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Ohne Reue - ohne Einsicht - reif für die Hölle ?












http://www.stern.de/politik/panoram.....in-Bekenntnis/599446.html

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Beginn des Artikels
Münchner "Ehrenmord"-Prozess

Ein gespenstisches Bekenntnis

Von Rupp Doinet, München

In dem Münchner Gerichtssaal herrschte heute Totenstille, als ein 35-jähriger Iraker beschrieb, wie und warum er seine Frau auf offener Straße erstochen und angezündet hat. Er bereue nichts, sagte er. Er habe so handeln müssen. Wegen der Kultur. Wegen der Religion. Und wegen der deutschen Politik.

"Nein", sagt der schmächtige Mann vor dem Münchner Schwurgericht, "dass ich meine Frau getötet habe, das bereue ich nicht". Er würde es wieder tun. Sie hätte es verdient. Und überhaupt sei auch die Politik der Bundesrepublik Deutschland mitschuldig an ihrem Tod. Denn: "Weil hier die Frauen so viele Rechte haben, werden sie unverschämt".

Als er das sagt, wird es totenstill in dem großen, fensterlosen Gerichtssaal, in dem die spektakulären Münchner Kriminalfälle verhandelt werden. Die Mörder des Volksschauspielers Walter Sedlmayr standen hier vor Gericht, der Stricher, der Rudolph Moshammer tötete, der "Samuraimörder", der sein Opfer mit einem Schwert zerteilte. Doch so schockiert wie an diesem Donnerstag morgen war das Publikum auf den harten Holzstühlen nie zuvor.

Erstochen und mit Benzin übergossen
Denn da ist keiner, der sich entschuldigt, der davon spricht, er sei unzurechnungsfähig gewesen, von Wut oder Leidenschaft übermannt. Ruhig, als spräche er darüber, wie es im Urlaub war, schildert der irakische Kurde Kazim Mahmud Raschid, 35, warum er Sazan Bajez-Abdullah, 24, seine Frau ermordete, warum er mit einem Messer auf sie einstach und die tödlich verletzte Frau auch noch mit Benzin übergoss und anzündete. Seine "Kultur und Religion" hätten ihn dazu verpflichtet, "das zu tun, was ich tun wollte". Und auch sein Schwiegervater wollte, dass Sazan, die Schande über die Familie gebracht hätte, sterbe: "Wenn Du sie nicht tötest, dann töte ich dich", hätte der gesagt - was der Vater bestreitet. Das Verbrechen der jungen Frau: Sie wollte sich scheiden lassen.

Sazan Bajuez-Abdullah hatte sich auf diesen Tag gefreut. Am 25. Oktober 2006 sollte sie von Kazim Mahmud geschieden werden, dem Mann, den ihre Eltern für sie bestimmt hatten, den sie nicht liebte, der sie immer wieder verprügelte, so sehr, dass die Polizei gegen ihn ein Kontaktverbot erwirkt hatte. Um 14.30 Uhr an diesem Tag war die junge Frau wieder frei. "Der glücklichste Tag in meinem Leben", sagte sie zu einer Freundin nach der Verhandlung.
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"Jetzt ist sie fällig"
Drei Stunden später war Sazan Bajez-Abdullah tot. Dutzende Menschen in der Maier-Leibnitz-Straße in Garching waren Zeugen ihres Todes. Im Cafe am Anfang der Straße hatte die Bedienung Sazan noch gewarnt, als sie mit ihrem fünf Jahre alten Sohn an der Hand zu ihrer Wohnung lief. Denn erst ein paar Minuten zuvor war Abdullah im Cafe gewesen. Bevor er ging, hatte er gesagt: "Jetzt ist sie fällig". "Der bringt dich um", rief die Kellnerin, die Sazan und Kazim kannte, der jungen Frau zu. Doch die nahm die Drohung nicht ernst.

Der Angriff erfolgte mitten auf der Straße. 13mal stach der Iraker mit einem Messer auf seine gerade von ihm geschiedene Frau ein. Dann lief er zu seinem Auto, holte einen Kanister mit Benzin, ging zu der tödlich verletzten aber noch lebenden Frau, übergoss sie und zündete sie an. Von den Balkonen der Häuser herab warfen Anwohner Plastikflaschen voller Wasser und nasse Tücher. Passanten versuchten, der brennenden Frau zu helfen, brachten das verstörte Kind, das alles mit angesehen hatte, in Sicherheit. Ein Kripobeamter, der in einem Nachbarhaus wohnte und die Schreie auf der Straße gehört hatte, nahm den Iraker fest.

