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Ich erinnere mich, daß der polnische Papst schon etwas dagegen hatte,daß sich Menschen aus der Armut befreien wollten. Und auch er rügte die Priester, die dem Menschen beistanden, wenn sie sich gegen die bestehende Ordnung wehrten, die ihnen nur Leid und Elend brachte.
Insofern erinnere ich mich an Karl Marx Schriften, in denen er die Religion als Opium für`s Volk bezeichnet. So in etwa: Laßt alles mit Euch geschehen, was die Gutsherren mit Euch machen, laßt euch unterdrücken, denn gebt dem Kaiser, was den Kaisers ist. Insofern steht die Kirche immer den Reichen bei und die Armen können warten, bis sie in den Himmel kommen, wo ihnen dann Gerechtigkeit widerfährt.
Der Kaiser bekommt die Materie und Gott das Geistige.
Kann man das so stehen lassen ?
http://www.focus.de/politik/ausland/papst/rom_aid_50415.html
Rom
Vatikan geht gegen Befreiungstheologen vor
Zum ersten Mal seit dem Amtsantritt Papst Benedikts XVI. vor zwei Jahren geht der Vatikan gegen einen Befreiungstheologen vor.
Die Glaubenskongregation im Vatikan will anscheinend eine Lehrverurteilung gegen den populären Befreiungstheologen und Jesuitenpater Jon Sobrino aus El Salvador aussprechen. Der 68-Jährige trage zur „Verwirrung der Gläubigen“ bei, seine Thesen seien von „großer Gefährlichkeit“. Die Kontroverse könnte einen Schatten auf die Reise Benedikts im Mai zur Sitzung der Lateinamerikanischen Bischofskonferenz im brasilianischen Sao Paulo werfen.
Der Präfekt der Glaubenskongregation, William Levada, will den aus dem Baskenland stammenden Sobrino an diesem Donnerstag mit einer Notifikation öffentlich maßregeln. Inoffiziellen Informationen aus dem Vatikan zufolge soll dem Jesuiten künftig untersagt werden zu unterrichten, Vorträge zu halten und Bücher zu veröffentlichen. Der Fall ruft Erinnerungen an den schweren Konflikt der Kirche mit der „linken" Befreiungstheologie in den 80er-Jahren wach.
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„Zuviel Solidarität mit den Armen, zuwenig Erlösung durch Christus“
Die Führung der Jesuiten in Rom bestätigte, dass Jon Sobrino eine Notifikation des Vatikans erhalten soll, wollte sich aber nicht näher äußern. Im Kern werfe die Kirche dem Theologen vor, zu sehr die Solidarität mit den Armen und zu wenig die Erlösung durch Jesus Christus zu betonen. Außerdem unterstreiche Sobrino zu sehr den menschlichen Charakter Jesu und vernachlässige dessen „göttlichen Charakter“.
Der aus dem spanischen Baskenland stammende Sobrino, der 1957 ins zentralamerikanische El Salvador ging, gilt als einer der populärsten Befreiungstheologen. „An Gott zu glauben bedeutet, sich mit den Unterdrückten zu solidarisieren“, sagte er einmal. Der Autor mehrerer Bücher lehrt an der katholischen Zentralamerikanischen Universität in San Salvador. Unter anderem war er Berater des Erzbischofs von San Salvador, Oscar Arnulfo Romero, der 1980 von einer Todesschwadron ermordet wurde. Die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Münster verlieh ihm 1998 die Ehrendoktorwürde.
Bereits in den 80er-Jahren war der Vatikan gegen die Befreiungstheologie in Lateinamerika vorgegangen, da diese zu sehr das soziale Engagement der Kirche betone und darüber ihren Heilsauftrag vernachlässige. Entscheidenden Anteil etwa an der Verurteilung des bekannten Befreiungstheologen Leonardo Boff hatte der damalige Präfekt der Glaubenskongregation Kardinal Joseph Ratzinger, der 2005 zum Papst gewählt wurde.
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