Habt ihr schon mal mit Gott geredet?


Mir ist Gestern etwas sehr merkwürdiges und gleichzeitig so wunderbares passiert, dass ich ratlos oder eher verwundert bin.
Ich denke Gott hat mit mir gesprochen. Ich habe viele Fragen an ihn vorgebracht, Dinge erwähnt die ich ändern möchte und dann nach dem ich lang genug gesprochen habe, fingen meine Gedanken sich neu zu ordnen und
ich fing an mich darauf einzustellen, bat Gott um eine konkrete Antwort weil ich Angst hatte, es wären doch nur meine eigenen Gedanken.
Da habe ich irgendwie die ganze Zeit Lukas 10 gehört und das ließ mir keine Ruhe bis ich es gelesen habe. Ich lese die Bibel selten aber das hat mich umgehaun. Es stand tatsächlich har genau das drin was ich im Gespräch zuvor geäußert habe, sogar mit Bestätigung und gleichen Formulierungen.
Hat von Euch jemals so direkt mit Gott/Heiligem Geist geredet?

Ich kanns immernoch nicht fassen und würde gerne hören von denen, die mit Jesus solche Erfahrungen gemacht haben?
[Denn schließlich war er als einzige Gottheit unter uns Menschen, wer kann uns da besser verstehen als er selbst...]
Hallo Agnes,

ich freue mich für dich, das er dir ein solches Erlebniss vergönnt hat!
Mir geht es schon mal ähnlich, aber so noch nie!

Ich hab mal über den Sinn und Unsinn des Schweinefleischverbots im Islamforum einer Sunnitengemeinde diskutiert! Das hatte dann dazu geführt, das ich plötzlich beim Currywurstessen ein schlechtes Gewissen hatte. Ich bin dann bei meinen Recherchen über dieses historische Dokument gestolpert:

http://www.banatul.com/info/banat-h.....chreckenplage-edikt.shtml
Das Dokument beinhaltet Ratschläge zur Ausrottung der Heuschreckenplage basierend auf Erfahrungen des Jahres 1747 und 1748 in der Wallachei, Moldau und Siebenbürgen. Damals wurde die Wallachei von einer fürchterlichen Heuschreckenplage heimgesucht! Die Menschen haben dann so an die 15000 Schweine zusammengetrieben, die die Heuschrecken einfach aufgefressen haben!
Gleichzeitig las ich auf N-TV über Heuschreckenplagen in der Türkei!
Seitdem schmeckt mir die Currywurst wieder!

In dem Islamforum wurde der Link zu diesem Dokument und meine disbezüglichen Diskussionsbeiträge natürlich sofort gelöscht!

Gruß Heiko
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Man kann eine Lebenssituation erst dann beurteilen, wenn man sie verändert hat!
Hallo Ihr Lieben,
sehr schön, Eure Beiträge. Ich möchte auch etwas beitragen.

Schon seit längerem spüre ich diese Führung durch IHN, allerdings anders.
ER will, dass ich mich mit der Bibel beschäftige. Aber meine existentiellen Sorgen führten dazu, dass ich öfter in einem schwarzen Loch sitze und dann meine Zeit vertrödele.
Ich hatte im August einen Bibelkurs mitgemacht und mich dafür entschieden, im September einen neuen Kurs zu beginnen. Leider fehlt mir die Disziplin und so schreibe ich viel in einem (anderen) Forum.

Auf einmal eckte ich in diesem Forum nur noch an, so dass ich die Nase davon voll hatte - so landete ich dann in diesem Forum (in dem anderen schreibe ich immer noch - mit neuen Erkennnissen). Dazu kam, dass ich Probleme mit dem Einloggen hatte und ständig rausflog!

Und nun beschäftige ich mich wieder mit der Bibel - gezwungenermaßen!
Dazu nun auch mehr mit den anderen Religionen, die ich bis jetzt nur am Rande betrachtet hatte. Da ich nächstes Jahr Theologie studieren möchte, hatte ich mir vor genommen, bis dahin bibelfest zu sein.
Nun, Gottes Wege sind unergründlich - er zeigt uns den Weg, wir hören/sehen nur oft nicht zu/hin.

