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Was heißt „platonisches Denken“?












Interessant in der Geschichte ist, wie sich alles entwickelt hat, wie es sich weiter und immer weiter entwickelte - in welche Richtungen man ging und woher manches kam und wohin einiges ging. Philosophen aller Zeiten haben sich damit beschäftigt.
Zitat:

„Platonisch“ denken heißt für Tomberg: in der Vertikalen denken, in der Richtung „oben-unten“. Ohne diese Art des Denkens kann man zum Beispiel den Schöpfungsbericht der Genesis oder das Johannes-Evangelium nicht verstehen; denn hier wird ein Denken vorausgesetzt, das in den Kategorien „oben-unten“ verläuft. Eigentlich ist es aber, wenn man den geschichtlichen Platonismus nimmt, nicht platonisch, sondern älter: Man sollte es besser „hermetisch“ nennen, weil der Grundsatz dieser Denkmethode in der berühmten hermetischen Tabula Smaragdina in lapidarer Form zu finden ist: „Was unten ist, ist gleich dem, was oben ist, und was oben ist, ist gleich dem, was unten ist“, was der Grundsatz der Analogie ist, der ja die Einheit der Welt und die Verwandtschaft aller Wesen und Dinge zur Voraussetzung hat (so in Lazarus, komm heraus, Herder Basel 1984, 33f).
http://www.novalis.ch/zeitschrift/03juliaug/maas.htm

Zitat:

Im Folgenden wird der Versuch einer Antwort auf die Frage vorgelegt: In welche Strömungen und Wege hat Tomberg das denkerisch-spirituelle Bemühen in der Geschichte des Geistes „eingeteilt“? In welcher Strömung hat er sich selbst angesiedelt und gesehen bzw. für welche zeigt er deutliche Präferenzen? In diesem Beitrag untersuchen wir die Schriften aus der Zeit nach 1945. Wir beginnen darum mit Gedanken aus seiner umfangreichen Untersuchung zur „Problemgeschichte der Völkerrechtswissenschaft“ (391 Seiten), die als Habilitationsschrift gedacht war und bislang noch nicht veröffentlicht worden ist.


aus Quelle:
http://www.google.de/search?client=....._de&btnG=Google-Suche
Zitat:
Die Sinai-Offenbarung legt, so Tomberg, ausdrücklich Nachdruck – sowohl ihrem Geiste als auch ihrem Wortlaute nach – auf die Wahrheit Gottes, d.h. auf die bildlose Unvorstellbarkeit Gottes, auf den Weg der „nächtlichen“ Erfahrung Gottes in der Finsternis des Geistes. Der Seiende offenbarte sich Moses unmittelbar im hell-lichten Tagesbewusstsein, ohne symbolische Traumgesichte und Visionen. Er spricht mit Moses direkt und offenbart sich ihm so, wie er ist. Das heißt: Im Sinne der beiden Wege, des Tageswegs und des Nachtwegs, oder des Wegs des Lichtes und des Wegs der Wahrheit, wird die Offenbarung Gottes dem Moses auf dem „Wege der Wahrheit“, auf dem Nachtweg, zuteil, „von Angesicht zu Angesicht“.
Diese Erkenntnis war also zweiseitig: Sie war die unmittelbare Hinwendung Gottes zum Menschen und des Menschen zu Gott – ein gegenseitiges Durchdringen. Darum konnten in der Bibel beide Aussagen gemacht werden, nämlich dass Moses, im Unterschied zu anderen Propheten, Gott unmittelbar erkannte (Num 12, 6-, und dass er von Gott unmittelbar erkannt wurde wie kein anderer Prophet (Dtn 34, 10). Beides war ein Vorgang der gegenseitigen Annäherung, die das Schwinden jeglicher Entfernung bedeutete, auch der Entfernung, welche das „Sehen oder Schauen im Lichte“ voraussetzt. Es handelte sich im Falle des Moses tatsächlich um die Offenbarung Gottes in „seiner Wahrheit“, nicht um die Offenbarung in „seinem Lichte“, es handelte sich also um Gottesoffenbarung im Sinne des Johannes vom Kreuz und nicht im Sinne des Bonaventura.
Nun war der Weg der israelitischen Glaubensgemeinschaft grundsätzlich derselbe, den Moses ging. Es war ein Wüstenweg. Die Wüstenwanderung des Volkes Israel entsprang der inneren Notwendigkeit des Weges des Absterbens und der Läuterung. Er war die Schulung, die innere Vorbereitung auf die Offenbarung, die die Leere des Erinnerungs- und Vorstellungslebens der Seele voraussetzte. Die zwölf Stämme Israels waren auserwählt, um als Vertreter der Menschheit den Wüstenweg der Erfahrung der reinen Offenbarung Gottes, ohne „Bilder und Gleichnisse“, zu gehen und vorzuleben. Sie waren auserwählt, um der Menschheit den Weg der reinen Intuition, der Erkenntnis Gottes mit Ausschluss des Vorstellungsvermögens, zu lehren und vorzuleben – den Weg der inneren Sicherheit, die auf nichts begründet ist, d.h. den Weg des reinen Glaubens (vgl. „Lazarus“ 150-152).
Da wird Bonaventura erwähnt und Scholastik und man merkt, man weiß überhaupt nicht so richtig, was das alles zu bedeuten hat, womit sich die großen Geister aller Zeiten beschäftigt haben. Wie soll man sich über die geschichtliche Entstehung aller Theologien Gedanken machen, wenn man so wenig weiß. Was sagte Calvin und warum streitet man sich um Lehren - was wissen wir eigentlich ganz genau ?

