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Problem: Afrika












http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,439152,00.html

Zitat:
Nairobi - Es ist ein "Ruanda in Zeitlupe", wie der renommierte Krisenforscher John Prendergast schreibt. Ein Massenmord, von dem die ganze Welt weiß, und den sie dennoch nicht zu stoppen in der Lage scheint. 200.000 Menschen sollen nach jüngsten Berichten im Westen des Sudan, in dem nur sechs Millionen Menschen leben, bereits getötet worden sein, manche glauben sogar mehr: 300.000 bis 400.000. Die Opfer sind überwiegend schwarz, die Täter Regierungssoldaten und Angehörige der arabischen Reitermilizen. Die Welt sieht dem mörderischen Treiben vornehmlich tatenlos zu.



Wie kann man helfen ? Not ist überall auf der Welt - an jeder Ecke - selbst im eigenen Land - bleibt nur Frieden, wenn man Truppen einsetzt und wenn sie fort sind, kommt der gleiche Zustand wieder zurück ?

Zitat:
Ab November droht schwere Hungersnot im ganzen Land

Spätestens ab November 2006 befürchtet Johan van der Kamp von der Deutschen Welthungerhilfe "eine schwere Hungersnot im ganzen Land". Der Holländer pendelt ununterbrochen zwischen den Flüchtlingslagern bei El Fascher in Darfur und der Hauptstadt Khartum hin und her. Mit Karten, auf denen penibel jede größere Ansammlung Vertriebener markiert wurde, ist sein Büro tapeziert.


Zitat:
USA und EU handlungsunfähig

Doch wer soll es richten, nachdem die Afrikanische Union so kläglich versagt hat? Das Problem ist, daß die Amerikaner nahezu handlungsunfähig sind, seit sie den Irak in ein Schlachtfeld zügelloser Glaubenskrieger verwandelt haben und deshalb nicht in der Lage scheinen, ihre Truppen dort abzuziehen und woanders einzusetzen. Die zutiefst pazifistische und innerlich zerstrittene Europäische Union jedoch kann traditionsgemäß nicht, selbst wenn sie wollte. Sie ist einfach unfähig, Dinge zu entscheiden


Der Präsident der USA wurde davor gewarnt, die "Büchse der Pandora" zu öffnen. Er hat es doch getan.
Ich staune immer wieder, wieviele Entschuldigungen und Ausreden parat stehen für unüberlegte Handlungen - und das bezieht sich nicht nur auf den Präsidenten.

Wird die Welt von Menschen regiert, deren Seelenalter noch nicht weit genug ist ?
Wieviel Unsicherheit der Politiker tritt hier zutage ?

Stehen wir an einem Wendepunkt ?

Müssen wir einsehen, daß sich etwas in der Welt vollzieht, wo uns die Hände gebunden sind ?

Zitat:
Auch "Amnesty International" ist ratlos: "Die Zivilbevölkerung und Hilfsorganisationensind den Angriffen der Dschandschawid-Milizen und der Regierungstruppen, aber auch der verschiedenen Oppositionsgruppen hilflos ausgeliefert. Der Friedensprozess ist am Nullpunkt, gleichzeitig weitet sich die humanitäre Katastrophe in ungeahntem Maß aus." Die Afrikanische Union hat mittlerweile, nachdem sie einst trotzig darauf bestand, den Darfur-Konflikt ganz alleine lösen zu dürfen, die Nase voll. Sie würde das Mandat am liebsten sofort an die Vereinten Nationen übertragen.

Khartum jedoch lässt sich wieder einmal Zeit. Außenminister Lam Akol, der Dinka, findet nach wie vor, die Uno habe nichts zu suchen in Darfur. Kabinettskollegen des Südsudanesen sagen heute, über einen Uno-Einsatz ließe sich verhandeln, und morgen meinen sie, ein solcher wäre mindestens ein Grund für einen Dschihad.

In Darfur droht eine Tragödie, und es sieht derzeit nicht so aus, als könne das noch jemand verhindern. Die Welt scheint paralysiert angesichts der Widerborstigkeit des Regimes in Khartum, ausländische Truppen ins Land zu lassen, und die Afrikanische Union wird gewiss nichts unternehmen; sie hat sich erfolgreich auf die Akquise westlicher Steuergelder spezialisiert und riskiert bestimmt keinen Konflikt mit einem ihrer Mitgliedsstaaten.