Alles Liebe Engeljani
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Edel sei der Mensch, hilfreich und gut. (Goethe)
Liebe Agnes!

Du hast mit Gott gesprochen, warum nicht? Mit uns redest Du doch auch! Wieso ein Zweifel? Gott ist doch nicht auf den Mund gefallen!

Wenn wir glauben, Gott sei sich zu wichtig für Kleines, dann glauben wir an einen Gott, der für Wichtiges zu klein ist, denn vieles Wichtiges begann als Kleines. Gott ist nicht klein!

Rede mit Gott so oft du willst!
Hallo Ihr Lieben, hallo Agnes.

Ein tolles Thema und dazu möchte ich mich wirklich gerne zu Wort melden. Auch wenn nun mein Hals ganz trocken wird, weil das meine erste öffentliche Mail ist, so bin ich doch ganz unbefangen, was dieses Thema betrifft.
Ich freue mich wirklich das Du ein solches Erlebnis machen konntest. Und ich hoffe Du bist weiterhin so mutig "zu fragen und zu wollen", denn dann wirst Du auch sicherlich weiterhin solche Erlebnissen haben, denke ich.

Ich kenne das wovon Du schreibst und mir geht das schon sehr lange so. Manchmal reißen die diese "Zufälligkeiten" einfach nicht mehr ab, so daß man aufgrund ihrer Häufigkeit an alles andere denkt, wie "Zufall".

Vielleicht lag es bei mir daran, dass ich meine Tagebücher schon als Kind immer an den "lieben Gott" schrieb und da ich sonst keine Vertrauten hatte, bombadierte ich natürlich ihn mit Fragen und Bitten, logisch. Und immer dann, wenn ich am wenigsten daran gedacht habe, dann vielen mir Antworten in die Hände, passierten Dinge die mich zu dem brachten was ich wollte, brauchte oder worum ich bat.
Das hat mich dann irgend wann so sehr beeindruckt, dass ich mich gerne revangieren wollte, ich fragte also was "ich für ihn tun kann/könnte" und ich bekam tatsächlich eine "klare Auskunft"...zumindest sah ich das so und ich wüßte jetzt auch nicht wie ich das genau umschreiben soll (wieso ich so überzeugt bin). Mir ist zumindest nun auch klar, wieso das niemand so detaliert beschrieben kann.

Also tat ich das woraum ich gebeten wurde aber ich muss zugeben, es war nicht einfach. Das Ausmaß seiner Bitte wurde mir erst viel später klar und phasenweise begann ich sogar zu zweifeln...weil es sich als schwieriger erwies als vorerst angenommen.

Doch ich blieb eisern/treu, so schmerzhaft es manchmal auch war, versuchte es als Prüfung/Lektion zu sehen und hielt an meinem Glauben fest.
Während ich mich bemühte den Wunsch nun zu erfüllen, merkte ich nicht, das sich auch mein Gesundheitszustand änderte.

Meine schubweise auftretenden Darmentzündungen blieen aus. Sehr lange aus. Als ich mich untersuchen ließ, machte der Arzt zwei Tests, weil er es nicht für möglich hielt.
Ich war so gesund wie noch nie in meinem Leben.

Ich sah das als "Bonus" (Oder als Sein Zeichen, nach dem Motto: Bleib am Ball Mädchen!), bedankte mich im Gebet und Tagebuch und schrieb auch gleich: "Ja,ja, ich weiß, ich bin noch nicht fertig, trozdem danke für den Vorschuß!"

Aufgrund dieser Bitte, änderte ich meine ganz Einstellung zum Leben (also gaaaanz anders wie von Eltern und Unfeld vorgemacht) und ich bin konsequent darin, prügele alte Gewohnheiten täglich aufs neue die Treppe herunter...
.... und habe mir den für mich wichtigsten seine Sätze in großen Worten an die Wand gehängt, weil es für mich der Schlüssel zu allem war.

