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Organspende - immer wieder umstritten












Letztendlich muß aber jeder Mensch seine eigenen Erfahrungen machen. Ich habe in Foren gelesen, in denen es auch euphorische Spender gibt, die "Hurra" schreien, weil sie denken, daß sie dann bereits tot sind, wenn ihnen Organe entnommen werden und die nicht auf Warnungen hören möchten und wollen. Also muß man sie, sollte es dazu kommen, auch ihre Erfahrungen machen lassen.

Jeder Mensch kann sich informieren, denn es gibt neben Befürwortern einer Sache oder Angelegenheit auch immer Gegner - das ist normal - deshalb hilft es keinem, wenn man warnt.

Außerdem gibt es ja genug Menschen auf der Welt, also genug Schicksale und während wir hier schreiben, passiert es millionenfach und wir können nichts dagegen tun.
Hallo Ihr Lieben,
Ich sehe gerade, das Thema ist heikler als ich gedacht habe.
Also, ich kann nur meinen Standpunkt erläutern.
Für mich ist organspende ein letzter Akt der Nächtenliebe. Es ist ja nicht so, daß mein Leben "geopfert" wird, sondern für mich gibt es in dem Falle keine Hoffnung mehr ins Leben zurückzukehren. Wohl aber für denjenigen, der meine Organe bekommt.
Sicher, ich habe keinen Einfluss darauf, wer die Organe bekommt - will ich auch gar nicht. Ich maße mir nicht an, über die Wertigkeit des Lebens von potenziellen Empfängern zu richten.
Wenn ich mir so die Berichte von Nahtoderlebnissen angucke - man tritt aus seinem Körper heraus, und das, was dann mit diesem Körper passiert, wird nicht mehr als "Selbst" empfunden.
Ich empfinde mich dann auch nicht als "Ersatzteillager", wie es hier manchmal so wertend beschrieben worden ist. Nicht alles, was möglich ist, muß auch unbedingt gemacht werden, aber in diesem Falle - gerne.
Ob nun Transplantation oder Transfusion - ich bekomme etwas von einem fremden Körper.
Ohne Transfusion würde ich heute zum Beispiel nicht mehr leben.
Und das die fremden Organe ein eigenes Karma haben - *räusper* - ich habe ja schon viel gehört, für mich weiß ich noch nicht einmal, ob meine Seele ein Karma hat, von meinem Körper einmal ganz zu schweigen.
Wenn man nicht Organspender werden will - bitte.
Ich kann es durchaus nachvollziehen, daß man Angst hat, Schmerzen in so einer hilflosen Situation wie dem Sterben zu haben. Niemand muß sich hier rechtfertigen.
Ich finde es allerdings schade, wenn anderen Menschen, die noch unsicher in ihrer Meinung sind, der Eindruck vermittelt wird, man werde bei lebendigem Leibe ausgeschlachtet, denn so ist es auf gar keinem Fall.
Jeder sollte sich informieren und mit seinen Angehörigen sprechen, bevor er sich einen Organspendeausweis zulegt.
Ich finde die Möglichkeiten der Organspende segensreich, und wenn ich in meinem Tod noch jemanden für ein paar Jahre Leben und Hoffnung schenken kann, werde ich es gerne tun.
Wenn man Leiden lindern kann, dann soll es auch gelindert werden.
Man kann natürlich darüber streiten, inwieweit die Schulmedizin "heilt", man kann körperliche Krankheiten als "Ausdruck" einer seelischen Krankheit sehen, man kann, man kann, man kann.
Letztendlich muß jeder für sich entscheiden, wie er mit Krankheit und Leiden und Tod umgeht.
Ich, für mich, die ich ungefähr in der Mitte meines biologischen Lebens stehe, mache mir Gedanken umd meinen Tod und das Drumherum, das bin ich meiner Familie einfach schuldig.
Es ist ja nicht so, daß ich hier täglich mit meinem "letzten Willen" rumwedel.
Meine Mutter zum Beispiel hat eine ganz andere Vorstellung als ich.
Trotzdem werde ich mich nach ihrem Willen richten, wenn es einmal so weit sein sollte, das gebietet einfach der Respekt, Und das Gleiche möchte ich auch für mich.

