Immerzu leben in Zukunftsangst


Hallo ihr lieben, kennt ihr dieses Gefühl auch ,worunter ich nun schon seit über 3 Jahren leide, Angst, wahnsinnige Angst vor allem was kommt, vor der Zukunft und sich große Sorgen um alles und jeden zu machen.
Manchmal weiß ich nicht ,wie ich damit am besten Umgehen soll.
Man muss gerade im Alltag ja auch stark sein.
Seinen Kindern ein Vorbild sein usw.
Würde mich sehr freuen, von euch zu hören, wie es euch damit geht, und wie man am besten damit umgeht.
Denke manchmal, dass die ganzen Sorgen einen ja auch auf dauer krank machen können.
Es gibt leider ja nur wenige Leute, die einen dies bezüglich verstehen.
Es grüsst Euch ganz lieb, Betti
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Hallo ihr lieben, ich freue mich schon sehr, mich in diesem Forum mit euch aus zu tauschen. lg von Betti
LIebe Bettina!

Ja, dieses Gefühl kenne ich auch, so ging es mir früher auch ganz oft. Jetzt habe ich das ganz gut im Griff und nur noch ganz selten.

Wie ich das in Griff bekommen habe?

Ich habe erkannt, dass es keinen Sinn macht sich um die die Zukunft zu sorgen. Ich habe 3 Kinder (14,16,18 ) und als sie noch klein war, war meine Mittlere sehr schwer an Asthma erkrankt (heute nur noch ganz selten) und es ging ab und zu auch mal um Leben und Tod. Schon dadurch habe ich lernen müssen nur jeden Tag zu leben, planen ließ sich nicht allzuviel. Da merkt man dann auch, dass sich von einer Sekunde zur anderen so viel ändern kann und dass es keinen Sinn macht sich laufend den Kopf darüber zu zerbrechen. Da wäre ich ihr auch kaum eine Hilfe gewesen, denn wenn ich da zu ängstlich gewesen wäre, hätte es meinem Kind auch nichts gebracht.

So ist es mit allem im Leben. Man zerbricht sich heute den Kopf über irgendwetas in der nahen oder fernen Zukunft, und dann kommt es ganz anders.

Ich versuche das einfach immer auszublenden, so gut es eben geht.

Mir hat auch noch mein Vertrauen auf Gott geholfen. Das alles was kommt auch irgendwie einen Sinn hat, auch wenn man diesen oft nicht gleich erkennt. Meistens stellt es sich hinterher als richtig heraus. Gott vertrauen!

Also, versuche einfach diese Gedanken, Sorgen, wegzuschieben, wenn sie kommen und mach dir bewusst, dass diese auch gar nichts ändern können - im Gegenteil. Sie hemmen und verperren die Sicht auf das Nötige. Freue dich einfach über jeden Tag und sei gespannt was kommt. Und wenn es mal nicht so geht wie erwünscht, dann versuche auch dies anzunehmene in dem Vertrauen, dass es doch richtig so ist.

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen, sonst kannst du auch gerne noch weiterfragen.

Ganz liebe Grüße
Kiki
Liebe Bettina!

Mir erschein mein Leben als völlig sinnlos, als ich 16 Jahre alt war. In immer kürzeren Abständen bekam ich immer intensivere Selbsttötungsgedanken. Mit 19 konnte ich überhaupt nicht mehr an die Zukunft denken, es erfüllte mich mit Angst. Mit 24 überkam ich schließlich diese Krise. In diesen Jahren, in denen ich mich die meiste Zeit mit meinem Tod beschäftigte, hatte ich mit dem Tod Freundschaft geschlossen. Heute bin ich nochmals 14 Jahre älter und kann eigentlich kaum glauben, dass die meisten Menschen meines Alters die Tatsache, dass sie sterben werden verdrängen.

Ich habe zwei kleine Kinder. Zur Zeit stecken wir finanziell eher in der Krise. Aber ich bin guter Dinge. Wenn der Druck zu groß auf mir lastet, dann setze sich mich auch mal in einen Friedhof. Hier ist mir die Tatsache der Begrenztheit des Lebens am gegenwärtigsten. Wer weiß, wie viele Jahr mir noch vergönnt sind? Warum soll ich mir über diese kurze Zeitspanne so große Gedanken machen? Es wird gut werden, was immer kommt! Es wird immer reichen, was immer kommt! Ich habe kein Problem damit, in eine kleinere Wohnung zu ziehen. Ich habe kein Problem damit mit einem 200 000 km alten Renault Clio zu fahren. Ich habe kein Problem damit, dass ich für manche jungen Leute bereits zum alten Eisen gehöre. Schließlich fährt mein altes Auto ja auch noch ganz gut. In 10 bis 12 Jahre brauche ich wohl ein künstliches Hüftgelenk. Mein Handgelenk ist jetzt schon künstlich. Aber mir geht's gut.

Für dieses Leben habe ich das höchste Ziel: ich möchte ein vollkommen reines Herz haben. Und ich bekomme stets schwerere Prüfungen geschickt. Ich halte daran fest. Auch wenn meine Fähigkeit zu vergeben ambivalent ist, mir war es z.B. leichter, Morddrohungen zu vergeben, als einen Betrug um ein paar tausend Euro. Ich werde es schaffen.

Ich lade alle ein, es auch zu tun. Jeder schritt in diese Richtung erfüllt uns mit so viel Glück! Mehrere Gottesvisionen haben mir Licht in schlimmen Situationen gegeben. Ich verbrachte Monate in Krankenhäusern mit insgesamt 9 Operationen. Da meine Nervenstränge dicker sind, als die von andern Menschen, war manche Operation nicht ganz schmerzfrei, das Narkosemittel konnte nicht vollständig diffundieren. Ich bin so dankbar, noch am Leben zu sein! Ich hätte viele Male tot sein können. Einmal schoss jemand so knapp an mir vorbei, dass ich die Kugel zischen hörte. Ich selbst konnte vier Menschen das Leben retten.

Ich möchte noch mindestens so lange leben, bis meine Vaterpflichten erfüllt sind und ich das reine Herz habe. Dann gehe ich wieder ins Göttliche ein.

„...ein Dom von Musik, in dessen Mitte saß Gott, saß ein heller, vor Helle unsichtbarer Glanzstern, ein Inbegriff von Licht, umbraust von der Musik der Weltchöre, in ewiger Bewegung“ Hermann Hesse

Ja Hermann Hesse, das stimmt. Genau so ist Gott in meinen Visionen!

Habe Mut und es wird Gut!