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Organspende - immer wieder umstritten












Dazu habe ich ein Gedicht gefunden, das ich zu diesem sehr treffend finde.

Sterben und Tod



Deklaration der Menschenrechte Sterbender

(Diese Deklaration der Menschenrechte entstand während eines Workshops unter dem Thema
„Der Todkranke und der Helfer“ in Lansing/Michigan (USA) und ist abgedruckt in der Broschüre
„Zu Hause sterben“, herausgegeben von Anne Busche und Johann-Christoph Student, Hannover 1986.)

Ich habe das Recht,
bis zu meinem Tode wie ein lebendiges
menschliches Wesen behandelt zu werden.

Ich habe das Recht,
stets noch hoffen zu dürfen,
worauf immer sich diese Hoffnung auch richten mag.

Ich habe ein Recht darauf,
von Menschen umsorgt zu werden,
die sich eine hoffnungsvolle Einstellung zu bewahren vermögen –
worauf immer sich diese Hoffnung auch richten mag.

Ich habe das Recht,
Gefühle und Emotionen anlässlich meines nahenden Todes
auf die mir eigene Art und Weise ausdrücken zu dürfen.

Ich habe das Recht,
kontinuierlich medizinisch und pflegerisch versorgt zu werden,
auch wenn das Ziel „Heilung“
gegen das Ziel „Wohl-befinden“ ausgetauscht werden muss.

Ich habe das Recht,
nicht alleine zu sterben.

Ich habe das Recht,
schmerzfrei zu sein.

Ich habe das Recht,
meine Fragen ehrlich beantwortet zu bekommen.

Ich habe das Recht,
nicht getäuscht zu werden.

Ich habe das Recht,
von meiner Familie und für meine Familie Hilfen zu bekommen,
damit ich meinen Tod annehmen kann.

Ich habe das Recht,
offen und ausführlich über meine religiösen und/oder
spirituellen Erfahrungen zu sprechen,
unabhängig davon, was dies für andere bedeutet.

Ich habe das Recht
zu erwarten, dass die Unverletzlichkeit des menschlichen Körpers
nach dem Tode respektiert wird.

Ich habe das Recht,
meine Individualität zu bewahren
und meiner Entscheidungen wegen auch dann nicht verurteilt zu werden,
wenn diese in Widerspruch zu den Einstellungen anderer stehen.

Ich habe das Recht,
von fürsorglichen, empfindsamen und klugen Menschen umsorgt zu werden,
die sich bemühen, meine Bedürfnisse zu verstehen und die fähig sind,
innere Befriedigung daraus zu gewinnen, dass sie mir helfen, meinem Tode entgegenzusehen.

Ich habe das Recht,
in Frieden und Würde zu sterben.





gefunden unter: gedichte über das sterben + den tod
Noch ein Gedanke zur Nacht.

Es würde sicher vielen Menschen nicht schwer fallen, zu sagen, ich spende meine Organe, wenn ich tot bin. Aber das geht aus medizinischer Sicht nicht. Die Festlegung des Hirntodes ist umstritten und die Tatsache, daß der Körper noch atmen muß, der Mensch im Sterbeprozeß ist, läßt viele Menschen davor zurück schrecken. Es geht nicht darum, daß man kein Mitgefühl mit kranken Menschen hat, aber wie ergeht es einem wirklich, wenn man im Sterben liegt, wenn man nicht gerettet wird und gibt es wirklich keine Seele und hat man wirklich keine Schmerzen bei der Organ-Entnahme ? Berichte von Beteiligten in jeglicher Form lassen kritisches Hinterfragen zu.

http://www.grin.com/de/preview/25855.html

1. Begriffserklärungen zur Einführung in die Hirntoddiskussion 5

1.1. Hirntoddefinition und Hirntodkriterium 5
1.2. Ganzhirntod und Teilhirntod 6
1.3. Die diagnostischen Verfahren zur Hirntodfeststellung 8
1.4. Das Hirntodprotokoll 10

2. Gesetzliche Grundlage der Organtransplantation 12

3. Die historische Entwicklung der Hirntoddefinition 14

4. Der Erlanger Fall als Musterbeispiel der Hirntoddiskussion 16

5. Schlussbetrachtung mit eigener Stellungnahme 19

Stirbt ein Mensch, beginnt in seinem Körper der Zersetzungsprozeß. Damit werden die Organe für andere Menschen unbrauchbar. Außer Augen oder Knochenteile, aber alles andere ?

http://www.uni-ulm.de/uni/fak/zawiw.....mie/FA2001/vortraege.html

Die Würde des Menschen ist antastbar - eine Provokation

Die Würde des Menschen ist ein Schlagwort der Gegenwart mit höchster Rechtsbedeutung. Außer dem Grundgesetz Deutschlands fordern zahlreiche europäische Verfassungen sowie fast alle Erklärungen, Konventionen und Proklamationen der Vereinten Nationen die Achtung der Menschenwürde. Doch wer kann auf Anhieb sagen, was Menschenwürde ist und wie sie begründet wird? Selbst die erwähnten Dokumente geben keine klare Auskunft hierüber.

