Es sind aber auch gefährliche Verhältnisse: Nicht nur die Erhabenheit, sondern auch das ganze Chaos menschlichen Denkens, häßliche und böse Gedanken werden dort Wirklichkeit. Wer nicht gelernt hat, klar und zielgerichtet zu denken, wird sinnlose, chaotische Formen schaffen. Die konstruktiven Geister bauen gemeinsam herrliche Welten auf („Himmel“), die destruktiven dagegen fahren fort, Böses zu tun wie auf Erden, verbreiten Schrecken und Zerstörung um sich herum und führen sogar weiter Kriege gegeneinander („Hölle“).
Die Welt der Seele ist nur in dem Sinne eine „höhere“ Welt, als die Materie dort viel feiner ist und aus Gedanken, Gefühlen, Ideen und Prinzipien besteht. Das heißt aber nicht, daß überall himmlische Zustände herrschen. Im Gegenteil sind die Verhältnisse in den niederen, erdnahen Schichten, in denen sich das Chaos ungehemmt - nämlich ohne die Grenzen, die die Materie setzt - austoben kann, noch schrecklicher als auf der materiellen Ebene. Das wahre Wesen des Menschen tritt dort ungehindert zutage - nicht nur zum Guten, sondern auch zum Bösen.
In der jenseitigen Welt gibt es kein Licht. Die einzigen Lichtquellen sind die Ausstrahlungen, das innere Licht der dort Lebenden. Wer davon wenig besitzt, eine ungeistige Aura hat, muß in Finsternis, in geistiger Umnachtung leben. Sie können sich diesen Zustand der Dunkelheit, der hilflosen Unklarheit über die Verhältnisse in der Umgebung nicht schrecklich und furchterregend genug vorstellen. Ein helles Wesen mit lichter Ausstrahlung bringt Erleuchtung.
Die Bewohner dieser Welt orientieren sich mit dem Gefühlswissen, mit einem klaren, bereits im Diesseits geschulten Bewußtsein. Nur wer seine innere Wahrnehmung für das Wesen der Dinge und Kreaturen entwickelt hat, findet sich dort zurecht, erkennt, wo er ist, was ihn umgibt und wer sich ihm nähert.
Das verdeutlich die Notwendigkeit, sich auf Erden gut vorzubereiten: Die geistigen Fertigkeiten, die wir in der überzeitlichen Welt benötigen, müssen im materiellen Leben erworben und entwickelt werden. Wer unvorbereitet hinübergeht, wird drüben nicht zurechtkommen.
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