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Am Ende sind alle dicker
Interessanter Beitrag
http://www.stern.de/lifestyle/kueche/:Ramadan-Am-Ende/596417.html
Von Sarah Wiener und Alf Burchardt
Mitte September beginnt der Ramadan. Im muslimischen Fastenmonat dreht sich alles ums Essen - aber erst nach Sonnenuntergang. Sarah Wiener hat in Marokko mitgelitten.
Steinmetze klopfen Fliesen zu Mosaiksteinchen, ein Messerschleifer treibt sein Rad mit dem nackten Fuß an. Überall in den Gassen der Medina, der Altstadt von Marrakesch, hocken Männer in schattigen Nischen und gehen ihrem Handwerk nach. So hat die kleine Sarah sich den Orient vorgestellt! In einer der Höhlen leuchtet es magentarot: Ein Färber wuchtet einen Wollballen aus einem Kupferbottich. Bei einem Töpfer kaufe ich eine Tajine, ein Schmorgefäß aus Ton, für 30 Dirham, das sind rund zweieinhalb Euro - unglaublich: Eine industriell gefertigte Tajine kostet ein Vielfaches!
Eine gute Investition, denn eine Tajine - so heißt das Gefäß, so heißt auch das Gericht - kommt oft auf den Tisch. Wer sich das teure Fleisch leisten kann, schmort gern und viel: Lamm, Rind, Huhn. Mit Pflaumen, mit Dörrobst oder mit nichts. Und mit den ewig gleichen Gewürzen. Es ist schon merkwürdig, da gibt es in diesem Land Unmengen verschiedener Gewürze - und alle frisch - , aber ans Essen kommen immer dieselben: Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, falscher Safran, milder Paprika. Dazu Zwiebeln und manchmal Zimt. Ich dachte, die nehmen mal was anderes - Irrtum. Was die Marokkaner sonst noch an Gewürzen haben, mischen sie in Salben oder Badezusätze.
"Unter den Füßen der Mütter liegt das Paradies"
Drei Wochen bin ich bei einer Familie zu Gast - Mutter, drei Töchter plus Onkel - in einem Riad, einem zweistöckigen Altstadthaus. Frauen und Mann haben getrennte Räume; nur im Hof treffen sie sich. Fatma, die 60-jährige, zahnlose Mutter, will mir gleich Arabisch beibringen, mit Gebeten. Ich freunde mich mit ihrer Tochter Malika an. Sie ist 28 Jahre alt, gut drauf; ich wäre es nicht, wenn ich bald in die USA ziehen und einen Mann heiraten müsste, den ich nicht kenne. Aber die Schwestern haben ihr ins Gewissen geredet, sie mache die Mutter glücklich, denn hier heißt es: "Unter den Füßen der Mütter liegt das Paradies" - da gelangst du nur hin, wenn du deine Mutter umsorgst und froh stimmst.
Ich denke, die Autorin berichtet aus der Warte, wie sie es wahr nimmt.
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http://www.stern.de/lifestyle/kuech.....417.html?p=2&nv=ct_cb
Die Marokkaner lieben es einfach süß, süß, süß. Überall muss Zucker rein. In die Pastilla, eine Art Schichttorte aus Eiern, Geflügel und gerösteter Mandelcreme, in das Baguette und in jedes andere helle Brot, fast kiloweise in das Wasser, mit dem die Pflaumen für die Tajine gekocht werden, an die Rosinen, die über das Couscous kommen, an die Zwiebelmousse. Selbst der Pfefferminztee ist so süß, dass ich nicht mehr als ein Glas runterkriege. Das Ergebnis dieser Esskultur lässt sich im Hamam, im Dampfbad, bewundern. Das magerste Modell bin mit Abstand ich, obwohl ich schon zwei üppige Wochen Ramadan hinter mir habe. Auch viele Marokkaner nehmen zu in ihrem "Fastenmonat": Sie stopfen bei Dunkelheit große Mengen mit vielen Kalorien in sich hinein und vermeiden tagsüber wegen der Hitze jede unnötige Bewegung. Ich kann verstehen, warum die Frauen keinem Schlankheitsideal hinterherhungern: Wer in einem Riad eingesperrt ist, kaum am öffentlichen Leben teilnehmen darf, wird zur Superköchin und braucht als Seelenaufheller viel Fett und Zucker. Und wenn du dann irgendwann zwangsverheiratet wirst, nur noch Dschellabas trägst, musst du auch keine Diät machen.
Fasten und doch zunehmen - welchen Sinn ergibt dann das Fasten ?
Man weiß ja nie, wie lange ein Ramadan dauert, ob 29 oder 30 Tage. Einige Männer gucken in den Himmel, um zu sehen, wann der Mond wieder zur Sichel wird. Andere sitzen vorm Fernseher: Ist der Ramadan morgen oder übermorgen vorbei? Für Frauen kann es noch weitergehen; wenn sie ihre Tage haben, müssen sie mit dem Fasten aussetzen und die Fehlzeit hinten dranhängen. Am letzten Tag treffen sich alle Menschen auf den Plätzen von Marrakesch, beten kurz und wünschen sich Glück. Wenn man sie fragt, ob sie froh sind, dass alles vorbei ist, antworten sie: "Nein, wir sind stolz, unserem Gott dienen zu dürfen!"
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Daß die Regeln des Ramadan für den Menschen gesundheitsgefährdend sind, ist offensichtlich. Nicht nur dieser Bericht zeigt es auf, sondern auch viele andere.
http://www.n-tv.de/713637.html
Sonntag, 24. September 2006
Falsches Fasten
Dick durch Ramadan
Mit Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan verzichten weltweit rund 1,2 Milliarden Gläubige von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. Doch trotz der Entbehrungen, die damit verbunden sind, freuen sich viele Muslime bereits Wochen zuvor auf den Ramadan. Nur wenige Gläubige machen sich dabei Gedanken darüber, ob die Essgewohnheiten während dieser Zeit ihrem Körper vielleicht schaden könnten.