Seit dem verändert sich mein Leben zunehmend positiv.
Diese Zufälle, die da für mich schon mehr oder weniger "Wunder" waren/sind, steigerten sich auch in ihren Intensität, je mehr ich mich bemühte dem neuen Leitfaden treu zu sein und es zu bleiben.

Man kann nicht alles auf einmal perfekt machen, aber man kann es Stück für Stück vorantreiben, esbesser machen, besser wollen.

Ich arbeite immer noch an dieser Aufgabe und ich finde es inzwischen mega-spannend!
Ich empfinde mein Leben seit dem wie ein Abeuteuer, mit Kindern, Mann und Hund, und einem Schatz in mir, der gleichzeitig auch Schatzkarte ist und mich zu neuen Schätzen (Erkenntnissen) führt.


Agnes, vertraue Deiner inneren Stimme, egal wie es sich anhört oder anfühlt. Du wirst den Unterschied schnell merken, ob du da nur einem Teil von dir selbst aufgesessen bist, der da aus Angst oder irgend welchen Gelüsten sich in den Vordergrund drängte.
Du wirst den Unterschied immer deutlich erkennen, denn dann rührt es einen meist ganz klar zu Tränen oder verursacht dieses stammelnde "Wow!" oder auch ein jauchzen vor Freude, man möchte regelrecht aufquietschen vor Freude wie ein Teeanger. Und manchmal, da fühlt man sich einfach nur geborgen...man empfindet diese Wärme...
...seine Nähe.


Ganz liebe Grüße
lt.Ellen
Hallo lt.Ellen,

deine Geschichte hat mir sehr gefallen und ich sehe da viele parallelen mit meiner. Man bekommt immer das was man gerade braucht, wenn man für Gott arbeitet! Wenn es Geld ist, kriegt man Geld , wenn es Hilfe ist, lernt man die richtigen Leute kennen und ernsthaft krank war ich auch noch nie! Macht einfach spaß für die "Firma" zu arbeiten.

Welcher Glaubensrichtung gehörst du denn an? Vor ein paar Monaten hatte mir ein Sufi (Muslimische Glaubensrichtung) mal was ganz ähnliches berichtet. Ich selbst las mich nicht gerne auf eine Richtung festlegen und bin per Kirchendefinition kein Christ! "Wir sind alle Kinder eines Gottes!" Ich glaube der Ausschließlichkeitsanspruch den alle Religionen verkünden ist nichts was Gott will! Vielleicht war das einmal so, das kann ich nicht beurteilen, aber heute ist es nicht mehr nötig, sogar schädlich! Ich denke das ist der wesentliche Reformschritt, den alle Religionen in der nächsten Zeit gehen müßen, den Ausschließlichkeitsanspruch fallen zu lassen! Es gibt nur einen Gott! Jeder der diesen Gott in seinem Herzen gefunden hat lebt in der Heilsgewissheit! Die Wege des Herrn sind die Wege der Vernunft! Wer also von seiner Religion zu Taten geführt wird, die Unvernünftig sind, der kann sich gewiss sein, das er ein Teil der Religionslehre gefunden hat, die heute nicht mehr gilt oder die von vorne herrein nie von Gott stammte.

Gruß Heiko
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Man kann eine Lebenssituation erst dann beurteilen, wenn man sie verändert hat!
Hallo Lt. Ellen,