"Ich wollte sie töten"
"Ich wollte sie töten", sagt der nun vor Gericht. Und: "Wenn ich ein Mann bin, dann mach ich das". "Seit neun Monaten schon" hätte er die Tat geplant. An alles war gedacht. An das Messer, um zu töten, das Benzin für das Feuer, "weil sie alle Fenster meines Lebens zugemacht", ihn mit ihrem Ungehorsam, dem Wunsch nach einer Scheidung, der Weigerung, in den Irak zurückzukehren und dem Verbot, seinen Sohn zu sehen, "gebrannt" habe. Für den Fall, dass Passanten der Frau zu Hilfe gekommen wären, hatte er zwei Elektroschocker eingesteckt, um Helfer abzuwehren.

Vor zehn Jahren war Kazim nach Deutschland gekommen, ein unauffälliger Kurde aus Kala Diza im Nordosten des Irak. Er beantragte Asyl, der Antrag wurde abgelehnt, Kazim wurde lediglich "geduldet", durfte München allerdings nicht mehr verlassen. Der ehemalige Mechaniker, der in München Hilfsarbeiten erledigte, hielt sich allerdings nicht an diese Bestimmung. Insgesamt viermal reiste er auf Schleichwegen in seine Heimat und wieder zurück nach München. Seine Familie in Kurdistan, so hatte er ihnen gesagt, sollte ihm eine Frau suchen.

Mit Schlägen zur Hochzeit gezwungen

Sie fanden Sazan. Eine halbe Stunde nur sahen sich die beiden bis dahin einander völlig fremden Menschen. Dann, so sagt Kazim nun vor Gericht, war die Hochzeit vereinbart. "Sazan freute sich". Sazan hatte offenbar keine Chance. Ihr Vater, so vertraute sie später in München einer Freundin an, hätte sie zu dieser Hochzeit mit Schlägen gezwungen. Ihrem Sohn, der am 21. August 2001 in München zur Welt kam, gab sie einen Namen, der auf Kurdisch "Träne" bedeutet.

Eine Frau, wie Kazim sie sich wünschte, war Sazan sicher nicht. Sazan, die auch mit einem Antrag auf Asyl gescheitert war, aber geduldet wurde, lernte schnell Deutsch, hatte Freundinnen, lachte gerne, las Bücher und träumte davon, Schriftstellerin zu werden. Es gab Streit zwischen den beiden. Im Oktober 2005 zeigte sie ihn zum ersten Mal an. Er hätte versucht, sie zu erwürgen. Tatsächlich diagnostizierte ein Arzt bei der jungen Frau Würgemale. Gegen Kazim erging eine einstweilige Verfügung, ein Kontaktverbot. Von nun an durfte er seiner Frau und der Wohnung nicht näher kommen als 300 Meter. Auch seinen Sohn durfte er nicht mehr besuchen. Sazan hatte Angst, er könnte das Kind in den Irak entführen.

An das Kontakverbot hielt er sich nie

An das Kontaktverbot hat sich Kazim Mahmud Raschid nie gehalten. Er lauerte Sazan an Bushaltestellen auf, verprügelte sie dort, brach ihren Briefkasten auf und stieg in ihren Keller ein, versuchte über ein Fenster, in ihre Wohnung einzusteigen und legte ihr auf das Fensterbrett eine Tonkassette, die er besprochen hatte. Man werde Sazan in der Hölle treffen, hieß es darauf, und dass eine Frau, die in Deutschland Schlampe genannt werde besser sei als eine Frau, die ihrem Mann nicht gehorche. Die Polizei war angeblich machtlos. Wenn sie kam, war Kazim längst über alle Berge und gegen Anzeigen wehrte er sich mit Gegenanzeigen.

