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Esra,
das ist keine Ausgrenzung sondern die wehrhafte Demokratie.
Hier geht es nicht darum, bestimmte Religionen auszugrenzen oder aber in ein Ghetto einzugrenzen.
Es geht darum, Menschen, die nicht wollen, vor den Dogmen der Religionen zu schützen.
Nicht alle Menschen haben das Glück, sich so austauschen zu können, wie wir gerade.
Wären wir in Saudi Arabien oder im Iran oder sonstwo in Arabien, hätten wir beide uns gerade strafbar gemacht. Ich würde wohl nie mehr aus dem Gefängnis kommen, weil man mich der Belidigung der Religion anschuldigen würde. Und du, weil du darüber mit mir redest.
Wir müssen endlich mal kapieren, dass die MÄNNER, die angeblich für das Kopftuch kämpfen in Wirklichkeit den sekularen Staat abschaffen wollen.
Das ist ein politisches Argument, was ich bringe, aber genauso wichtig.
Insbesondere die westliche Welt hat seine Entscheidung für ein bestimmtes Gesellschaftsbild getroffen. Die geschichtliche Erfahrung hat uns gezeigt, dass der Islam immer Anspruch auf das ganze erhebt. Jedewede Konzession wird als der Versuch abgetan, einen "Islam light" schaffen zu wollen.
Also ist das Kopftuchverbot in öffentlichen Einrichtungen zum einen Freihet für Anders- oder Nichtgläubige. Zum zweiten ist es das Wehren der Demokratie und ihren Freiheiten.
Was wird nach dem Kopftuch kommen? Die Scharia? Der islamische Mondkalender?
Die Menschen im Westen haben Jahrhunderte gebraucht, um die Religionsdogmen in die Kirchen zu verbannen.
Das wird und darf man nicht wegen falscher Toleranz aufgeben.
Im übrigen ist es mir persönlich egal, wenn die Frau ein Kopftuch trägt. Nur nicht da, wo andere auch ein Anrecht haben.
Die Toleranz ist also auch von der islamischen Seite gefordert. Sie ist niemals eine Einbahnstrasse.
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