jetzt melde ich mich endlich um ein feedbak meinerseits zu deiner Textpassagen zu geben.
Ich freue mich dass so eine positive Rückmeldung gekommen ist. Vorallem danke ich Dir Lt. Ellen für deine Geschichte, die mir Anregung ist und auch Mut macht weiter zu machen mit Gott.
In letzter Zeit häufen sich die Antworten von Gott und es ist regelrecht wie eine Flut. Diese Antworten finden meist durch die spontane Verweise in die Bibel statt und durch Menschen, die mir Trost zusprechen und sogar Antworten geben auf Fragen, die ich nur an Gott gerichtet habe, einfach so.
Ich hatte vor einem Jahr eine sehr bösartige Erkrankung und seit dem habe ich ständig Angst vor jeder weiteren Nachuntersuchung, dass es wieder ausbrechen könnte. Jeder Schmerz im Körper, jedes Symptom ruft in mir schon eine Panikattake aus. Vor drei Jahren als die Krankheit im Alter von 22 Jahren ausgebrochen ist, ist für mich eine Welt zusammengebrochen, eine Welt die mich als Person "aufgefressen" hat, in der ich nur leisten musste und die Menschen, die mir am nächsten standen habe ich schahmlos betrogen. Ich wurde mir selber fremd.
Es klingt zwar sehr skurril aber ich bin froh dass es mir passiert ist (diese Krakheit), denn so habe ich den Weg zu Gott zurück gefunden und der Riss in den Beziehungen zu meinen Mitmenschen und zu mir selbst heilt wieder.
Der Weg dadurch war sehr hart. Zuerst durch Anklage (wie Hiob), dann durch Annahme (wie Mose) und schliesslich durch Dank (wie David). Ich konnte nicht anders und habe mein Leben ihm ganz gegeben, seit dem verlangt er auch alles und das ist auch gut so.
In diesem Sinne vielen Dank an Dich und deine Geschichte, es hat mir Mut gemacht auch weiterhin auf seine Stimme zu hören.

kleines Bsp.:
Neulich habe ich mich gefragt warum wir Christen so sehr auf die Person Jesus fixiert sind und bekam eine sehr deutliche Antwort (joh. 16 und 17) in einem Gespräch mit Leuten, die ich nicht mal so gut kenne.
Mir ist jetzt klar geworden, dass der Weg zu Gott über ihn geht und ihm danke ich von ganzen Herzen dass er meine Last ans Kreuz genommen hat. Es ist eine Liebe, die ich nie begreifen werde.

Ich weiss nicht ob Du Christin bist und möcht Dich auch nicht mit dieser Tatsache konfrontieren, wenn es nicht so ist. Nur ist es für mich so deutlich geworden, dass ich es sogar zu spüren begonnen habe.

Einfach Danke.. Agnes
Hallo Heiko,
sorry das Du warten mußtest. Ich komme leider nicht immer zum schreiben - so wie ich gerne würde, aber ich kann versichern, dass ich immer antworten werde, egal wie spät!
"Für die Firma zu abeiten" klingt lustig, aber warum nicht.

Kurz bevor ich hier her kam, da habe ich mich auf ein christliches Terrain verirrt, da würde man Dich für diese lockere Umschreibung ordentlich zusammenpfeifen. Da geht alles stur nach Bibel und sollte JC nochmal die Erde betreten und es wahrhaftig wagen nicht so in Erscheinung zu treten, wie diese Bibeltreuen es annehmen....dann kann er sicher sein, dass man ihn in der Klapsmühle einweist (Lynchjustiz ist ja inzwischen verboten).
Jedem seinen Glauben, doch anderen Angst machen, damit sie SO glauben wie andere es wollen...das hat mit Toleranz und Liebe nichts mehr zu tun.

Ich bin katholisch betrogen (statt erzogen) worden und ich bin seit geraumer Zeit dabei mich aus den Trümmern zu erheben...den Trümmern des Widerstandes, des Befreiungskampfes.

Meine Eltern haben mir die 10 Gebote als Regel aufdiktiert, doch aus unerfindlichen Gründen waren sie davon befreit. Sie durften ungestraft lügen, mich schlagen, haben betrogen, geflucht, waren unnahbar, haben auf Partys mit anderen Pärchen herumgemacht, sich oft betrunken uvm...
und sie hatten für alles immer gute Gründe und Erklärungen, sie drehten alles so wie sie es brauchten...und es funktionierte. Sie standen für mich, aus meiner kindlichenn Sicht noch über Gott!
So ein Glück!
Dadurch rückte Gott mir näher als meine Eltern! Er wurde mein Vertrauter, ich schrieb ihn an, in meinen Tagebüchern, manchmal direkt und manchmal über meine verstorbene Oma. Wenn meine Anliegen, meiner Meinung nach vielleicht zu banal waren, dann schrieb ich an Oma (im Himmel), sie möge es ihm doch bei passender Gelegenheit sagen.
Ich wartete unerschütterlich auf Zeichen und Wunder. Und das lag einzig und allein an den Text einer Beileidskarte, den ich mal las:
Gott hilft nicht am Leiden vorbei, aber er hilft hindurch.
Das nahm ich ernst. Ich wollte das glauben, denn ohne diesen Satz, hätte ich damals an Gott zweifeln müssen. Dieser Satz kam mir also wie gerufen, im rechten Moment, zu Omas Tod, der einzigen Frau, die mir zu Lebzeiten das Gefühl gab Gott zu kennen.
Mit diesem Satz und dem Glauben, Oma/Gott/dashöhereSelbst (oder wie auch immer man das nennen mag), kommuniziere mit mir, also zu glauben, dass ich in der Lage war "etwas" zu empfangen das hilfreich und so liebevoll/weise schien....das lies mich immer neugieriger werden.