Wer gibt wem die Hand und was für Kräfte arbeiten da im Hintergrund ?

Zitat:
Die Afrikanische Union will erst gar nicht, sie hat es auf das Geld des reichen Westens abgesehen und nicht auf die Befriedung ihrer Mitgliedsstaaten. Deshalb erzählen ihre Vertreter stets, was die Minister in den "Geberländern" hören und wofür sie gerne bezahlen wollen.

Die Vereinten Nationen haben längst jede Glaubwürdigkeit verloren: In Bosnien, wo sie ihre eigene Soldaten von Pflaumenschnaps saufenden Tschetniks an Laternenpfähle binden ließen und mit den Killern auf den Untergang Srebrenicas anstießen, während ihre Schutzbefohlenen zu Tausenden hingerichtet wurden, und in Ruanda, wo sie schnell Reißaus nahmen, ehe das ganze Land im Blut versank.
Liebe Gabriele

Aus Deinen postings klingen so viele Fragen, die auch ich mir lange Zeit gestellt habe. Es gibt soviele "Unfassbarkeiten" in der Welt und so viele Dinge, die eine einzige Schande für die Menschheit sind.

Auf fast alle meine Fragen konnten mir die Bahai-Lehren eine klare und hoffnungsvolle Antwort geben. Sowohl was die Vergangenheit, die Gegenwart und auch die Zukunft betrifft.

Dass nicht alle Gebote sofort mit meinen bis dahin selbstgezimmerten Vorstellungen übereinstimmten und mir auch vieles völlig neu gewesen ist, sehe ich eigentlich als natürlich an. Wenn ich schon alle Weisheit in mir gehabt hätte, dann bedürften wir ja keiner weiteren göttlichen Führung. Dabei schreit die ganze Menschheit geradezu nach dieser. Die Jahrtausende alten Religionen haben viel von ihrer hilfreichen Kraft eben schon verloren und das kann eigentlich auch nicht anders sein.

Alles Liebe
Lieber Robinson, Du hast recht, es gibt Richtungsweiser, die uns helfen können, das Ganze etwas objektiver zu betrachten - ich sehe das in der theosophischen Literatur wie auch in den Aussagen des Hinduismus. Wie uns lieber jivatma auch erklärt, der sich im Hinduismus auskennt. Kali-Yuga und so Vielleicht kommen wir auch einmal da hin, wo es schon Karl Marx hinwies. Auf eine Gesellschaft, in der jeder Mensch arbeitet nach seinen Fähigkeiten und lebt nach seinen Bedürfnissen. Hat nur noch nicht so geklappt mit uns Menschen , wir sind ja noch im Reifeprozeß und lernen , wahrscheinlich auch dadurch. Wie es auch schon in lebendige ethik steht, die Seele durchwandert alle Stationen, ehe sie gereinigt in die Nähe Gottes kommen darf. In den Aussagen der lebendigen Ethik sehe ich auch das Stück der Realität, in der wir leben und auch die Ereignisse sehe ich in diesem Zusammenhang. Wir haben mit der Kolonialisierung nun den Bummerang zu ertragen. Die neuen Herren in Afrika haben sich nicht unbedingt das Gute abgeschaut, als die Europäer gingen, sondern sie haben sich die Machtgelüste angeschaut. Ich denke, da steckt auch viel Karma drin - was wir jetzt abarbeiten müssen, denn sie lassen nicht mehr zu, daß man ihnen hilft, und so müssen wir dem Leiden zusehen - es gibt auch noch viel mehr, was Afrika gelernt hat - wenn ich an die Abzocke bei Unternehmen denke (Berichte darüber gab es im Fernsehen - eine Unternehmerin wurde vollkommen überrumpelt) , da hat sich schon eine richtige Mafia gebildet, mit dem Ziel, deutsche und andere europäische Firmen abzuzocken.
Ja, die Welt hat sich verändert.

Was würdest denn Du aus dem großen Repertoire der Bahai in diesem Zusammenhang eingeben - würde mich schon interessieren.
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