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Physische Eigenschaft












Hallo Phan,
man du stehst aber früh auf .......


Zitat:
Zitat: jivatma
Das Lebewesen wird durch höhere Aufsicht gezwungen einen bestimmten Körper anzunehmen, je nach seinen vergangenen Taten.


Zitat:
mir wurde es auch so erklärt aber dabei sind bei mir Fragen aufgekommen die ich mir selbst nicht beantworten kann

die vergangenen Taten bestimmen auch den geistigen Körper von daher müssten besonders schöne Menschen auch ein schönes Ich haben aber wie man weiss kann man das Innere eines Menschen nicht immer nach dem äußeren bestimmen also wie sind die geistigen und die physischen Eigenschaften miteinander verknüpft?


Sehr gute Frage,
ich erklär's dir so wie es in der "Bhagavad-Gita wie sie ist" erklärt wird, da ich mich leider an meinen letzten Körperwechsel nicht erinnern kann. Vertraue ich der sehr fundierten Aussage Shri Krishnas.

Ich muss etwas ausholen ... (sorry für die Länge)

Die transzendentale Seele (jivatma) verlässt beim "Tod" den groben Körper mit drei verschiedenen feinstofflichen (materiellen) Umhüllungen.
1. Die "gröbste" dieser feinstofflichen Hüllen ist der Geist, mana (die mentale Ebene des Denkens, Fühlens und Wünschens)
2. Die Intelligenz , buddhi (Unterscheidungsvermögen) ist von feinstofflicherer Natur als der Geist.
3. Das falsche Ego, ahankara(die falsche Identifikation mit dem groben und feinstofflichen Körper) ist die feinstofflichste Hülle.
Je feinstofflicher die Hülle um so mächtiger ist sie!

Es wird erklärt, das der materielle Kosmos eine Umhüllung aufweist, die von keiner Seele passiert werden kann die noch eine feinstofflich, materielle Umhüllung hat (mana, buddhi, ahankara).
Auf der transzendentalen Ebene ist der Körper und die individuelle Seele eins (es gibt keinen Unterschied zwischen Seele und Körper, beides ist transzendental). Jedes Lebewesen behält den transzendentalen Körper wenn es in die materielle Welt "hinabfällt", dieser wird lediglich von den feinen und groben materiellen Umhüllungen bedeckt.
Und die feinste dieser Umhüllungen, ahankara, lässt das transzendentale Lebewesen denken, "ich bin dieser materielle Körper".

Von diesem Zeitpunkt an, geht das bedeckte Lebewesen fruchtbringenden Tätigkeiten nach - ICH will geniessen. (von der Mikrobe bis zu den, den Kosmos Verwaltenden Göttern/Erzengeln)

Wenn der Kosmos vernichtet wird, gehen alle bedeckten Seelen in den Körper Shri Vishnus ein und verbleiben dort bis zur nächsten Schöpfung. Bei der nächsten Schöpfung erhält jedes Lebewesen wieder den Körper den es im letzen Leben hatte. Und so verbringt das Lebewesen Milliarden von Leben im Kreislauf von Samsara.

Auf dieser ganzen "Reise" begleitet die Überseele, Param-atma (die Höchste Persönlichkeit Gottes) das Lebewesen durch all seine Körper.
Der Jivatma und der Paramatma sind von gleicher Qualität (transzendental) jedoch ist der Herr immer der Allmächtige und der jiva (Funke) immer dem Herrn untergeordnet.
Der Paramatma, weilt in unserem Universum auf einem transzendentalen Planeten namens Svetatvipa. So wie sich die Sonne in vielen Wassertöpfen widerspiegelt und doch an einem Ort verweilt, so ist der Param-atma, die höchste und grösste Seele im Herzen aller Lebewesen gegenwärtig. Der Höchste Herr begleitet auf diese Weise das bedingte Lebewesen durch alle Körper und nimmt auch alle Wünsche war. ER erfüllt dem Lebewesen jedoch nur diese Wünsche die es karmisch "verdient".
Die "Schönheit" eines Körpers, kann auf dem Weg zur Befreiung aus dem Kreislauf von Geburt und Tod sehr hinderlich sein! (sie steigert die falsche Identifikation des Ich mit dem vergänglichen Körper)
Und je mehr sich ein Lebewesen mit seinem zeitweiligen Körper identifiziert, je abscheulicheren Tätigkeiten geht es nach. ---> nach der Philosophie: "es wird ja so oder so sterben und nach dem Tod ist alles vorbei"