Ich las viel über etliche Religionen, bemühte mich meinen Horizont zu erweitern und stellte fest, dass ich ganz schön "beschränkt" war, durch Erziehung allgemein und dem christlichen Denken an sich.

Ich nahm therapeutische Hilfe in Anspruch, nabelte mich zunehmend los, von den Irrtümern, den Machtspielchen, dem Mißbrauch, den unzählgen dummen Gewohnheiten....und mit der Zeit erkannte ich, dass Psychologie und Glaube sich wunderbar ergänzen können.
Während ich früher ahnungslos, immer wieder im Gebet darum bat, meine "Wut" überwinden zu können, lernte ich in der Therapie, das Wut nichts anderes ist wie Trauer! Doch Trauer zuzulassen ist schmerzhafter, wie wütend zu sein. Die Wut war also nur Tarnung. Ein Deckmantel der mich nicht ständig zusammenbrechen ließ.
Also betete ich später anders. Ich bat um die Kraft die Trauer auszuhalten. Ich dachte dan darüber nach was mich so enttäuschte, so kränkte, so verletzt hatte usw. und dann brach ich zusammen, heulte ein paar Tage, sah danach klarer und traf klaren Entscheidungen, die dafür sorgten sollten, das mir diese Art von Schmerz nicht mehr zugefügt werden konnte. Ich änderte etwas, mit seiner Hilfe.

Ich könnte da tausend Beispiele anführen, für Gewohnheiten oder Dinge die man ganz unkritisch übernimmt und sich später wundert wieso man strändig damit aneckt.
Ebenso ist es mit Verhaltensweisen, die man bei anderen kritisiert...und dann doch bei sich selbst auch entdeckt, manchmal wie verhext!
Dafür gibt es gute Gründe und wenn ich verhaltenstherapeutische Lektüren lese, dann finde ich auch viele Paralelen in religösen Schriften/Lehren.

Also ich habe meine Suche nicht nur auf die Religionen bezogen, sondern auch mich auch über NLP informiert, habe Friedeman Schulz von Thun gelesen 1-3 ("Miteinander Reden", Hauptgründe von Kommunikatinsstöungen, wieso Menschen aneinander vorbeireden, sich mißverstehen usw.), dann vieles zm Thema "innere Stimme" oder "das Kind in uns", C.G. Jungs "Synchronizitäten" haben mich fasziniert, weil ich damit den "vielen Zufällen", die aufgrund ihrer Häufigkeit ja gar keine Zufälle mehr sein können, endlich einen Namen geben konnte. Und und und...

Und ich denke da so wie Du, Gott ist näher als wir glauben und wir müssen ihn in allem sehen was uns umgibt. Wenn wir das können, dann kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen.

Wer eine Schöpfung mißbraucht, mutwillig verletzt oder beschädigt/entwürdigt, kann nur Mensch sein.

Wie hast Du zu deinem Glauben gefunden? Ich meine, was bewegte dich dazu es glauben zu wollen/können?

Und richtig Heiko, das frage ich mich auch immer, wie man denn darauf schließen könne, dass Gott es zuläßt das der Mensch sich neuer Sprachen bedient, doch er sie nicht sprechen würde? Hä? Das will mir echt nicht in den Kopf gehen, das Menschen so etwas glauben können.
Ich denke auch, das einige Religionen schon zu lange auf ihrer BetaVersion sitzen und sich nicht wundern müssen, wieso sie kaum noch einer ernst nehmen will.


