Körper, Geist und Seele?


Das liebe sternesucherin, ist ein "schwieriges" Thema..

Buddhisten glauben, das die Seele des Menschen in einem Zwischenreich sich den neuen Körper auf Erden aussucht, um die Fehler im vorhergehenden Leben wieder gut zumachen und vorallem daraus für das kommende Leben zu lernen (Wu korrigiert mich bestimmt, wenn ich hier was Falsches sage..). Der Kreislauf der Wiedergeburt ist nur dann unterbrochen, wenn die Seele des Menschen allen materiellen Bedürfnissen entsagt hat und sich ganz der Unendlichkeit zu wendet.

Die Wiedergeburt nach Judentum, Christentum und Islam bezieht sich darauf, das alle Verstorbenen am "Tage des jüngsten Gerichtes" leibhaftig vor dem Thron Gottes stehen und Rechenschaft über ihre Verfehlungen wärend ihres irdischen Daseins ablegen.

Bha`i dagegen glauben nicht an die Wiederkehr der Seele in einen neuen Körper und auch nicht, dass die verwesten Körper der Toten an einem bestimmten Tag vor Gottes Thron stehen. Die Baha`i glauben, dass die Toten in ein jenseitiges Reich eingehen - ähnlich wie Buddhisten-, das sie dort einen Platz gemäss ihrer geistigen Entwicklung finden und sich von dort aus weiter entwickeln können. Im bildlichen Sinn gibt es ein "Tag des jüngsten Gerichtes" auch für Baha`i, aber nichtz in Form einer Buss- und Gerichtsverhandlung wie im Christentum oder im Islam, sondern eher die Zuweisung an den Platz im Jenseits, von dem aus sich die Seele weiter entwickeln kann.

Einen materiellen Körper im Jenseits oder Zwischenreich gibt es nicht. Nach Überzeugung der Baha`i, der Buddhisten und der Hinduisten ist die Seele im nächsten Reich von den materiellen Bindungen erlöst. Zunehmend gehen auch Christen und Muslime davon aus, dass die jenseitige Welt eine Welt des Geistes ist; man könnte sagen (spekulativ): eine Welt der Energie und nicht der Materie.

Was es nun tatsächlich ist, die "Welt", in die wir eingehen werden, werden wir erst beantworten können, wenn wir die Radieschen von unten sehen.

Ich persönlich bin davon überzeugt, das wir dort einen "Astralkörper" haben werden, also eine "Hülle aus Energie". Diesen haben wir wahrscheinlich schon auf dieser Welt; manche Weise und Gurus sind in der Lage, diesen Astralkörper, der von unserem materiellen Körper überlagert wird, auch schon in dieser Welt zu sehen. Auch hier hat Wu bestimmt bessere Informationen als ich.
Hallo Thomas,
Zitat:
Buddhisten glauben, das die Seele des Menschen in einem Zwischenreich sich den neuen Körper auf Erden aussucht, um die Fehler im vorhergehenden Leben wieder gut zumachen und vorallem daraus für das kommende Leben zu lernen (Wu korrigiert mich bestimmt, wenn ich hier was Falsches sage..). Der Kreislauf der Wiedergeburt ist nur dann unterbrochen, wenn die Seele des Menschen allen materiellen Bedürfnissen entsagt hat und sich ganz der Unendlichkeit zu wendet.

Hm - das ist eine eher westliche Sichtweise, stark beeinflusst von dem, was sich [nur] im tibetischen Buddhismus später entwickelt hat. Im Allg. wird das 'Ich' - und damit die Seele - im Buddhismus überhaupt als Illusion angesehen, als letztlich nichtexistent - und was nicht da ist, kann auch nicht wiederkommen... Was Du da beschreibst - auch das mit der Entsagung - trifft eher auf den Hinduismus zu (von dem der tibetische Buddhismus - 1000 Jahre nach dem Tod des Buddha - unter mehreren Aspekten beeinflusst wurde).
Zitat:
Die Wiedergeburt nach Judentum, Christentum und Islam bezieht sich darauf, das alle Verstorbenen am "Tage des jüngsten Gerichtes" leibhaftig vor dem Thron Gottes stehen und Rechenschaft über ihre Verfehlungen wärend ihres irdischen Daseins ablegen.

Das meinte ich eigentlich weniger als das 'Wieder geboren werden', von dem Jesus in seinem Gespräch mit Nikodemus spricht.
Geb ich Dir recht, lieber Wu - meine Interpretation des Buddhismus hier konnt aus dem tibetanischen Buddhismus. - Einfach: Der ist im Westen bekannter als die anderen Schulen.

Zur geistigen Wiedergeburt später, habe im Moment wenig Zeit und bin nur so am durchblättern, was es "Neues" gibt..
Guten Abend liebes Forum,

damit ihr einen Einblick in meine Sichtweise bekommt, bekenne ich mich als Christ. Die exakte Ausrichtung lasse ich offen. Ferner bin ich 23 und halte Spiritualität für sehr wichtig.

Die Ansicht über Körper, Seele und Geist leite ich aus der Bibel ab. Hier ist der Körper die Behausung des Geistes auf Erden. Der Geist ist das Bewusstsein. Die Seele ist die Gesamtheit von Geist und Körper, der lebende Mensch. In der Bibel steht "die lebende Seele", ergo kann die Seele nach biblischem Verständnis sterben. "Die Toten sind sich nicht des geringsten bewusst.", ein weiterer Ausspruch, der das berstätigt. Auch Larzarus, der von Jesus wiedererweckt wurde, errinerte sich an nichts, als er Tod war. Gott [Jahwe] errinert sich allein an jedes Detail, das den Menschen ausmacht und kann ihn zurückkehren lassen. Was genau passiert, wenn der Mensch tot ist, wissen wir, wie Thomas richtigerweise erkannte, erst, wenn WIR sterben.