Astrella
Ist es wirklich Nächstenliebe ?

Zitat:

»Ein übertragenes Organ beinhaltet Milliarden von fremden Zellen, die aus dem Bildmaterial der Seele des Spenders ihre Informationen haben, die wiederum ihre Kommunikationen sind, also der Bewusstseinsstand der Zellstruktur. Sie alle strahlen ihre spezifischen Informationen ab, sowohl ihre positiven als auch die negativen.


Über die Zellstruktur sprach ich heute mit einem Art für Naturheilverfahren, der einen Transplantierten Patienten hatte, der mit dieser Zellstruktur eines anderen Menschen nicht zurecht kam. Nach der Behandlung ging es ihm besser, aber so etwas sollte man nicht leichtfertig abtun. Die Wissenschaft kommt erst allmählich in die Richtung, die in manchen Geisteswissenschaften schon lange beschrieben wird.


Zitat:
Bei Transplantation und Transfusion ist die körperliche Situation einem Zweiergespann vergleichbar, zwei energetischen Kräften, die nicht aufeinander abgestimmt sind. Die eine Zelle bzw. der Zellverband sendet gleichsam »hott«, der andere »hü«, und der Impuls kann nicht beantwortet werden. Es entstehen Spannungen, ... welche die Seele zu mildern und auszugleichen bestrebt ist, indem sie allmählich einen Teil der karmischen Information des Fremdorgans und somit des Organspenders aufnimmt. Wie die Seele unter dieser Manipulation, dieser Knechtung, leidet, ist in Worten nicht wiederzugeben ... Durch die ständigen Fremdeinflüsse kommt es zu einem ununterbrochenen Missverstehen zwischen Gehirn, Körper und Seele.



Zitat:
Organempfänger berichten immer wieder über ein Fremdheitsgefühl, das sich auch in Bildern ausdrückt ... Da der Sinn unseres Erdenlebens vor allem in der Bereinigung unserer seelischen Belastungen besteht, kann diese Aufgabe nach einer Transplantation mitunter nicht mehr oder nicht mehr ganz erfasst werden, weil die Seelen- und Körperschwingungen nicht mehr identisch sind ... Deshalb ist so mancher Arzt der Ansicht, dass das natürliche Empfinden vieler Menschen, die gegen Organspenden- und empfangen eine Reserviertheit oder gar Abneigung haben, vom Inneren, von der Seele her gerechtfertigt ist. Sie ahnen, dass eine Lebensverlängerung um jeden Preis, erkauft mit einer schlechteren Qualität des weiteren Lebens und der Möglichkeit großen zukünftigen Leides, keine Lösung sein kann.«


Es bleibt also weiterhin sehr umstritten. Und ob man dem Anderen wirklich so sehr hilft - das werden wir sehen - eines Tages. Warten wir es ab.
Zitat:

Doch wie immer man es dreht und wendet: Der Mensch wird »das ewige Leben nicht mit Paragraphen herbeizaubern können«, so der ehemalige deutsche Gesundheitsminister Horst Seehofer (CSU), der sich anlässlich einer eigenen lebensbedrohenden Krankheit intensiv mit dem Sterben auseinander setzte. Wer diese Auseinandersetzung jedoch immer wieder verdrängt und in erster Linie auf das äußere Funktionieren von Organen blickt, welches um nahezu jeden Preis verlängert werden soll, der übersieht leicht die vielen Mahnungen, die zu einem Innehalten in diesem Sektor der Medizin führen könnten.
Zu den Mahnungen gehört z. B. die Urangst von Menschen vor einer Organentnahme, die ihnen offenbar weder durch finanzielle noch durch moralische Überlegungen genommen werden kann und in sehr vielen Fällen auch nicht durch »gut geschultes« Klinikpersonal. Und dazu gehört auch der zu Grunde liegende Sachverhalt, dass ein Organ immer von einem noch lebenden Menschen entnommen werden muss. Aus ethischer Sicht könnte deshalb auch gefragt werden: »Wann ist der Mensch tot genug für eine Organentnahme?«


Was bleibt vom Menschen ?