Erst jetzt, nach dem Mord an der jungen Frau, wurde er wegen diverser Verstöße gegen die Kontaktsperre zu zehn Monaten Haft verurteilt. Fast gleichzeitig lehnte das Verwaltungsgericht München einen Antrag auf Prozesskostenbeihilfe ab, die Sazan als sie noch lebte, für ihren Antrag auf Asyl haben wollte. Begründung des Gerichts: Ehrenmorde und "Gefährdungen wegen Familienehre" seien so eine Art Folklore, nämlich: "Probleme, die in den allgemeinen Regeln des Iraks und den gesellschaftlichen Gepflogenheiten und religiösen Normen wurzeln".

Für den Mord an seiner Frau droht Kazim Mahmud Raschid nun lebenslange Haft - mit besonderer Schwere der Schuld.


Wer möchte sagen, daß Frauen gerecht behandelt werden im Irak, Irak oder wie auch immer. Sicherlich bekommen Frauen in westlichen Ländern auch Prügel, Amerika und inanderen Ländern, aber es kommt darauf an, welche Gesetze die Politiker ausarbeiten und erlassen, die Frauen schützen.
Frauen sind in erster Linie Menschen und somit gleichberechtigt vor Gott. Adams erste Frau ist laut Mythos die Lilith, die ihren eigenen Kopf hatte.
Und Adam war schwach - deshalb schlägt Adam zu. Und deshalb schaffte Gott eine zweite Frau - die Eva - und die mußte gehorchen. Nichts hat sich geändert.


www.emma.de

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Jüdische Legenden um Lilith [Bearbeiten]

Auf hebräisch bedeutet der Name Lilith (לילית) „die Nächtliche“, im Neuhebräischen auch „Nachteule (Vogel)“ oder i. e. S. „Kauz“.

Laut traditionellem Midrasch erschuf Gott Adam und Lilith aus dem selben Lehm, um Adam eine Partnerin zu schenken. Gott holte Lilith vor der ersten Nacht noch zu sich und sagte ihr, sie solle Adam untertan sein, was bedeute, dass sie beim Geschlechtsakt unten zu liegen habe. Dies wurde von Lilith nicht akzeptiert, denn der Lehm, aus dem Lilith erschaffen worden war, war durch den Speichel des verstoßenen Samael verunreinigt worden. Lilith stritt sich mit Adam und verschwand dann aus dem Paradies in die Wüste. Dort verkehrte sie jeden Tag mit tausend Dämonen und brachte tausend Kinder pro Tag auf die Welt. Adam beklagte sich bei Gott über seine Einsamkeit, welcher ihm dann Eva aus seiner Rippe erschuf. Die ursprüngliche Übersetzung war „Seite“ statt „Rippe“. Die Rippe ist im Gegensatz zur Seite ein verzichtbarer Teil, woraus in der ursprünglichen Version eine Gleichberechtigung von Adam und Eva, sprich Mann und Frau, abgeleitet werden kann. Manche behaupten auch, dass die Schlange im Paradies Lilith gewesen sei. Andere meinen, es sei der Teufel selbst. Nach einer weiteren Version soll der Teufel Eva begehrt haben und Adam Lilith.
http://de.wikipedia.org/wiki/Lilith

Lilith, die freiheitsdurstige, widerspenstige, aufständische Urfrau, vereint die verschiedenen Gesichter der Anima,vertritt die Dialektik von Dasein und Nicht-Dasein, von Schwarz und Weiss, ist Göttin der Fruchtbarkeit und gleichzeitig des Todes.

Sie ist das Weibliche schlechthin und wirft uns auf unsere Schattenseiten, unsere Urtriebe zurück. Sie macht uns stolz auf unser Frau-Sein, zeigt uns unsere Unabhängigkeit, aber auch unsere Schwächen.


In der Astrologie ist Lilith der schwarze Mond. Er ist Träger radikaler Werte, stellt alles in Frage, ist Ambivalenz von Verlangen und Ablehnen."

http://www.lilith.ch/lilith2.htm

Der Anfang Liliths

Als Gott den ersten Menschen erschaffen hatte, sagte er: „ Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei“ und schuf ihm eine Frau - gleich ihm - aus Erde und nannte sie Lilith. Lilith: Aus Erde erschaffen, mit der Luft durch Flügel verbunden.