Doch die Frage ist nach Ansicht von Ärzten berechtigt. Denn was vom Propheten Mohammed als Fastenmonat eingeführt wurde, in dem man die Entbehrungen der Armen nachvollziehen soll, gefährdet nach Meinung der Mediziner in modernen islamischen Gesellschaften die Gesundheit der Fastenden. "Entweder schlagen die Muslime beim Essen am Abend über die Stränge oder sie nehmen das Fasten so ernst, dass sie sogar auf wichtige Medikamente verzichten", sagt der pensionierte ägyptische Allgemeinarzt Mustafa Darwisch.
Dieses Nicht-Hinterfragen ist gefährlich.
Dass falsche Ernährung während des Ramadans zu gesundheitlichen Beschwerden führen kann, davon wollen die meisten Muslime nichts hören, weil sie das als indirekte Kritik an der Religion auffassen. Die Ärzte wissen aber, dass viele den stundenlangen Verzicht auf Speisen und Getränke mit übertriebenen Abendtafeln kompensieren und ihre Teller mehrmals beladen.
"Das Problem ist nicht das Fasten selbst, sondern, dass die Menschen nach dem allabendlichen Fastenbrechen ihre Mägen mit zu vielen und zu fettigen Speisen strapazieren", erklärt Ärztin Mona Abu Zekri. Die Wartezimmer der Ärzte seien im Fastenmonat besonders voll. "Viele klagen über starke Magenschmerzen, Bluthochdruck oder Durchfall." Die Essenszeiten verschieben sich bis in die Nacht hinein. Vor Sonnenaufgang würden dann oft noch ungesunde Snacks verzehrt, damit die Stunden bis zum nächsten Abend nicht so lang erscheinen.
Hielten sich die Gläubigen an die Regeln des Korans und würden sie sich davor über ihren Gesundheitszustand informieren, hätte das Fasten nach Ansicht von Abu Zekri keine schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit. "Es ist einfach lächerlich, dass die Menschen während des Fastenmonats in den meisten Fällen zunehmen", sagt sie. Rechne man zusammen, was die Muslime jeden Abend beim Fastenbrechen, dem so genannten Iftar, zu sich nehmen, sei es viel mehr als die normale Tagesration. Wegen der schlechten Essgewohnheiten könne man nicht behaupten, dass der Ramadan gesund sei, betont der christliche Arzt Antoine Wanis.
Wir alle wissen, wie schädlich es ist, nicht genügend zu trinken. Man lebt doch nicht mehr in der alten Zeit, wo man so vieles nicht wußte. Es sollte überdacht werden, auch von Gläubigen, ob das Alte noch in diesem Maße so seine Berechtigung hat.
Als westlich geprägter Mensch möchte man auch aus diesem Grunde keine Religion, die noch nicht begonnen hat, viel Althergebrachtes zu hinterfragen. Wir setzen uns bereits mit alten, ausgedienten, hinderlichen Regeln auseinander. Es wird Zeit, daß andere Religionen auch damit beginnen. Nichts bleibt, wie es ist, alles muß einmal bearbeitet werden. Die Zeit ist gekommen.
Statt fettiger kalorienreicher Speisen und Süßigkeiten empfehlen muslimische Ärzte, das allabendliche Fastenbrechen langsam anzugehen. "Man sollte mit ein wenig Suppe oder Obst anfangen", rät Abu Zekri. Es sei gesünder, öfter kleine Mengen zu sich zu nehmen, und den Magen zuerst mit etwas Tee auf die Nahrungsaufnahme vorzubereiten.
Der Ramadan gehört zu den fünf Säulen des Islam und ist für alle Muslime Pflicht. Mit dem Beginn, der sich jedes Jahr um wenige Tage verschiebt, verzichten die Menschen tagsüber auf leibliche Genüsse wie Essen, Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr. "Wenn man es mit dem Essen nicht übertreibt, ist der Ramadan gesund", meint die 19-jährige Studentin Alia Hassanein. Sie habe bereits mit sieben Jahren mit dem Fasten angefangen, obwohl man damit eigentlich bis zur Pubertät warten sollte. Auch die Journalistin Schirin Hamdi genießt den Ramadan: "In dieser Zeit bin ich Gott näher, und er macht mich stark, damit ich keinen Hunger empfinde."
http://www.google.de/search?hl=de&a.....che&meta=lr%3Dlang_de
Ohne Wasser ist kein Leben denkbar. Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel.
Ohne Nahrung kann der Mensch zwei Monate leben, ohne Wasser nur wenige Tage.
Wasser ist der Hauptbestandteil unseres Körpers. Zu 70-80 Prozent bestehen wir aus Wasser, unser Kopf enthält sogar 85-90 Prozent Wasser.
Täglich braucht unser Darm rund 9 Liter Wasser, um die Nahrung zu verstoffwechseln. Da wir nicht soviel reines Wasser zu uns nehmen, nimmt er das meiste aus dem Körpergewebe. Hinterher wird es gefiltert und zurücktransportiert. Je weniger, wir trinken, umso mehr Schwerarbeit muss unser Körper leisten (sogar nachts, während wir schlafen).
Alle physiologischen Vorgänge erfordern Wasser. Für den Transport von Nährstoffen, Enzymen, Fermenten, Vitaminen, Spurenelementen etc. und genauso für den Abtransport von Gift- und Ausscheidungsstoffen braucht unser Körper Wasser.
http://www.begriff-definition.de/wasser.htm
http://www.google.de/search?hl=de&a.....che&meta=lr%3Dlang_de
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