Zitat:
In der Regel gilt bei Zustimmung zur Organentnahme, daß man einer Multiorganentnahme zustimmt. Das heißt, es werden gleichzeitig alle `verwertbaren Organe´, Nieren, Lungen, Herz, Bauchspeicheldrüse, Leber, Dünndarm (nicht häufig), Gehörknöchelchen, Augenhornhäute, Knochenmark, evtl. auch Hirnhaut entnommen. Der OP-Pfleger Volker Pache schreibt, daß bei dieser Art der `Organspende´ ein Schnitt von der Kehle bis zum Schambein durchgeführt wird, und wörtlich: "Der Vergleich zum Ausweiden drängt sich auf."

Zitat:

Das Hirntodkonzept ist nach der ersten offiziellen Herztransplantation (Prof.Barnard, 1967) aus der Notwendigkeit heraus entworfen worden, daß man transplantationsfähige Organe nur bei einem noch intakten Herz-Kreislauf-System entnehmen kann. Wollte man sich also nicht dem Vorwurf des Totschlags oder gar Mordes aussetzen und dennoch Organe zur Transplantation gewinnen, so mußte der Todeszeitpunkt vorverlegt werden. Hierzu Prof. Dr. Linke:

"Der Organismus stirbt während der Operation im Rahmen der Kochsalzdurchspülung des Kreislaufsystems ab. Es gibt Philosophen, die dies als Mord bezeichnet haben. ... Einige liberal-progressive Denker bezeichnen die Organentnahme beim Hirntoten als Gestattung einer Ausnahme vom Euthanasieverbot."


Wie steht es mit Gefühlen der Angehörigen ?
Zitat:

Nach der Organentnahme

Der Organspender ist nach der Entnahme seiner lebenswichtigen Organe tot. Für das Pflegepersonal ist dieser Augenblick oft sehr belastend. Sie fühlen sich, als hätten sie den Patienten im Stich gelassen.

So verwundert es auch nicht, daß nach einer abteilungsinternen Umfrage von Putz sich zirka 60 % des Pflegepersonals eher ablehnend gegenüber der Organentnahme geäußert haben.16

M. Grosser beschreibt seine Gefühle als OP-Pfleger wie folgt: "Ich werde nach Hause gehen, mich schlafen legen, und dann werde ich im Traum noch einmal das Ganze erleben. Ich werde diesen Toten sehen, der erst sein eigenes, dann das Gesicht eines mir nahestehenden Menschen und schließlich mein Gesicht tragen wird. Alles Verdrängte, Verschluckte, ein Hexenkessel voller Gefühle wird aufbrechen. Sie werden ihr grausames Spiel mit mir treiben - ungehindert, ungebremst, sich austoben bis zum Exzeß. Erst dann wird diese Entnahme für mich vorbei sein."17

Hinterbliebene, die im ersten Schock einer Organentnahme zustimmten, sind hinterher oft im Zweifel und von Schuldgefühlen geplagt. Eine betroffene Mutter fragt: "Mit welchem Recht entscheidet die Transplantationsmedizin darüber, einerseits das Leben von einigen Menschen zu erhalten oder zu verbessern, und andererseits das Leben von unwissenden, uninformierten, aber beteiligten Menschen so zu belasten, daß langwährende seelische Krankheit und Trauer folgt?"


Wer entscheidet, wer noch leben darf und wer nicht ?


