Frage: Lässt sich Gott beweisen?


Liebe Luna,
Zitat:
wenn ihn Menschen in einem Buch mit sich tragen dann ist das eben so,
es gibt eben vielerlei Arten und Weisen, Gott nahe sein zu wollen...

jaha - wenn's nur das wäre... Das Problem ist, dass so viele nicht Ihm
nahe sein, sondern Ihn in der Tasche und verfügbar haben wollen, wenn
sie ihn mal brauchen - und ihn darin verschwinden lassen, wenn er ihnen
lästig ist...
Zitat:
aber sag' lieber Wu, was ist dann mit den Völkern, die nicht schreiben
können ? Und auch an Gott glauben...oder auch an viele verschiedene
Götter....jetzt sag' nicht, die malen es dann halt, das giltet nicht

Ja, das ist wohl so wie mit den Gottesbildern überhaupt - das muss nicht
eine mit Goldbronze angestrichene Statue in der Kirche oder ein kitschiges
Essig-und-Ölbild im Schlafzimmer sein - die meisten (und hartnäckigsten)
Gottesbilder finden wir in unseren eigenen Köpfen...
Aber Du hast schon auch recht - je weiter man in der Entwicklungsleiter
der Religionen zurückgeht, desto weniger scharf - und damit desto
weniger falsch - werden diese Bilder

() Wu
ach..*mir-mal-an-den-Kopf-patsch*...jetzt hab ich das mit :in die Tasche (ver)stecken, verstanden !

...aber eigentlich ist das gar nicht komisch....
Gemessen am Erkenntnisstand der Menschen früher, lieber Wu, ist das schon richtig mit dem "je weiter zurück umso weniger scharf und umso
zutreffender". Fortschritt im Denken erleichtert nicht nur, sondern kompliziert auch...
Hallo alle zusammen!

Es ist woran man glaubt.

Glaubt man an Gott, so muss man ihn nicht beweisen und man versucht es gar nicht erst - weil es, für einen gläubigen Menschen, ja selbstverständlich ist dass Gott exestiert.

Glaubt man nicht an Gott versucht man "ihn" erst recht nicht zu beweisen, da man ja nicht beweisen kann, dass etwas nicht exestiert.

Also ist es, wie schon gesagt wurde, eine Frage der Einstellung - eine Frage des Glaubens.

Gruß, Haug
Ich bin der überzeugung das es ein höheres Wesen gibt.

Man sollte sich mal an der Nase nehmen und sich aufraffen einen Sonnenuntergang anzusehen. Ist dieses wunderbare Schauspiel das wir verfolgen können mit unseren Augen nur Zufall? Diese einmalige Verfärbung des Himmels...ich hatte das Glück einen einmaligen Sonnenuntergang mitzuerleben. In Teneriffa wurde ich Zeuge eines unglaublichen Spektakels:

Alles färbte sich rosarot, der Himmel wolkenlos und rot-glänzend, das Rauschen des Meeres -die Farbe des Meeres. jeder an diesem Ort und zu diesem Zeitpunkt stand einfach nur da und genoß diesen einen Augenblick in Stille. Ich bin mir sicher das jeder Anwesende damals sich gedacht hat:romantischer geht es nicht mehr, kein Hollywood-Film schafft es eine solche Atmosphäre herzustellen. In keinem Film sah ich je einen perfekteren Moment.

Seitdem dachte ich mir das diese unsere Welt einfach kein Zufall ist. Das wir mit unseren Augen ein Farbspektrum erfassen können das uns erfreut ist kein Zufall. Wir sollen uns daran erfreuen. Es wurde uns die Gabe gegeben uns zu erfreuen, romantische Gefühle zu haben. -Auch das ist kein Zufall. Die Wissenschaft kann nicht erklären warum wir Gefühle besitzen. Nicht nur wegen dem exestenziellen, um uns Gefahr anzuzeigen sondern:

Liebe (wie erklärt die Wissenschaft den Sinn der Liebe)
Mitgefühl (warum haben wir mitleid?)
Fürsorge usw usw

wir sind mit MEHR ausgestattet als das wir es zum bloßen Überleben brauchen. MEHR als wir benötigen um durch den Alltag zu kommen.

Einzigartig ist des Menschen Gabe Gut und Böse zu unterscheiden. Zum Beispiel:

Wenn ein Mensch eine Maus quält weis er ganz genau welchen Schmerz er zufügt. -eine Katze weiß das nicht.

Die Natur wurde uns in die Hände gelegt um uns zu erfreuen.
-Sonnenuntergang
-das Singen der Vögel(es wurde nachgewiesen das Vögel nicht nur damit kommunizieren sondern sie singen aus reinem Vergnügen, oft mehrere Vögel im Duett mit unterschiedlichen Tönen die aus mehreren Vogelkehlen perfekt ineinandergreifen -warum?)
-das einzigartige Aurora Borealis
-eine Vollmondnacht
-etc

Denkt darüber nach woher diese Schönheit kommt! -sicher kein Zufall wie es uns die Physik glauben machen will. Ich bin jedenfalls zutiefst dankbar dies mitzuerleben.

lg an alle von phödi
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Who are you? -Do you have anything worth living for?
weil wir immer nach beweisen suchen, vergessen wir das schöne an der existens der dinge. abgesehen davon, würde ich nach beweisen für gott suchen, müsste ich dann nicht auch eure existenz in frage stellen? man sagt, was man nicht sehen kann gibt es nicht, was ich von euch sehe, sind worte und bilder aber gibt es euch, oder veralbert mich mein computer und das internett ist eigentlich nur ein computerprogramm? wenn ich von gott beweise für seine existenz fordere, müsste ich das gleiche nicht mit euch tun???
Liebe phödi,

der Vergleich mit der Liebe...ja kann man auch nicht "anfassen" oder "sehen" setzt sich aus so vielem zusammen....und dennoch gibt es sie. ..und Liebe muß man auch nicht "beweisen", es sei denn, man kennt sie nicht.

LG
Luna
Nja, liebe Luna -

ist ja auch wieder eine Parallele -
wer Gott kennt, dem braucht man ihn nicht beweisen -
und wer ihn nicht kennt, dem kann man's nicht...
phödi hat folgendes geschrieben:

Einzigartig ist des Menschen Gabe Gut und Böse zu unterscheiden.


Ich denke, es ist nicht nur die Fähigkeit, zwischen "Gut und Böse" zu unterscheiden, sondern überhaupt zu unterscheiden. Dadurch entsteht erst unser sprachlich-gedanklich konstruiertes und strukturiertes Weltbild.

Allerdings, wo wir die Grenzen der Unterscheidung ziehen, ist sehr individuell und kulturabhängig. Genauso wie Eskimos zwischen 30 verschiedenen Arten von Schnee unterscheiden können und wir nur zwischen 4-5 (unsere deutschen Nachbarn wahrscheinlich nur zwischen "Schnee" und "nicht Schnee" ), sind auch die Grenzen von Gut und Böse kulturell abhängig.
was ist eigentlich, das was gott wirken lässt. ist es nicht der glaube an ihn?

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