Foren auf "taube Ohren". Denn jeder von uns hat seinen Glauben mit Herz und Verstand aufgenommen, und jeder hat erkannt, das Frieden in der Welt, dass das Friedenreich der Johannes-Offenbarung nur dann zu erreichen ist, wenn wir - mit Gottes Hilfe selbstverständlich - lernen, uns gegenseitig zu akzeptieren, so wie wir sind, und unsere Standpunkte zu respektieren. Und dieser Respekt bedeutet: Gemeinsamkeiten ebenso offen zu legen, wie vermeindlich Trennendes. Fanatikern - und die gibt es weiss Gott nicht nur unter den Christen - ist aber an Gemeinsamkeiten, an Verbindendem, an "Einheit in der Vielfalt" nicht gelegen. Die Ideologie der Fanatiker kennt aber keine Toleranz - sie kennt nur Gleichschaltung Aller. Und obwohl religiöse Fanatiker Gott und den jeweiligen Gottesoffenbarer im Munde führen, sind sie in ihrer Gesisteshaltung nicht besser als politische Fanatiker, die angeblich auch für "Frieden und Freiheit" kämpfen - und dabei in ihren Taten genau diesen Frieden und diese Freiheit bekämpfen.
Unsere religiösen Fanatiker predigen von Gott und Jesus, auch von Gott und Muhammad - und gerade diejenigen, die sie verkündigen wollen, bekämpfen sie.

Gott ist erhaben, unermesslich erhaben über Wort- und Buchstabenklauberei. Gott ist unermesslich erhaben über Kleingeisterei - und ausgerechnet die geringsten Geister glauben, sie könnten Gott in einem Buch, einem Bild, einem Tempel oder einer Kathedrale gefangen halten......
Sehr geehrter "Das Wort",

Zitat:
doch - wir alle sind Kinder Gottes
- leider gehen viele einen falschen Weg.
Und mit einer dogmatischen Haltung erreicht man bei Anderen nicht, das sie sich Gott zuwenden. Aber vielleicht soll das so sein, um den eigenen Horizont zu erweitern.

Was ich lernen soll und was nicht, dass zeigt mir Gott der Allmächtige - nicht Du! Klar!
Das Buch des Jakobus kann ich besonders empfehlen, ist mein Lieblings-buch der Bibel.

@Heiko,
tut mir echt leid - ich kann Drewerman nicht zustimmen, da ich mich kenne und viele Andere auch - die neue Wege gehen wollen & bereits gehen. Dieser Text ist also nicht der Wirklichkeit entsprechend, man kann ihn also nicht verallgemeinern! Ich bin keine Kirchenmaus eher einer
"Zicke".

Durch eigenes Vorleben, durch seine Taten, durch christliches Verständnis von Nächstenliebe - kann man ein Licht sein in dieser Welt und andere Lichter entzünden. Meine Meinung!

Alles Liebe Engeljani
Hallo Engeljani,

Zitat:
tut mir echt leid - ich kann Drewerman nicht zustimmen
Muß dir nicht leid tun, der Teil mit den Mäusen war auch eher unwichtig!

Zitat:
Durch eigenes Vorleben, durch seine Taten, durch christliches Verständnis von Nächstenliebe - kann man ein Licht sein in dieser Welt und andere Lichter entzünden. Meine Meinung!


Meine Meinung auch! Wenn Christus der Erlöser ist, dann sollten sich die Christen vor allem darin üben, erlöst zu sein und auch erlöst auszusehen, bzw. sich erlöst anzuhören!

Gruß Heiko
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