Dem Tod ins Auge gesehen


Ich hatte vor einer Woche eine Erfahrung, die atemberaubend war und von der ich noch immer 'gefesselt' und bin.

Ich war alleine mit dem Auto unterwegs, komme beruflich viel herum und
war da in einer Gegend, wo es ziemlich hoch war, viel Wald, total finster überall, viel Schnee, feucht, kalt, Glatteis, und unendliche Einsamkeit - es war ein schrecklicher Ort und ein schrecklicher Zeitpunkt. Ich hatte sehr Angst, und der rechte Scheinwerfer hatte auch noch den Geist aufgegeben. Ich kam irgendwann ins Schleudern (ich hatte so Angst, daß ich das Schleudern wahrscheinlch selbst verursacht habe), drehte mich und hatte in diesen kurzen Augenblicken eine solche Angst, wie ich sie noch nie in meinem ganzen Leben gehabt hatte. Mein ganzes Leben zog vor meinen Augen vorüber, ich wußte, ich würde jetzt sterben... als das Auto stehen blieben, saß ich glaub ich für eine Stunde regungslos da, ich war erstarrt und hatte einen tiefen Schock, konnte mich fast nicht mehr bewegen. In diesen Momenten wurde mir klar, daß es vorbei sein hätte können. Und ich habe jetzt eine solche Angst vor dem Tod, daß ich fast nichts mehr mache, was gefährlich ist. Hab mich sogar krank geschrieben um nicht mehr mit dem Auto zu fahrn, ich weiß nicht mehr weiter.

Habt ihr denn keine Angst vor dem Tod? Niemand weiß doch was kommt! Höre ich auf zu existieren? Wo bin ich dann? Wo lebe ich dann? Wohin komme ich?

Meine Angst vor der 'Leere' des Todes nimmt schon Maße an, daß ich es nicht mehr kontrollieren kann. Bitte wenn es jemanden gibt der Angst vor dem Tod hat oder Panikattacken: was soll ich nur machen? Seit dieser Erfahrung 'begleitet' mich der Tod auf jeden Schritt, ich habe das Gefühl er wartet nur noch auf mich
Liebe Hannah,

Angst vor dem Tod an sich habe ich nicht. Ich will mich bloss mit Schmerzen nicht qälen bzw geqält werden..

Ich kenne das: Vor ein paar Jahren hat`s mich mal aus der Kurve `rausgetragen, die Karre hat sich zweimal überschlagen - da hab` ich auch gedacht "Tschüss, das war`s..." und ne gute Stunde gebraucht, bis ich wenigstens die grünen Ordnungshüter und den Abschleppdienst anrufen konnte.. morgend`s um vier zwischen Ostfriesland und Teuteburger Wald ist nicht soviel los auf den Landstrassen...

Aber deswegen nicht mehr Autofahren.... Für Eisplatten auf der Strasse kannste nix. Und selbst wenn Du mit 20km/h dahin schleichst - kommste nicht in`s rutschen, stattdessen knallt Dir einer hinten `drauf....

Also, ab auf den Selbstvertrauen-Übungsplatz.....
Liebe Hannah!

Bevor du dich in noch mehr Gedanken verrennst, tue dir etwas gutes und mache ganz schnell einen Termin bei einem Traumatherapeuten. Adressen erhälst du bei deiner Krankenkasse.

Es ist ganz wichtig, denn man kann eindeutig, aus dem was du geschrieben hast, erkennen dass dieser Zwischenfall etwas in dir ausgelöst hat, das du nur mit professionneller Hilfe wieder in den Griff bekommen kannst.

Es ist gut, dass du krank gemeldet bist. Nutze die Zeit um ganz schnell den Termin zu bekommen. Erkläre bei der Terminabsprache, dass du dein Fahrzeug täglich aus beruflichen Gründen brauchst und wie "dreckig" es dir geht.

Ich wünsche dir einen baldigen Termin, dann ändern sich auch wieder alle deine Gedanken, du wirst deine Angst verlieren und wieder Spaß am Fahren haben

LG
Liebe Pichou!

Gut wenn man einen Profi hier hat...
Lieber Wu!

Ein Profi ist in diesem Falle absolut angesagt. Hobby Psychologen würden hier mehr kaputt als ganz machen.

Alle Zeichen deuten auf ein Trauma hin und das kann wirklich schnell behoben werden, wenn man in den richtigen Händen ist.

In Hannahs jetzigem Zustand ist das Leben sehr sehr schwer, aber je schneller der Traumatherapeuth mit ihr arbeitet, desto schneller hat sie das alte Lebensgefühl wieder.

Liebe Hannah, das ist eine Sache von ein paar Stunden... pack es an!

LG
Liebe Hannah,

allen weiter Oben kann ich nur zustimmen insbesondere die Emphehlung mit dem Traumatherapeuten.
Ich möchte dir jedoch sagen das ich keine wirkliche Angst vor dem Tod habe da ich weiss das wir in derm Leben danach weiterexistieren werden, unabhängig von dieser begrenzten stofflichen Welt.
Traurig finde ich nur die damit verbundenetemporäre Trennung von den geliebten Personen hier auf dieser Welt.
Aber auch hier habe ich als Bahai die Gewissheit das wir uns in einer anderen Welt wiedersehen und erkennen werden.
Das geht aus unseren Schriften so hervor und hat mir sehr geholfen mit dieser Problematik fertif zu werden.

Mehr dazu findest du sicher in den anderen Themenbereichen.
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Why not try Peace for a while,
if we don't like it, we can always go back to war.

Abdu'l Bahá