|
|
|
Um meiner obigen Kritik auch etwas konstruktives hinzuzufügen ....
In den Veden werden verschiedne Arten von advaita (Nichtdualität) erläutert.
Die wirkliche Bedeutung von advaita, Nichtdualität, bedeutet die Einheit in der Vielheit zu erkennen.
Das Thema "advaita" ist etwas heikel, da es sehr leicht missverstanden werden kann!
Antaryami ist ein Name der Höchste Persönlichkeit Gottes und es bedeutet "die innere Kraft in allem". Die Kraft die die Atome zusammenhält bis hin zu der Kraft die die Planeten und Galaxien auf ihren Bahnen hält. So gilt die Höchste Persönlichkeit Gottes auch als der höchste Lenker aller Lebewesen. Der Höchste Herr (Ishvarah) ist kleiner als das Kleinste und grösser als das Grösste und trotzdem weilt Er gleichzeitig jenseits der zeitweiligen, materiellen Manifestation, die zu Seiner umgewandelten Energie gehört. So wie eine reiche Person die ihr Geld (Energie) vom Bankkonto nimmt und damit viele Fabriken und Firmen manifestiert und die bei Bedarf auch alles wieder Auflösen kann.
In der Bhagavad-Gita erklärt Shri Krishna:
ishvarah sarva-bhutanam
hri-deshe rjuna tishthati
brahmayan sarva-butani
yantrarudhani mayaya
"Der Höchste Herr weilt im Herzen eines jeden, o'Arjuna, und lenkt die Wege aller Lebewesen, die sich auf einer Maschine befinden, die aus materieller Energie besteht." (BG 18.61)
Wie können wir denn nun Einheit (advaita, Nichtdualität) erreichen?
(denn nur in dieser Einheit gibt es wahre Erkenntnis)
Shrila Prabhupada erklärt in seinen Erläuterungen zum Shrimad Bhagavatam (7.15.64+65) folgendes:
1. bhava-advaita
Ist die Auffassung der Einheit.
Ergebnis und Ursache sind eins und Dualität ist letzten Endes nicht real.
(dies bedeutet jedoch nicht das die vor uns manifestierte Schöpfung Illusion ist, sondern das eine höhere Einheit (Nichtdualität) durch die Höchste Persönlichkeit Gottes besteht, der eben Antaryami, der Höchste Lenker aller Dinge ist)
Die Vorstellung die Fäden eines Tuches seinen vom Tuch selbst verschieden ist Dualität. (viele werden diesen Satz kennen)
2. kriyadvaitam
Einheit der Handlung mit Geist/Verstand, Worten und Körper.
Wenn alle Handlungen der Menschen dem Dienst zur Höchsten Persönlichkeit Gottes geweiht werden, erreicht man Einheit der Handlung.
(das Gegenteil davon können wir heute beobachten, jeder ist im eigenen, familiären, nationalen, kontinentalen Interesse beschäftigt. Und daraus entstehen alle Konflikte - grosse wie kleine.
In einem Beitrag weiter oben, wurde beispielsweise die "globale Sprache" angesprochen - und schon wird gestritten ...
Das Problem ist jedoch nicht die Sprache, jeder kann seine Sprache behalten!
3. dravya-advaitam
Einheit des Interesses.
Wir haben alle das gleiche Interesse! (auch wenn es die meisten auf diesem Planeten vergessen haben)
Unser aller Problem ist: Geburt, Alter, Krankheit, Tod
das sind unsere wirklichen Probleme und alle anderen "Probleme", sind ILLUSION.
Ein weiterer Name des Höchsten Herrn ist, paramgati, das höchste Ziel.
Unser Selbstinteresse und das Gesellschaftsinteresse sind gleiche.
Jeder versucht das Ziel ungetrübten Glücks mit materiellen Mitteln zu erreichen, und weil die Menschen nicht wissen was vollkommenes Glück ist, werden sie von materiellen Dingen abgelenkt und richten ihr Augenmerk auf andere Interessen - welche aus ihren spekulativen Vor-Stellungen entspringen und illusorisch sind.
Wir leben in einer Welt der Ent-Scheidung, im wahrsten Sinne des Wortes,
und müssen uns entscheiden ob wir uns dem Höchsten Lenker unterordnen wollen oder unseren eignen vor-stellungs Weg gehen wollen.
Aus der inneren Erkenntnis heraus die Welt gestalten?
JA, aus der Erkenntnis heraus, das diese Welt bereits perfekt ist, und es nur an uns liegt dies zu erkennen. ---> Auffassung - Handlung - Interesse werden zur Einheit für alle Personen wenn sie sich der Höchsten Person, Gott unterordnen.
und das Mittel dazu?
die Heiligen Namen Gottes
man kennt sie in allen Religionen,
aber wieso werden sie nicht angerufen?
Weil die Menschen in unserem Zeitalter eine materialistische Vorstellung von Gott haben. Gott ist jedoch Transzendental und so sind es auch Seine Namen.
Die Kalisantarana Upanishad 5,6 erklärt:
hare krishna hare krishna, krishna krishna, hare hare,
hare rama hare rama, rama rama hare hare
iti shodashakam namnam
kali-kalmasha nashanam
natah parataropayah
sarva vedeshu drishyate
"Diese sechzen Worte, aus 32 Silben zusammengesetzt, sind das einzige Mittel den üblen Einflüssen des Kaliyuga (heutiges Zietalter) entgegenzuwirken. Aus allen Veden ist zu ersehen, dass es ausser dem chanten des Heiligen Namens keine andere Möglichkeit gibt, den Ozean der Unwissenheit zu überqueren."
|
|
|