Ihr Haar ist lang und rot wie eine Rose, ihre Wangen sind weiss und rot, an den Ohren hängen sechs Schmuckstücke....
Ihr Mund ist wie eine schmale Tür gesetzt, angenehm in seiner Zier, ihre Zunge scharf wie ein Schwert, ihre Worte glatt wie Öl, ihre Lippen sind rot wie eine Rose und süss von aller Süsse dieser Welt. (Sohar 1 148a... )

Bald begannen sie zu streiten, weil Adam nicht unter ihr liegen wollte. Sie sagte zu ihm: „Wir sind beide gleich, wir sind beide aus Erde geschaffen.“ Adam aber wollte ihr übergeordnet sein, wollte ihren Gehorsam und so kam es, dass Lilith sich in die Lüfte schwang und entschwand.

Der Allmächtige schickte daraufhin drei Engel aus, die sie zurückbringen sollten. Falls Lilith nicht gehorchen sollte, sollten täglich hundert ihrer Söhne sterben. Lilith lehnte ab und von da an war sie an allem schuld.

Sie war die Kinderfresserin, die Verführerin, das Verderben des Mannes.


Die Verbindung Lilith-Mond entstammt ebenfalls aus jüdischen Quellen.
Auch hier geht es wiederum um das Verlangen der Mondin, mit dem Sonnenmann gleichgestellt zu sein.

Es ist wohl und recht, dass die Lichter beide regieren, das grössere am Tag und das kleiner bei Nacht....
(Sohar1 20b)

Lilith verlangte nur die Anerkennung ihrer Ebenbürtigkeit. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

aus Quelle:
http://www.google.de/search?hl=de&a.....che&meta=lr%3Dlang_de
Menschen wie Du und ich - und doch anders:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,509504,00.html

"Hermann ist damit für uns ein zweites Mal gestorben"

Von Julia Jüttner, Bonn

Sie quälten ihren Mithäftling Hermann H. auf widerwärtigste Weise, erniedrigten und erhängten ihn: Das Landgericht Bonn verurteilte die drei Angeklagten wegen des Foltermords von Siegburg zu langen Haftstrafen, nicht jedoch lebenslangen. Die Familie des Opfers ist entsetzt.

Bonn - Pascal I., 20 Jahre alt, bemüht sich, ein Grinsen zu unterdrücken, er kaut Kaugummi. Erleichtert kratzt er sich den frisch rasierten Hinterkopf. Die Achte Große Strafkammer des Bonner Landgerichts hat den gebürtigen Bottroper soeben zu 15 Jahren Haft verurteilt, und sein Anwalt sagt: "Es klingt komisch, aber er ist froh über das Urteil." Nachvollziehbar, dass sich Pascal I. über 15 Jahre Knast freut: Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslange Haft und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld gefordert. Das hätte eine vorzeitige Freilassung bei guter Führung bedeutend erschwert.

"Das war nur so ein Spaß"

Die widerlichen Details der Tat hatte der Vorsitzende Richter Volker Kunkel im Prozess mit ruhigen, direkten Worten erfragt und noch einmal vor der Urteilsbegründung aufgeführt. Demnach haben die drei Herman H. auf dem Gewissen. Fast zwölf Stunden lang haben sie ihn gequält und erniedrigt, bis sie ihn mit einem Strick aus Bettlaken an der Toilettentür erhängten.

Pascal I. und Ralf A. - beide wurden während ihrer Haftzeit Vater - bescheinigte das Gericht dissoziale und kriminelle Persönlichkeitsstrukturen. Ralf A.s Tatbeteiligung schätzte das Gericht geringer ein als die der anderen beiden. Dass er sich nicht an der Orgie mit dem Handfegerstiel beteiligte, zeige, dass er noch Grenzen kenne.

Der Blick in die Lebensläufe der drei ist düster: prügelnde Väter, überforderte Mütter, wechselnde Heimaufenthalte, Flucht in die Drogenszene, kriminelle Kreise als Familienersatz. Alle drei landen schließlich in der JVA Siegburg.

Auch für Hermann H. war die Haftstrafe das Ergebnis eines traurigen Lebens: Mit sechs Jahren kommt er erstmals in ein Heim, mit 17 landet er auf der Straße. 22 Eintragungen zählt sein Strafregister, Verbrechen, die er begeht, um sich Drogen beschaffen zu können. Zu oft verstößt er gegen die Bewährungsauflagen, zu viele Sozialstunden leistet er nicht ab - schließlich soll er sechs Monate Haft absitzen.


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