Der Organempfänger

Zitat:
Der Organempfänger ist häufig ein chronisch Kranker, dessen Leben stark eingeschränkt oder bedroht ist. Doch auch nach einer erfolgreichen Organtransplantation wird er nie mehr ein ganz normales Leben führen können. "Die den Transplantationschirurgen eigene und von der Laienpresse dankbar aufgegriffene Euphorie in bezug auf Herztransplantationen ... kann nur teilen, wer nicht mit den täglichen Problemen in der Nachsorge dieser Patienten konfrontiert ist", so der Hamburger Herzspezialist Prof. Rödiger.19

Eine 15-jährige Organempfängerin fragte vor der OP: "Was werden sie machen mit meinem herausgeschnittenen Herzen, werden sie es mit blutigen Binden und Krebsgeschwüren in den Müll werfen? Wenn ich es herausschneiden lasse, wenn es vor mir stirbt, will ich ein Grab dafür, in das man mich später hineinlegen soll."20 Es wird von Schuldgefühlen berichtet, aber die meisten Patienten reden nicht gerne darüber.


Wer lebt nicht gern ? Und wie soll das weitergehen, wenn Kranke darauf warten, daß Gesunde verunfallen oder sonstwie sterben ? Wieviel gesunde Menschen bleiben dann noch ? Aids, chronische Krankheiten, Krebs, andere Leiden nehmen zu - es bleiben nicht mehr so viele Gesunde - ein ewiger Kreislauf ?

Scheinbar. Ich möchte keinen zur Spende abraten, das ist nicht mein Recht, aber ich persönlich möchte ganz normal sterben dürfen. Das behalte ich mir vor.


Zitat:
GralsWelt: Wer sich mit dem Thema Transplantationsmedizin befaßt, sei es aus weltanschaulicher oder auch aus kritisch-medizinischer Sicht, muß doch eigentlich zum Schluß kommen, daß die Dinge so, wie sie derzeit laufen, nicht richtig sein können. Was sind denn aus Ihrer Sicht die schlagendsten Argumente der Befürworter der heutigen Transplantationsmedizin ?


Zitat:
Lermann: Abgesehen davon, daß es im Hintergrund für die Pharmaindustrie und die Ärzteschaft um viel Geld geht - man denke nur daran, was ein einziger transplantierter Patient kostet! -, wird als Hauptargument für die Transplantationsmedizin natürlich der Gedanke der Nächstenliebe vorgebracht. Aus diesem Grund bekennt sich ja auch die Kirche ziemlich vorbehaltlos zur Transplantationsmedizin. Und natürlich gibt es immer wieder Menschen, die ein Organ erhalten haben, gut damit leben und den Kritikern sagen: „Ich wäre ohne die Operation gestorben. Gönnen Sie mir etwa nicht, daß ich jetzt lebe?“ So etwas kann man natürlich nicht vom Tisch wischen. Aber man muß wohl trotzdem auch an die denken, die explantiert werden.


http://www.google.de/search?hl=de&a.....che&meta=lr%3Dlang_de
Zitat:
»Ein übertragenes Organ beinhaltet Milliarden von fremden Zellen, die aus dem Bildmaterial der Seele des Spenders ihre Informationen haben, die wiederum ihre Kommunikationen sind, also der Bewusstseinsstand der Zellstruktur. Sie alle strahlen ihre spezifischen Informationen ab, sowohl ihre positiven als auch die negativen.