So rennen alle den äusseren (sinnlichen) Genüssen nach und vergessen sich selbst.

Der Herr oder Seine Bevollmächtigten erscheint in der materiellen Welt immer wieder um den bedingten Seelen den Weg zu weisen auf dem sie aus dieser unsichtbaren Umklammerung befreit werden. (nur Gott kann die wahre Religion aufstellen nicht die Lebewesen)

Es gibt keine Selbstbefreiung, nur der Höchste Herr der auch Mukunda genannt wird (derjenige der Befreiung gewährt) kann die bedingte Seele befreien.
Wenn das Lebewesen nach Befreiung strebt, schenkt der Herr dem Suchenden die Intelligenz Ihn zu erreichen und sich Ihm zu ergeben. (je nach Bemühung/Ehrlichkeit/Aufrichtigkeit)
Nach vielen, vielen frommen Tätigkeiten (was nun wirklich fromm ist, ist wieder ein anderes Thema) darf eine solch grosse Seele an dem Ort Geburt nehmen an dem der transzendentale Höchste Herr persönlich erscheint um die ewige Religion der Seele zu predigen.
Durch Gemeinschaft mit dem Höchsten Herrn (ein Blick des Herrn kann genügen sofern der Herr dies wünscht), vergisst das bedingte Lebwesen nie wieder den Herrn. Und so gelangt es, von transzendentaler Liebe für den Herrn erfüllt, die Höchste Destination des Lebens - das ewige Leben, jenseits der materiellen Manifestation.
Auf diese Weise erlangen hunderttausende grosser Seelen die transzendentale Welt, wenn der Herr erscheint.

Es gibt im Kosmos sowohl mächtige Diener Gottes (suras) als auch mächtige Dämonen (asuras).
Wenn der Höchste Herr persönlich in der materiellen Welt erscheint, lässt er sowohl die suras als auch die asuras an diesem Ort Geburt nehmen. ER vernichtet die Dämonen und beschützt die Gottgeweihten.
Die Dämonen die vom Herrn persönlich getötet werden, erreichen Befreiung im unpersönlichen Brahman (Brahmajioti, die gleissende Ausstrahlung des Herrn) und werden somit von allen karmischen Reaktionen die sie verursacht haben erlöst. Die Geweihten des Herrn erreichen die transzendentalen vaikuntha Planeten in der spirituellen Welt wo sie ewig mit dem Herrn in verschiedenen Beziehungen zusammen sind und ihm dienen.

Es heisst, das die zeitweilige materielle Welt eine verzerrte Widerspiegelung der ewigen transzendentalen Welt ist. Und das die reine motivlose, dienende Liebe zum Höchsten Herrn (prema) in der materiellen Welt sich zu Lust (kama) wandelt.
Kama kann sowohl feinstofflicher, als auch grobstofflicher Natur sein.
Das was wir als "Liebe" bezeichnen ist nichts anderes als kama, zeitweiliges sich hingezogen fühlen. Transzendentale ewige Liebe existiert nur in Verbindung zur Höchsten Persönlichkeit Gottes.

Nochmals sorry für die Länge,
aber ich liebe es in der Bhagavad-Gita und dem Shrimad Bhagavatam zu lesen und dann kann es schon mal länger gehen bis ich aufhören kann ....
Gruss
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum II


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