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http://www.philosophia-esoterica.net/
Ich hatte intuitiv einige Bedenken, mich in eine Rückführung hinein zu begeben, weil in mir etwas sagte, daß es doch von allein käme, wenn es denn soweit wäre. Es bringt den Menschen nur durcheinander. Warum soll ich irgendeines der Leben noch einmal durchleben ?
| Zitat: |
4. Die Nachteile der Methode der Reinkarnations-Therapie
Die Nachteile der Reinkarnations-Therapie sind:
1. Der schlafähnliche Zustand schwächt die Bewußtheit.
2. Mit der Einflüsterung steht der Patient den Befehlen einer anderen Person zur Verfügung. Dadurch gibt er einen Teil seiner Selbstständigkeit auf.
3. Der Patient kann Befehle empfangen, Ereignisse schauen, welche er in vollem Wachzustand niemals akzeptieren würde; z. B. Schauen vom Töten eines Menschen, Schauen von betrügen, lügen, usw.
4. Die Echtheit des Geschauten ist nicht gesichert; man weiss nicht ob dies wahr oder eingebildet ist. Der Beweis für die Richtigkeit des Geschauten kann nicht erbracht werden.
5. Für den üblen jetzigen Zustand, werden üble Taten in den vergangenen Leben gesucht. Man ist also auf der Suche von Negativitäten, welche für die Ursachen der gerade laufenden negativen Inkarnation verantwortlich sein könnten. Wer aber die vorliegende Beschreibung der Lehre der Reinkarnation gelesen oder studiert hat, weiss, dass diese Annahme niemals richtig sein kann.
6. Die Patienten beklagen nach mehrere Sitzungen oder nach Abschluss der Therapie eine unbestimmte Schwachheit und eine "Nachbeschäftigung mit den Geschauten Negativitäten".
7. Das Zurückschauen der vergangenen Inkarnation erfolgt zwanghaft, nicht aber aufgrund eines langen Entwicklungswegs. Wenn die natürlichen Voraussetzungen gegeben sind, wird jeder Mensch sich an seine frühere Inkarnation zurückerinnern können. Ein zwanghafte Rückführung leidet nicht nur an Qualität, sondern wird zudem Schaden verursachen.
8. Die Reinkarnations-Therapie ist keine esoterische Praxis, denn sie zieht in die Vergangenheit, nicht aber in die Gegenwart. Alle buddhistischen und esoterischen Schulen stimmen damit überein, dass das Schwergewicht in der Achtsamkeit, Selbstbeobachtung der gerade laufenden Inkarnation der Gegenwart zu setzen ist, nicht aber der Vergangenheit. Die Satipattana-Übungen sind Beispiele hierfür.
9. Die Reinkarnations-Therapie ist ein kirchlicher, "magischer Rest"; die Kirchen-Lehre legt sehr großen Wert auf die Hoffnung; Liebe, Glaube, Hoffnung, sind die drei wichtigsten Tugenden des kirchlichen Christentums. Hoffnung aber ist auf die Zukunft gerichtet; da die ReinkarnationsTherapie auf die Vergangenheit gerichtet wird, ist sie der Hoffnung vergleichbar, die in die Zukunft schaut. Beide - Vergangenheit und Zukunft - stehen in Widerspruch zu einer esoterischen Praxis, die, ausgesprochen in die Gegenwart gerichtet ist. Die Reinkarnations-Therapie kann also nicht als "esoterisch" bezeichnet werden.
10. Die Reinkarnations-Therapie, geschieht in einem schlafähnlichen Zustand, in dem der Therapeut, verhältnissmässig leicht, den Patienten dirigieren kann. Der Patient tritt - wohl oder übel - ein Teil seines Willens ab. Dies steht in Widerspruch zu der Anweisung "sich ständig selbst zu beobachten", willentlich, ohne die Hilfe eines Driten zu beanspruchen, wie von der Übung der Sattipattana gefordert wird.
Von daher ist die Reinkarnations-Therapie - esoterisch betrachtet - abzulehnen.
Deshalb sei nochmals - zur Überlegung - der Ausspruch Siddhartas wiederholt:
"Wach sein, ihr Mönche, ist alles".
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