Der Vortrag wird sich mit Geschichte, Bedeutung und Begründung des höchsten Rechtswertes unserer Gesellschaft befassen, um anschließend die traditionellen und offiziellen Würdedefinitionen kritisch zu hinterfragen. Wie kann in unserer pluralistischen Gesellschaft mit zunehmend naturwissenschaftlichem Weltbild die Menschenwürde noch allgemeingültig begründet werden? Wie weit trägt der Würdebegriff in bioethischen Diskussionen wie in der Frage nach der Zulässigkeit von Sterbehilfe?

Wir Menschen stehen vor einem Dilemma - auf der einen Seite pflegen wir Menschen mit unheilbaren Kranken im Sterbe-Hospiz, auf der anderen Seite aber erklären wir Sterbende als Organspender.

Was nun ?


http://www.wissenschaft-technik-eth.....ende_transplantation.html

Zitat:

Organspende und Transplantation - Technik und Ethik: Psychische Probleme, Hirntod, Lebendspende, Organhandel u.A.
Seiteninhalt:

Wozu Organspende und Transplantation?
Eine Frage, die uns alle angeht.
Wie wird man Organspender oder Nicht-Organspender?
Nichtstun ist zwecklos - Rechtzeitiges Engagement hilft vor Allem den Angehörigen!
Medizinische und psychische Probleme bei der Organspende
Psychische Probleme sind nicht die Regel.
"Ersatzteilmentalität"
Leber zersoffen - austauschen - fertig?
Krimineller Organhandel
Ist der Organhandel ein Argument gegen die Organspende?
Sterben für das Leben?
Muss ein Mensch sterben, nur damit ein anderer weiterleben kann?
Unversehrt ins Jenseits gehen?
Medizinische und ethische Aspekte des Sterbens.
Hirntod - Ein Freibrief für die Organentnahme?
Organspende(r) oder nicht: Die Feststellung des Todes bei Intensivpatienten ist mit herkömmlichen Diagnosen meist problematisch.
Zu viel Technik?
Oder ist eher das Gegenteil der Fall?
Durch Organspende zum ewigen Leben?

http://www.netdoktor.de/ratschlaege.....ungen/transplantation.htm


Transplantation


Dr. med. Katharina Larisch


Was ist eine Transplantation?



Transplantation: Ausgefeilte Logistik erforderlich



Bei einer Transplantation werden gesunde Organe oder Zellen eines verstorbenen Menschen in den Körper eines anderen Menschen verpflanzt. Die betroffenen Organe des Empfängers haben ihre ursprüngliche Funktion verloren. Durch die Transplantation wird die verlorene körperliche Funktion wieder hergestellt.



Wer das glaubt, macht es sich zu einfach.
Lebendspende
Die rasante Zunahme der Lebendspenden müsste nicht stattfinden.
Ein persönliches Wort

http://www.organspende-info.de/info.....mein/wannisteinmenschtot/



Es gibt so unendlich viele Meinungen darüber und doch: was passiert mit dem Menschen wirklich ?

http://www.organspende-aufklaerung......ende_ersatzteillager.html


Wenn man sich so manche Seite im Internet anschaut, dann hat man das Gefühl, als würden die Mediziner aufrufen: na, nu sterbt doch mal schneller, damit wir an eure Organe können. Dadurch bekomme ich ein dumpfes Gefühl in mir. Denn es sind keine Toten, sondern im Sterbeprozeß befindliche Menschen - ich könnte einer davon sein und ihr auch eines Tages. Ist Euch das bewußt ?
Das Gedicht ist schön, ich bin mir nur nicht sicher, ob es nicht doch Menschen gibt, die allein sterben wollen, also in Ruhe. Es kann sein, dass Menschen in dieser Hinsicht unterschiedlich sind. Aber es sollte immer ein Angebot da sein zur Unterstützung.

Klar wollen die Ärzte schnell machen- der nächste Patient wartet.

Jade
Die Liste der Kranken wird immer länger, die der Gesunden wohl immer kürzer.
Aber für die Gesunden stehen genug Mittel zur Verfügung,um bald zum Spenden bereit zu sein. Immerhin haben wir ja Autos und Motorräder und noch vieles mehr, womit man verunglücken kann: täglich und stündlich und bei jeder Wetterlage. Erinnere mich an eine junge Frau, die beim Tapezieren von der Leiter fiel und die dann angeblich als gehirntot diagnostiziert wurde. Noch heute nach so vielen Jahren sehe ich sie vor mir. Ihre Schwester mußte die Erlaubnis zur Organspende geben, man ließ nicht davon ab, sie zu bearbeiten. Man hat sie damit in Druckzwang genommen und noch heute denkt sie daran und wirft sich vieles vor. Aber sie konnte so manches nicht wissen, damals und es kam so überraschend. *seufz* Irgendwie entwickelt sich da eine Welt - da fehlen einem einfach die Worte.