http://www.philos-website.de/index_.....n/bonaventura_g.htm~main2
Die Scholastik ist die christliche Philosophie des Mittelalters. Sie entstand aus den Unterweisungen und der Erziehung der Geistlichkeit in den Klosterschulen. Sie diente anfänglich nur diesem Zweck. Von daher war sie keine voraussetzungslose Forschung, sondern sie hatte die Aufgabe, das, was der Glaube bereits als unumstößliche Wahrheit besaß, vernünftig zu begründen und verstehbar zu machen. Sie war "ancilla theologiae".
http://www.philolex.de/scholast.htm
Hochscholastik / 13. Jahrhundert

Die Weltherrschaft des Aristoteles:
Durch arabische und jüdische Vermittlung wird das gesamte Werk des Aristoteles, auch die bis dahin unbekannten metaphysischen und physikalischen Schriften, den Christen bekannt. Nach und nach entwickelt sich der Aristotelismus zur beherrschenden Philosophie des Christentums. Aristoteles wurde als Vorläufer Christi in weltlichen Dingen, Johannes dem Täufer als Vorläufer Christi in geistlichen Dingen an die Seite gestellt. Sein Werk galt als nicht mehr überbietbare Summe aller weltlichen Weisheit.
Die Berührungen christlichen Denkens mit arabischen und jüdischen Ideen: Das Zeitalter der Kreuzzüge (1096 - 1270) brachte eine folgenreiche Beeinflussung des Abendlandes durch das Morgenland in Kultur, Wissenschaft, Architektur, Handel etc.

Die Summen: Es entstand das Bestreben alles Bekannte in einem alles umfassenden System der Welterkenntnis zusammenzufassen, das seine Krönung in der Theologie hat. Die Summen sind Werke, die dieses versuchen, Enzyklopädien. (von gr. enzyklios und paideia.)

Inhaltsverzeichnis
Kritik am Aristotelismus
Von der Lenkung der Seele
Von den fünf Festen des Kindes Jesu


Zitat:
III 3 Über das erste heißt es im Römerbrief: »Das Unsichtbare Gottes ist seit der Erschaffung der Welt aus dem, was erschaffen wurde, geistig zu erblicken, auch seine ewige Kraft und seine Gottheit« [Röm. l,20]. Seine ewige Kraft und Gottheit werden durch die Wirkung erkannt, denn Gott ist der Grund von allem, und durch seine Kraft ist alles geschaffen worden. Dies geht gegen die Philosophen, die leugnen, daß Vielgestaltiges aus dem Einen und Identischen, das immer dasselbe bleibt, hervorgehe — aus dem Ewigen die zeitlichen Dinge, aus dem Wirklichsten Mögliches, aus dem Festesten die veränderlichen Dinge, aus dem Einfachsten die zusammengesetzten aus dem Höchsten die niedrigsten, sei doch die Wirkung der Ursache ähnlich, diese Ursache aber stehe in den genannten Hinsichten im Gegensatz zu ihrer Wirkung.


Neben Thomas von Aquino war Bonaventura die führende Persönlichkeit der Hochscholastik.

Zitat:
Ferner: Da es die Kraft des Vaters darstellt, stellt es die geeinteste Kraft dar. Aber je geeinter eine Kraft ist, um so grenzenloser ist sie. Also kann jenes Abbild Unendliches darstellen. Und so ist es notwendig, daß aus dem Einen Vieles entstehe. Wenn du also das Wort erkennst, erkennst du alles Wißbare. Der Jude aber kann das nicht erkennen, und doch sagt die Schrift: »Gott sprach: Es werde Licht«. [Gen. 1,3], und immer wieder: »Gott sprach«, d. h., er zeugte das Wort, in dem er alles geordnet hat, und in diesem Ordnen erschaffte er alles. Daher sagt Augustin in den Bekenntnissen:» Durch dein gleichewiges Wort erschaffst du alles, und nur durch Sprechen erschaffst du, dennoch erschaffst du nicht ewig, was du ewig sprichst.«


Zitat:
Was ist die Scholastik? - Zurück zur Übersicht

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Bezeichnung von lateinisch: "schola" - Schule
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philosophische und theologische Bewegung
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baute auf Harmonie zwischen Glauben und Vernunft

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Zitat:

Die Sicht auf Calvin ist von negativen Vorurteilen geprägt. Derzeitige Forschung zeigt einen anderen Calvin: einen sozial engagierten, einfühlsamen Theologen und politisch engagierten Menschen. Calvin leistete einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung der modernen Demokratie.
Ein Beitrag von Reiner Rohloff.


Alles baut sich auf dem anderen auf - nichts steht allein und eines folgt dem anderen. Also gibt es nichts Getrenntes - dreht sich doch alles um Gott - egal in welcher Ausführung und Auffassung.
http://www.reformiert-info.de/side......mp;part3_id=56&navi=7


Und worum streiten wir uns eigentlich ?
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum II


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