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Liebe Teilnehmer/innen am Forum,
ich habe einmal eine grundsätzliche Frage an Euch:
Warum brauchen religiöse Menschen eine bestimmte Art von Kleidung in der Öffentlichkeit? Ich meine, dass Kleidung dem jeweiligen Zweck entsprechen sollte - also dem, was man tut. Wenn man an einer religiösen Zeremonie teilnimmt, sollte man feierlich gekleidet sein, wenn man im Garten arbeitet, sollte man Kleidung tragen, die schmutzig werden darf, wenn man Sport macht, sollte die Kleidung dafür passend sein, wenn man Schüler unterrichtet, sollte sie eine positive Wirkung auf die Schüler haben. Ich wurde als Kind von katholischen Schulschwestern unterrichtet und mir haben diese Schwestern leid getan, weil sie sich so unbequem und im Sommer viel zu warm anziehen mussten. Die schwarze Farbe fand ich auch langweilig und unfreundlich. Obwohl mir vieles an der klösterlichen Tradition gut gefällt, würde ich doch niemals solche Kleider tragen wollen, die eigentlich gar nicht dem Wesen der Frau entsprechen. Frauen haben etwas in sich, was sie danach streben läßt, sich hübsch zu machen. Ich sehe nichts Böses darin, sondern das ist von Gott so eingerichtet. Hat er nicht auch die meisten Geschöpfe in der Natur sehr schön gestaltet?
Wenn ich moslemische Mädchen und Frauen im Sommer sehe, dann tun sie mir auch leid, weil sie unpassend gekleidet sind und im Winter finde ich, ist ein Kopftuch eigentlich zu dünn um genügend Schutz gegen die Kälte zu bieten.
In meiner Religion haben wir auch zeremonielle Kleidung, das wir zu besonderen Festen anlegen. Das finde ich sehr schön. Zu allen anderen Gelegenheiten ziehen wir uns dem Anlass entsprechend an und wir vermeiden Kleidung, die sehr sexy ist in der Öffentlichkeit.
Eure Meinung interessiert mich.
Liebe Grüsse
Irmi I.
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Hallo Irmi,
Die Frage die du stellst hat eigentlich nichts mit Kleidung zu tun! Sie lautet wohl eigentlich "Warum wollen Menschen Macht, statt einfach nur zu leben und zu sein!
Religiöse Kleidung dient der Wiedererkennung! Sie ist eine Uniform! Die Uniform trägt einige Botschaften, wie z.B.:
- Wir gehören zu der Gruppe!
- Wir sind nicht nur einer, wir sind viele! Das soll natürlich den anderen die nicht zur Gruppe gehören auch Furcht einflössen!
- Die Uniform symbolisiert auch die Unterordnung der eigenen Interessen unter die der Gruppe!
- Sie ermöglicht einem Menschen, der sich persönlich vieleicht minderwertig Fühlt, die Identität der Gruppe anzunehmen. Dadurch fühlt er/sie sich Mächtig, auch wenn er/sie nichts zu sagen hat!
- Die Gruppe nimmt die Angst! Deswegen hantieren Religiöse Gruppen die Uniformieren auch oft mit Angst, das verstärkt den Gruppenzwang!
- Der Uniformträger, der ja vielleicht eine angesehene Person ist, sagt damit klar das er zu denen gehört, was dann Werbung ist.
Gibt bestimmt noch ein paar Aspekte/Botschaften! Denk nur mal an die Nazis! Das waren echte Uniform Fetischisten! Uniform hat selbstverständlich auch einen sexuellen Aspekt!
Gruß Heiko
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Selam Irmi
Ein Sehr Schöner Beitrag,
Warum ziehen sich der Papst/Imam immer noch wie im 10. Jahrhundert an?
Wir sind im 21 Jahrhundert,
im türkischen gibt es ein Sprichwort lautet der Fisch fängt von Oben an zu Riechen.
ve Selam
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Hallo Ihr Lieben,
@Irmi,
es würde mich mal interessieren zu welcher Religion Du gehörst - wenn Dir das hier zu öffentlich ist, kannst Du mir ja eine private Nachricht schicken - natürlich nur, wenn Du es mir verraten willst.
Was den Zweck solcher Kleidung angeht, da stimme ich Heiko voll zu.
Was die Kleidung der Ordensschwestern angeht, die ist bestimmt im Sommer sehr unpraktisch - aber, sie wußten ja vorher, was sie als Klosterfrau erwartet.
Sie wollen ja freiwillig (heute ist das so) ein Leben führen, was Gott und dem Allgemeinwohl dient. Sie selbst sind sich nicht wichtig.
Deshalb ist ihnen das hübsch Aussehen nicht wichtig.
Persönlich könnte ich das auch nicht, obwohl ich schon gern mal eine Weile in völliger Abgeschiedenheit verbringen würde.
Engeljani
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Bei der Kleidung geht es meiner Meinung nach um sowohl soziale als auch spirituelle Aspekte.
Dazu fällt mir eine Geschichte ein.
Im Indien des letzten Jahrhunderts gab es mal eine englische Handelsfirma in Kalkutta. Als die Firma einen neuen Direktor (einen Briten) bekam erliess dieser als erstes die Order, dass alle Angestellten OHNE ihr Zeichen an der Stirn zur Arbeit kommen müssten. Die Angestellten waren darüber sehr aufgebracht, aber der neue Direktor blieb hart.
So kam es, dass alle Angestellten bis auf drei Arbeiter ohne Stirn-Zeichen zur Arbeit erschienen. Die indischen Angestellten wollten nun diese drei Arbeiter rauswerfen, aber zur Überraschung aller, verkündete der Direktor, das diese drei Arbeiter wohl die drei einzigen ernsthaften Spiritualisten in seiner Firma seien und es ihnen als einzige gestattet wäre mit ihrem Zeichen an der Stirn zur Arbeit zu erscheinen.
In der vedischen (alt Indischen) Kultur geht es bei den Nonnen und Mönchen sowohl bei der Kleidung als auch beim Stirnzeichen darum sich zu verinnerlichen aus seinem Körper einen Tempel zu machen - einen Tempel zu ehren des Herrn.
Anstatt das die Gesellschaft jeden Bürger darin schult wie er seine Sinne beherrschen kann und somit ein friedliches und harmonisches Zusammenleben ermöglicht, wird nur noch Konsumation um jeden Preis gepredigt - "wenn Blinde, Blinde führen ...... "
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