In so ähnlicher Form geben das auch die Scientologen von sich mit den "Engrammen", also seelische Informationen, die in den Zellen gespeichert sein sollen. Vorwiegend traumatische natürlich.
Das Problem besteht nur darin, daß, obwohl sie angeben, es streng naturwissenschaftlich beweisen zu können, diesen Beweis dennoch schuldig bleiben.
Jetzt mal davon abgesehen - Blut sind auch fremde Zellen und würde demnach genauso dazu gehören.
Dann müsste man für sich auch jeglichen Bluttransfusion ablehnen.
Ich weiß nicht, wie viele Bluttransfusionen ich schon in meinem Leben bekommen habe.
Ich habe nie ein Fremdheitgefühl gehabt.
Mit Organen mag es vielleicht anders sein.
Erstens ist das Organ ja nun nicht eigenes Gewebe und daher wird (jedenfalls in der ersten Zeit, ob es ein Leben lang ist weiß ich nicht) das Imunsystem lahmgelegt, um eine Abstossungsreaktion zu vermeiden.
Die meisten Transplantationen sind meines Wissens nach die Nieren - und Lebertransplantationen, und wer jemanden kennt, der an der Dialyse hängt, weiß vielleicht, wie groß das Leiden ist.
Ich brauche meine Niere im Falle meines Todes nicht mehr.
Und alle anderen Organe auch nicht. Ob sich nun die Maden und Würmer an mir satt futtern oder die Organe anderen Menschen noch zum weiterleben helfen - bitte bei mir das Letztere.
Ih weiß, daß Menschen, die
Sei es das schlechte Gewissen, von dem Tod eines Menschen profitiert zu haben, sei es der Ekel vor fremden Geweben, das sich nicht "richtig" anfühlt...
Man kann es wahrscheinlich vorher nicht ermessen, wie es sich "nachher" anfühlt.
Aber man ist es sich und dem Organspender schuldig, sich vorher zu informieren.
Daß man auch mit einem transplantiertem Orgen nie ein 100% gesundes Leben führen kann und wird, ist den meisten Empfängern aber meines Erachtens klar.
Aber es mag da natürlich auch schon ein gewisses Anspruchsdenken der Empfänger geben.
Ich kann mich noch an einen Fall einer transplantierten Hand erinnern, den ich sehr merkwürdig fand.
Eine Hand ist nicht etwas unbeding Lebensnotwendiges und zweitens offensichtlich "fremd", die Hautstruktur ist anders, die Finger haben eine andere Größe und Form.
Und dann war die Hand glaube ich noch von einem Verstorbenen, der als Mörder verurteilt war.
Also so etwas würde ich auch nicht "machen lassen".
Daß da der Empfänger Probleme bekommt, wundert mich nicht.
Aber es sind in dem Falle eher "seelische" Probleme als körperliche Probleme mit dem empfangenen Organ.
Wenn man sein Leben ausschließlich unter karmischen Gesichtspunkten sieht, dann soll man sich einfach kein Organ transplantieren lassen.
Und vielleicht auch sonst jegliche schulmedizinische Betreuung ablehnen.
Ich muß zugeben, daß ich auf diesem Gebiet familär etwas "vorbelastet" bin durch einen Menschen, der Schulmedizin durchweg ablehnt, aber ansonsten keine Probleme hat, alles, aber auch wirklich alles zur Lösung simpelster Befindlichkeitsstörungen in Betracht zu ziehen was der Esoterikmarkt so hergibt, es kann gar nicht skurril genug sein.
Ich denke, ich kann ein bißchen beurteilen, wo die Schulmedizin an ihre Grenzen stößt und wo sie vielleicht Sachen körperlich behandelt, deren Ursachen im Seelischen liegen.
Aber das Ganze einfach umzudrehen und zu sagen: Alles hat seelische Ursachen, und ich behandel nur sie Seele ist genauso kurzsichtig.

