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Herzliche Grüsse, Gabriele!
Danke, dass du mich als friedlichen Muslim siehst! Das bedeutet mir viel.
Ich kann dir eigentlich fast nur zustimmen. Selbst Gott will nicht, dass es nur eine Religion gibt, sondern verschiedene. Gott spricht im Koran, dass Er uns alle bewusst verschieden erschaffen hat, damit wir uns einander kennenlernen - also nix da von Evolution zurück, wie du das so schön schreibst.
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Ich habe irgendwo diese Aussage gefunden:
Würdest Du das auch so sehen ? |
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"Allah ist der größte, und Mohammed ist sein Prophet. Es gibt keinen Gott außer Allah" - so ruft fünfmal täglich der Muezzin die Moslems
zum Gebet. |
Das sehe ich nicht so. Der Ruf zum Gebet sollte den Namen "Mohammed" nicht beinhalten, weil es gegen den Koran geht (vgl. 72:18 ).
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Der Islam ist nach seiner eigenen Anschauung die letzte
und höchste Offenbarung Gottes. |
Dass der KORAN, die SCHRIFT, die letzte Offenbarung ist, dem stimme ich zu - aber hier wird mit Wörtern gespielt.
Islam bedeutet ja "Hingabe". So gibt es auch einen Islam, der Satan gewidmet sein könnte, oder einen Islam, der menschlich ist (der Mislam, wie ich immer zu sagen pflege).
Den Islam gab es bereits seit Abraham, inklusive aller Praktiken. Der Koran als letzte Offenbarungsschrift hat einige, wenige Veränderungen genommen (wie z.B. das Verbot aufgehoben, während dem Fastenmonat Ramadan keinen Geschlechtsverkehr zu haben - durch den Koran wurde den Menschen vergeben, dass sie gesündigt hatten und es wurde ihnen erlaubt, nach dem Fasten am Abend nach Sonnenuntergang mit ihren Frauen wieder Liebe zu machen).
Ob der vermeintliche Islam die höchste Offenbarung ist, das kann nur Gott beurteilen und sowas steht den Menschen nicht zu. Für mich sind alle Offenbarungen von Gott das Höchste. Auch seine "kleinen Wunder im Alltag" sind für mich höchste Offenbarungen der Schöpfungskraft.
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| Gott hat sich in der Geschichte durch viele Propheten offenbart, unter ihnen Mose und Jesus, aber diese Offenbarungen (also auch der jüdische und der christliche Glaube) sind nicht mehr gültig, da die Offenbarung Allahs an Mohammed die Erfüllung des Werkes Gottes mit den Nationen bedeutete. Juden und Christen, so der Islam, haben die heiligen Schriften verfälscht, allein der Koran gibt die wahre Version der Geschichte an. |
Nun, dies riecht für mich nach "Imitationsmentalität", was heisst, das hier seit mehreren Jahrhundert nur das nachgeplappert wird, was man gelernt hat. Es ist richtig, dass die Schriften vor dem Koran verfälscht wurden, aber nicht in diesem Mass, dass es nicht mehr für Menschen gelten könnte.
Der Koran spricht in Sure 5 davon, dass die Christen ihre Quelle und die Juden ihre Quelle haben.
Zur Zeit Mohammeds wurde es den Juden durch den Koran verboten, Mohammed zum Richter zu machen - denn das galt als Verrat der Tora gegenüber.
Wie aber wollen sie dich zum Richter berufen, während sie doch die Thora in ihrem Besitz haben, worin Gottes Richtspruch ist? Hierauf, und trotz alledem, kehren sie (Ihm) den Rücken; und sie sind nicht als Gläubige zu bezeichnen. [5:43]
Man fragt sich hier, wieso Millionen von Muslime meinen, die Tora habe ihre Gültigkeit verloren, wenn Gott persönlich den Juden verbietet, Mohammed zum Richter zu machen.
Analog verhält es sich mit dem Christentum.
Dazu kommt ja noch, dass die so genannten "Muslime" selbst Opfer der Verfälschung der Religion geworden sind - durch die vielen Lügen der Ahadith bzw. Sunna, die dann noch dem Propheten zugeschrieben worden sind. Voller Frauenhass, voller Gewalt, voller Brutalität, voller Ego-Mentalität.
Aus solchen Quellen entsteht der Gedanke, die Religion auch gewaltsam verbreiten zu müssen.
Nicht alle Sunniten sind so. Das will ich noch erwähnt haben. Es gibt viele Sunniten, die durchaus friedlich sind (meistens kommt das aber daher, dass sie die Ahadith wenig gelesen haben).
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| Abraham, so der Koran, hat in Wirklichkeit nicht Isaak Gott opfern wollen, sondern Ismael, den Stammvater der Araber. |
Das stimmt.
