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Ich frage mich, warum man zu einer solchen Vision nun wieder einen Glauben benötigt wie den von Baha'i (oder einen anderen). Warum soll ich glauben, dass irgendwer ein autorisierter Gesandter eines Gottes ist und nur er in diesem Zeitalter? Merkwürdigerweise gibt es ja eine ganze Reihe von diesen Hauptgesandten für dieses Zeitalter.
Diese Gedanken, die in den Glaubenssätzen formuliert sind, haben heute viele Menschen, ohne dass sie deswegen eine Religion gründen. Sicherlich ist es für manche Mensche sinnvoll, sich einer Religionsgemeinschaft anzuschließen. Gemeinschaft gehört auch immer zur Umsetzung einer Vision. Aber geht es denn nicht auch ohne diese Glaubensfestlegungen auf Personen? Das führt doch am Ende doch nur wieder dazu, dass Streit über die Legitimation ausbricht und das ganze Elend geht von vorne los.
Gibt es Religionen vielleicht nur in einem Unreifezustand der Menschen? Spiritualität braucht keine von diesen Festlegungen und beinhaltet dennoch nichts anderes als die Kernaussagen jeder Religion. Aber ist das ein lebbares Modell ? Können spirituelle Gemeinschaften ohne diese Ausschlussregeln Bestand haben?
Lichtvolle Grüße
Xena
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