Liebe Grüße und
vaya con dios!
lt.Ellen

Nachtrag:
Ich werde mich bemühen demnächst etwas sparsamer zu schreiben. Das ist halt alles noch neu für mich....und ich sprudele quasi vor Freude.
Liebe Agnes,

dein Schreiben hat mich sehr bewegt.
Ich denke, ich kann recht gut erahnen wie es ist mit der Angst zu leben, da ich ähnliches hinter mir habe.
Ich kann Dir in diesem Punkt nur raten "bleib authentisch", verdränge nichts und täusche Dir auch nichts vor. Wenn Ängste hochkommen wollen, dann sind sie auch berechtigt.
Angst ist manchmal nur ein Alarmsignal, ein Mechanismus der uns davor bewahren will das es nochmal so schlimm werden könnte, so ewtas wie eine Vor-Sorge. Mit größerem Abstand zum Geschehen wird das nachlassen.
Es ist ähnlich wie mit den Läusen in den Haaren. Wenn man die einmal hatte, löst jede Art von Juckreiz im Sommer schnell die Angst aus, man könnet wieder welchen haben...also lieber "gleich" kontrollieren bevor es sich ausbreitet und das scharfe Zeug in die Haare muss!

Stehe zu deiner Angst. Sie ist ein Teil von dir, der Teil, der dich selbst schützen will, der sich "sorgt".
Mit der Zeit, wenn der Glaube wächst, wenn sich mehr "Sicherheit" in dir festigen kann, dann wird auch dein Körper ruhiger und gelassener.

Alles braucht seine Zeit.

Hast Du schon mal Bücher von Luise L Hay gelesen?
Ich muss zugeben ihre Sichtweisen über Krankheiten und wie man damit umgeht haben mich schnell sehr neugierig gemacht. Auch wenn man sich mit einigen unliebsamen Gedanken befassen muss, so gefiel mir doch der Part, der Gott die Schuld an den Erkrankungen nahm.
Nach der Theorie meiner Eltern, war ich krank, weil ich böse war und gesündigt hatte. Gott erschuf also, ihrer Meinung nach, die Krankheit um "zu stafen"!
Du kannst dir sicherlich vorstellen wie belastend so ein Gedanke ist (ich hoffe deine Eltern sind nicht so vorsinntflutlich).
Ich sollte mich demnach bereits verurteilt, abgelehnt und von Gott verstoßen fühlen. Doch diese Gefühl hatte ich nur bei meinen Eltern! Denen war ich eine Last, in ihren Augen war ich nicht so wie ich sein sollte.

Ich fühlte mich nicht so "mies" (als Mesnch) und ich wollte wissen wieso ich krank war, "wozu ich krank war" (ich dachte schon darüber noch ob es einen Sinn haben könnte)....und so war es sicherlich kein Zufall das mir dann diese "mir helfenden Bücher" in die Hände fielen.

Heute schmunzel ich, wenn ich mal eine Erkältung bekomme (seeehr selten) weil ich dann weiß was ich mal wieder übersehen habe, in meinem Leben...und hole es nach (baue zukünftig besser vor).

Ich denke es ist wichtig "neugierig" zu sein. Zu wissen/lernen was einem helfen oder nützen kann...geistig zu wachsen - dazulernen.

Das formt, so denke ich, auch den Glauben und die Sicherheit darin. Und ich finde es faszinierend, das eine so junge Frau wie Du, jetzt schon ein solche Verbundenheit spürt, ich wünschte ich hätte es so gekonnt.

Meine Oma sagte mal:
"Wer nichts mehr (ver-)sucht und kein Fragen hat,
der muß glücklich sein....oder tot."


Wie wir glauben, wie wir unseren Glauben pflegen ist nicht wirklich relevant, denke ich. Das was dieser Glaube aus uns macht und das was wir mit diesem Glauben bewirken, das wird zeigen "wem" wir wirklich dien(t)en.