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| Der Islam hat also nach eigener Anschauung das Juden- und Christentum ersetzt. |
Vollendet, nicht ersetzt. Der Koran ist das einzige Buch, das wahrhaftig geschützt ist! Der 19er Code bestätigt es rational und objektiv.
Es geziemt Gott nicht, Sich einen Sohn zu nehmen. Gepriesen sei Er! Wenn Er etwas beschließt, so spricht Er nur: "Sei!" und es ist. [19:35]
4:171 - Übersetzung Paret
Ihr Leute der Schrift! Treibt es in eurer Religion nicht zu weit und sagt gegen Gott nichts aus, außer der Wahrheit! Christus Jesus, der Sohn der Maria, ist (nicht Gottes Sohn. Er ist) nur der Gesandte Gottes und Sein Wort, das Er der Maria entboten hat, und Sein Geist von Ihm. Darum glaubt an Gott und seine Gesandten und sagt nicht (von Gott, dass er in einem) drei (sei)! Hört auf! Das ist besser für euch. Gott ist nur ein einziger Gott. Gepriesen sei er! (Er ist darüber erhaben) ein Kind zu haben. Ihm gehört, was im Himmel und auf Erden ist. Und Gott genügt als Richter.
Was ich sehr interessant in 4:171 finde ist der Satz "Treibt es mit eurer Religion nicht zu weit." Das heisst für mich, dass es Menschen gibt, die religiöser sein wollen als Gott persönlich - Gott will das nicht, Er will, dass wir menschlich bleiben und die Gerechtigkeit und den Frieden gewähren - Er will von uns die wahre Menschlichkeit - und die Anleitung dazu ist der Koran.
Meine letzte Entdeckung war, dass der Koran lediglich die wortwörtliche Auslegung von "Sohn Gottes" schärfstens kritisiert. Wer die entsprechenden Verse sieht, kann es sehen. Natürlich ist es sicherer, von Jesus nicht als "Sohn Gottes" (wenn auch nur metaphorisch) zu sprechen, sondern direkt als Gesandten/Wort/Propheten Gottes.
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Wer aber ist Allah dann, wenn er nicht Gott ist?
Allah ist die Person, die im Koran, (wörtlich: dem viel zu lesenden
Buch) als allmächtiger Gott dargestellt wird. |
Allah ist keine Person. Allah leitet sich im arabischen von Al-Ilah ab, was soviel wie "der Gott" bedeutet (der Artikel auf arabisch ist geschlechtsneutral).
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| Jedoch spricht Allah nie selbst zu Mohammed, dem Empfänger der Offenbarungen, sondern Gabriel. |
? Ich vermute stark, dass du diesen Text von einer christlichen Seite hast, nicht wahr?
Im Koran (welches vom Heiligen Engel Gabriel lediglich überliefert worden ist, so eine Art Postbote zwischen den Medien des Jenseits und dieser Welt) gibt es die Anweisung Gottes für Mohammed, dass er sprechen soll. Gott erwähnt an anderer Stelle zum Beispiel auch, dass er Mohammeds Traumvision erfüllt habe. Oder direkt wird Mohammed auch angesprochen, indem Gott ihn lobt: Du besitzt wahrlich grossartige Tugendschaften. Oder ihn auch manchmal tadelt:
O Prophet! Warum verbietest du das, was Gott dir erlaubt hat, um nach der Zufriedenheit deiner Frauen zu trachten? Und Gott ist Allvergebend, Barmherzig. [66:1]
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| Allah war der Mondgott des arabischen Stammes Mohammeds und einer der 360 Götzen, die zur Zeit Mohammeds in der Kaaba in Mekka standen. |
Ob die Zahl 360 stimmt, weiss ich nicht, aber die Bezeichnung "Allah" war der Begriff für den Höchsten Gott in diesem Polytheismus, so zu sagen der "Supergott unter den Göttern". Als Mohammed mit seiner Offenbarung kam, sprach er die Worte "La ilaha illa Allah" aus (Es gibt keine Gottheit ausser Gott).
Leider wissen viele Muslime die Geschichte Arabiens nicht und verstehen den historischen Sinn dieses Satzes nicht, der bei mir, als ich zum ersten Mal über den Polytheismus in Arabien las, sofort an Bedeutung gewonnen hatte.
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| Der Ruf „Allah Akbar", der von jeder Moschee fünf Mal am Tag zu hören ist, bedeutet nicht etwa "Gott ist der Größte" sondern vielmehr "Allah ist größer". Größer als was? Größer als die anderen 359 Götter? |
Der Ruf "Allahu Akbar" bedeutet "Gott ist grösser (als alles)"
Gott ist grösser als der Grösste (klingt grammatikalisch völlig irrsinnig, aber so sehe ich den Sinn dahinter).
So viel mal dazu!
Ich hoffe, ich konnte zufriedenstellende Antworten geben.
Und Frieden!
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