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Liebe Esra,
selbstverständlich sollte jeder halbwegs vernünftige Mensch in der Lage sein, tolerant und aufgeschlossen miteinander zu leben.
Aber die Auslegung bzw. das Verständnis dr Toleranz ist nicht für alle Menschen gleich.
Die soziale Bombe, die ich erwähnt habe, wurde im nächsten Absatz des selben Schreibens geschildert.
Das Recht, ein Kopftuch in öffentlichen Bereichen als Diesttuende oder Schulgänger ist insofern keins, weil die ständige Religionsausübung von keinem geduldet werden muss.
In sekularen Systemen hat jeder, der will, das recht, völlig auf die Religion zu verzichten. Jemand, der sein Leben danach ausgerichtet hat, keiner Religion zuzugehören, hat einen Anspruch auf öffentliche Religionslosigkeit, wobei mit öffentlich staatliche Institute gemeint sind.
Man kann jetzt den Spiess umdrehen und sagen, warum verzichtet die Muslimin nicht auf das Kopftuch der Toleranz wegen?
Natürlich geht das nicht, das weiss ich.
Also wird es so eine Lösung nicht geben und wir kommen nicht drum herum, relgionsfreie Einrichtungen zu erhalten, damit jeder sein wertvolles einziges Leben auch einigermassen erfüllt leben kann.
Es ist eine Besonderheit der sekularen Demokratie, dass zwar die Mehrheit die Führung bestimmt, aber die Minderheiten besonderen Schutz geniessen (müssen).
Das ist kein Verbot der Religionsausübung. Jeder kann überall religiös sein und ist es auch. Aber jeder muss auch nicht religlös sein und Religionen ablehnen dürfen.
Es ist mein Recht, meine Kinder auf eine Schule zu schicken, in der keine Religion praktiziert wird. In dieser Hinsicht müssen öffentliche Einrichtungen wertneutral sein.
Also, kein Kopftuch.
Ob das Kopftuch aus religiöser Sicht einen Sinn macht oder nicht oder die Gründe sind nicht das Thema dieses topics, deshalb gehe ich darauf auch nicht ein.
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