Wie in der Antwort auf Heiko erwähnt, war ich katholisch getauft, jedoch lehre ich meinen Kindern Respekt und Liebe allem Leben ohne Pflichtrituale und Kirche.
Ich selbst, nach jahrelangen Recherchen, lebe zur Zeit rein instinktiv, mit dem Wissen vieler Religionen und der Neigung zum budhhistischen.
Im Indianischen fasziniert mich die Liebe zur Natur und der Glaube das alles beseelt sei - sogar der Stein und das sie ihre Ahnen als "(Ver-)Mittler" nutzen, zu ihnen beten uvm.
Das erinnerte mich, so naiv es jetzt klingt, an die schönen Steine die ich auf minen Spaziergängen fand und gerne mit Nachhause nahm und die dann viele Tage dann einfach nur "da-lagen" (und Magie verströmten?). Ebenso, dass ich oft mit meiner toten Oma Fantasiegespräche führte, über ganz banale Themen, und mir vorstellte was sie mir wohl sagen/raten würde (Themen, bei denen man katholisch-demütig-geprägt, nicht glaubt damit vor Gott treten zu dürfen).

Ich denke, jedem der Glaube der "IHM" hilft!
IHM dopplesinnig, nämlich "einem selbst", um gesund und lebensbejahend aktiv sein zu können und für "IHN" um sein Werkzeug sein zu können, möge er durch uns wirken können.

Was sonst?

Schon mal "Jesus. Der erste neue Mann" von Franz Alt gelesen?
Schönes Buch, hat sogar meinen Mann gefallen und ihn ispiriert.


Liebe Grüße!
Lt. Ellen
Hallo lt.Ellen,

sorry das es so lange dauert, aber ich bin im Moment viel unterwegs!
Zitat:

Schon mal "Jesus. Der erste neue Mann" von Franz Alt gelesen?
Schönes Buch, hat sogar meinen Mann gefallen und ihn ispiriert.
Steht bei mir im Regal und hat mich auch sehr inspiriert!
Zitat:

Ich bin katholisch betrogen (statt erzogen) worden und ich bin seit geraumer Zeit dabei mich aus den Trümmern zu erheben...den Trümmern des Widerstandes, des Befreiungskampfes.
Ich komm zwar selbst aus dem evangelischen Umfeld, weiß aber gut was du damit meinst! Es ist immer die enorme Differenz zwischen Anspruch und Wirklichkeit die den Menschen zu schaffen macht! Brauch ich mich nur an der eigenen Nase zu fassen. Es mangelt an Konsequenz! Je Realitätsferner die Religion, um so schlimmer die Auswirkungen!

Gott hilft nicht am Leiden vorbei, aber er hilft hindurch. Ein schöner Spruch, macht viel Sinn! Das Ende allen Leidens ist der Tot, macht keinen Sinn dorthin eine Abkürzung zu nehmen! Es gibt Erkenntnisse die kann man nur durch eigene Erfahrung erlangen! Das ist oft Leidvoll, aber auch unumgänglich!
Zitat:

und mit der Zeit erkannte ich, dass Psychologie und Glaube sich wunderbar ergänzen können.
Es ist in der Tat das gleiche Thema, wie komm ich am besten mit mir und meinem Leben klar! Die Religionsgemeinschaften verkaufen uns dieses Wissen nur gegen den Vereinsbeitritt, die Psychologie lehrt ohne Bindung! Aber was macht der Mensch, wenn er sich aus diesen Bindungen gelöst hat? Er brauch ja doch einen Austausch mit den anderen, nun allerdings ohne Beschränkung.
Zitat:

Während ich früher ahnungslos, immer wieder im Gebet darum bat, meine "Wut" überwinden zu können, lernte ich in der Therapie, das Wut nichts anderes ist wie Trauer!
Bei mir war es im wesentlichen die Machtlosigkeit, mit der ich erst mal umgehen lernen mußte! Es gibt nun mal Dinge da können wir nichts tun, nur damit umgehen!

Gruß Heiko
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Man kann eine Lebenssituation erst dann beurteilen, wenn man sie verändert hat!

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