Zitat:
In Deutschland und in der Schweiz haben die meisten Bürger keinen Organspender-Ausweis (88 % bzw. 90 %). Gibt es eine »Urangst, geplündert zu werden, ohne wirklich tot zu sein?«, fragt ein Fernsehteam des Südwestfunks. Und: »Ließe sich diese Urangst vielleicht durch steuerliche Anreize vermindern?«


Zitat:

Der Organhandel ist weltweit bereits in vollem Gange, und operiert wird z. B. in Südafrika, in der Türkei, in osteuropäischen Ländern oder sogar im Westen, wenn der Tatbestand des Handels verschleiert und »Freundschaft« zwischen Spender und Empfänger vorgetäuscht wird. Und bezahlt werden müssen z. B. 100.000 Dollar für eine Niere, manchmal sogar bis zu 500.000 Dollar, wovon der Spender allerdings nur einen Bruchteil bekommt: Ca. 1.000 Dollar ein Inder, ca. 3.000 Dollar ein Moldawier und ca. 20.000 Dollar z. B. ein Israeli, so einige der kursierenden Zahlen. Einen großen Teil verdienen Vermittler, so genannte Broker, die im Durchschnitt etwa 50.000 - 70.000 Dollar pro Niere bei den teils legalen, teil illegalen Geschäften verdienen (Die Zeit Nr. 50/2002). Wer den Organhandel legalisieren will, argumentiert meist mit einer Eindämmung des Schwarzhandels und mit den vielen tausend Menschen, welche »auf den Wartelisten sterben«, weil es nicht genügend Spenderorgane gibt.


Zitat:
Eine andere Methode sind Regelungen, wie sie z. B. in Österreich oder Belgien schon praktiziert werden: Dort wird jeder Mensch beim Eintritt des Hirntodes automatisch zum möglichen Organspender, solange er nicht zuvor ausdrücklich schriftlich widersprochen hat. Auch dies führe zu mehr Spenderorganen, ohne dass die Spender oder deren Angehörige dafür bezahlt oder steuerlich entlastet werden. So werden in Österreich im Verhältnis zur Bevölkerungsanzahl pro Jahr etwa doppelt so viele Herzen wie in Deutschland verpflanzt.
Doch auch eine solche Gesetzgebung kann das von der Medizin geweckte Verlangen nach Fremdorganen nur teilweise erfüllen. Deshalb geht der Trend immer mehr in Richtung »Lebendspende«, und in den USA wurden im Jahr 2001 erstmals mehr Organe von weiterlebenden als von hirntoten Menschen entnommen.

gesucht: organhandel + weltweit + kritisch


Vielleicht werden deshalb so viele Menschen krank, einfach aus dem kollektiven, inneren Bewußtsein/Impuls heraus, nicht zu Organspendern zu werden. Wir leben in Schwingungswelten, die uns so manches sagen und so manches fühlen lassen. Wenn man überlegt, daß es über 300 000 Krebspatienten gibt und jedes Jahr zehntausende dazu kommen, dann ist das schon erschreckend. Diese fehlen dann ganz natürlich auf der Liste der benötigten Organe, aber es gibt ja im Ausland genug Menschen - in Indien 800 000 und in China über 1 Milliarde. Und nicht gerechnet Afrika und Amerika, wo auch noch 100erte von Millionen Menschen leben und vor allem in Rußland, wo man wohl kaum Verkehrsregeln kennt und schnell mal einer verunfallt. Menschenmaterial - Ware - austauschbar - ja oder nein ? Und das Alter der Organspender möchte möglichst unten angelegt sein, alte Organe halten nicht so lange, dann müssen neue her. Ein ewiger Kreislauf für die Empfänger. *seufz*

Zitat:
Geschäfte mit menschlichen Körperteilen sind in Deutschland und vielen anderen Staaten illegal. Trotzdem gibt es immer wieder PatientInnen und MedizinerInnen, die Mittel und Wege finden, das Handelsverbot zu umgehen. Moderne Kommunikationstechnik macht's möglich, vor allem das Internet. Und hilfreich können auch Gutachter, Transplanteure und Staatsanwälte sein, die bei alledem nicht so genau hinsehen.


Man darf manchmal gar nicht weiterdenken.

Gabriele
Hallo ihr lieben

Niemals würde ich meinen Körper bei einem Hirntod für eine Transplantation
freigeben.
Man soll mich sterben lassen wie ich gelebt habe = zufrieden und glücklich.
Auch würde ich nicht erlauben, dass mir fremde Organe einpflanzt - auch wenn ich reich bin - habe ich dazu kein recht.

Was stirbt soll sterben - das ist der lauf der Zeit.

Soll man den geistig abnormalen Menschen ein normales Gehirn einpflanzen?

MfG Gralsbote
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum II

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