Sebastian
Lieber Sebastian,

das Lazarus sich nicht an das Leben der jeneseitigen Welt erinnern konnte, kann auch damit zusammenhängen, das das Leben dort schöner sein kann, als in der materiellen Welt - und damit er sich der Erinnerung wegen nicht gleich von der nächsten Klippe stürzt, hat Gott ihm die Erinnerung daran genommen..

Ausserdem gibt es im Neuen Testament viele Hinweise darauf, das Tod nicht unbedingt mit dem körperlichen Tod gleichzusetzen ist : "Lasset die Toten die Toten begraben" sagt Jesus. Da diejenigen, die andere begraben, hier sicherlich keine Zombies sind, kann man das eigentlich nur so interpretieren, das die geistigen Toten die körperlich Toten begraben. "Geistig Tod" wäre dann: "nicht aufnahmefähig" für die geistigen Wahrheiten, die von Jesus verkündet wurden. Es muss sich nicht zwangsläufig auf eine "Nicht-Existenz" beziehen.
Hallo Sebastian,

Zitat:
In der Bibel steht "die lebende Seele", ergo kann die Seele nach biblischem Verständnis sterben. "Die Toten sind sich nicht des geringsten bewusst.", ein weiterer Ausspruch, der das berstätigt.
Im Alten Testament finden sich verschiedene Auffassungen darüber, und das ist auch im heutigen Judentum so; mit dem Ausdruck 'lebende Seele' muss nicht notwendig gemeint sein, dass auch Seelen buchstäblich 'sterben'.
Zitat:
Auch Larzarus, der von Jesus wiedererweckt wurde, errinerte sich an nichts, als er Tod war. Gott [Jahwe] errinert sich allein an jedes Detail, das den Menschen ausmacht und kann ihn zurückkehren lassen. Was genau passiert, wenn der Mensch tot ist, wissen wir, wie Thomas richtigerweise erkannte, erst, wenn WIR sterben.
Oder auch nicht... Ob sich Lazarus an etwas erinnerte oder nicht, ist dem NT nicht zu entnehmen.

Thomas hat folgendes geschrieben:
das Lazarus sich nicht an das Leben der jeneseitigen Welt erinnern konnte, kann auch damit zusammenhängen, das das Leben dort schöner sein kann, als in der materiellen Welt - und damit er sich der Erinnerung wegen nicht gleich von der nächsten Klippe stürzt, hat Gott ihm die Erinnerung daran genommen..
Auch das ist Spekulation - wir wissen es schlicht und einfach nicht.
Daß ein Frommer und Gerechter aus 'Heimweh' nach dem Jenseits sich selbst umbringen würde, halte ich aber für wenig wahrscheinlich
Nach meiner Ansicht ist die Seele nicht nur das Ergebnis von Nervenzellen, die in einer bestimmten Anordnung Signale weiterleiten. Vielmehr hat das reine Ich-Gefühl Zugang zum materiellen Bewusstseinzentrum im Gehirn, agiert demnach als Beobachter der Interpretationen, die von den Orozessen im Gehirn ausgehen. Warum sehen wir etwa die Farbe rot so wie wir sie sehen? Man kann einem anderen Menschen nicht erklären, wie rot aussieht, nur die Wirkung (in dem Fall impulsiv und energiegeladen) kann man beschreien. Menschen, die nicht farbenblind sind, haben so gesehen ein etwas anderes Bild von der Farbe rot, weol jede Seele anders ist. Dies trifft auch auf jede anderen Sinneswahrnehmungen zu, obwohl Menschen rein physikalisch gesehen nur verschiedene Sinneseindrücke unterscheiden können. Was wäre wohl, wenn sich heisses Wasser von der Geburt an kalt anfühlt und umgekehrt. Es würde keinen Unterschied machen, weil man dieses Gefühl von Anfang mit der Bezeichnung kalt uoder heiß in Verbindung bringt. Jede Seele ist also von Anfang an geprägt und unterscheidet sich immer ein bisschen von anderen Seelen. Das Ich-Gefühl ist die Seele ohne jegliche Prägung.
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Die Seele kann in der Quantenwelt weiter existieren.
Hallo Sternensucherin,

Die Seele, also das Ich-Gefühl, entseht aus dem Geist, der als Verbindung zum Körper dient. Dieser Geist kann geprägt werden, aber das Ich-Gefühl beschreibt nur die reinste Form der Seele, nämlich einfach nur das Gefühl, da zu sein. Der Geist ist eine Verbindung zum Körper, welcher aber nur aus Wahrnehmungen besteht. Es gibt demnach keine Realität und Materie, sondern alles besteht aus dieser Wahrnemunh. Daraus kann man folgen, dass auch der Körper nicht real ist und es deshalb ein Weiterexistieren nach dem Tod geben muss. Zu diesem Thema Realität gibt es hier einen sehr interessanten Film: http://video.google.com/videoplay?docid=6034825082564562610#
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Die Seele kann in der Quantenwelt weiter existieren.
Interessant...

Ich sehe es genau umgekehrt. Das Universum, die Materie besteht auch, wenn es keinen biologischen Betrachter gibt. Warum sollte es nicht existieren, nur weil es kein bewusstseinsfähiges Wesen gibt, welches es wahrnimmt?

Es braucht kein menschliches Auge, damit sich eine Gaswolke im All verdichtet, in ihrer Schwerkraft kollabiert und daraus nach und nach ein Stern (Sonne) entsteht.
Materie denkt nicht...du aber schon.