Pflegepersonal und seine Gefühle: Es gehört eine gewisse Mentalität dazu, solche Berufe ausüben zu können.
Wenn man sich diese Mentalität nicht aneignen kann, dann soll man sich etwas anderes suchen, so idealistisch auch die Motive sein mögen.
Wenn ich Hebamme werden will, weil ich es ach so toll finde, dabei zu sein, wenn Babys auf die Welt kommen, dann darf ich mich bitte nicht an den schreienden Frauen stören und mitleiden.
Es gehört eine gewisse geistige Reife und Stärke dazu, die nicht unbedingt etwas mit Bildung sondern etwas mit Lebenswissen, mit Weisheit zu tun hat.
Solche Berufe können sonst sehr belastend sein.
Dabei sind es sehr schöne Berufe, Berufe, die einem Menschen mehr Sinn und Kraft geben können als andere.
Ich will dem Personal die eigenen Empfindungen und Gefühle nicht absprechen, aber diese als Argument für oder wider einer Behandlung zu nehmen, weil sie ja "Insiderwissen" haben und direkt am Geschehen dran sind - kann ich nicht akzepieren.
In Einzelfällen können sie sicher kompetenter als die Ärzte sein, aber ihre Meinung zu einer sinnvollen Behandlung ist im Entferntesten nicht so ausschlaggebend wie das Urteil der Mediziner.(Ohne diese in den Olymp der Halbgötter in Weiß zu erheben.)

@Gabriele
Letztendlich kann und wird hoffentlich jeder selbst über seinen Körper verfügen und bestimmen können. Ich glaube auch nicht, daß es auf diesem Gebiet ein Wahr und Falsch, ein Richtig und ein Unrichtig gibt.
Dafür sind die Menschen einfach zu verschieden.
Ich habe auch Beiträge von Transplantationsmedizinern gelesen, die einer Orangentnahme bei ihrem Ableben "natürlich" zustimmen.
Und ich halte sie für diejenigen, die am Unmittelbarsten mit der Sache zu tun haben.
Die seelische Befindlichkeiten der Angehörigen spielen eine große Rolle, und je mehr ich meine Angehörigen über meine Motivation und meinen Willen aufkläre, um so weniger werden sie in irgendwelche Gewissenskonflikte kommen.

Astrella
Liebe Astrella, ich kann zwar nicht nachvollziehen, daß Du es möchtest, aber ich kann es akzeptieren. Jeder Mensch hat eine andere Sichtweise und eigene Gefühle - das muß man beachten. Es gibt viel im Internet zu lesen und letztlich muß man seine eigenen Schlüsse ziehen.
Zitat:

Ich habe auch Beiträge von Transplantationsmedizinern gelesen, die einer Orangentnahme bei ihrem Ableben "natürlich" zustimmen.


Der Knackpunkt ist: die Hirntoderklärung. Bin ich wirklich schon tot oder erst im Sterbeprozeß - weiß ich, ob ich Schmerzen erleide oder wird es human vor sich gehen und ich merke es nicht - Seele=Atem - Virchow hat gesagt, er hätte die Seele nicht gesehen, als er Leichen obduziert hat - kann er auch nicht - den Atem sieht man auch nicht. Was wirklich passiert und ob ich oder andere leiden werden, ich weiß es nicht - mir liegen nur diese Berichte von Beteiligten vor und diese vergleiche ich in ihrer Aussage. Der Mensch ist ein Wesen, daß sich nun einmal seiner Fehlerhaftigkeit nicht bewußt ist und wird ihm seine Schwäche klar, mag er gern die Augen verschließen und nicht gern annehmen, was ihm da noch offenbart wird. Fehler und Schwächen hat jeder Mensch und erst, wenn er durch die Härte gegangen ist, wird er sich verstehen können - besser verstehen.

Ich habe schon Menschen erlebt, die alles rosarot sehen wollten, sie hatten so zuckersüße Töne, wenn ich das so ausdrücken kann, aber wenn es um ihre persönlichen Dinge ging, um die sie eine Schutzmauer errichtet hatten, da bekamen sie sehr harte Gesichtszüge, da war alle Freundlichkeit ausgelöscht und ihre Augen(Seele schaut durch Augen) wirkten hart - mag der eine an die Existenz von Seele glauben oder nicht. Es gibt Berufszweige, da hat man den Begriff nicht gern - da ist alles der Materie näher und man erschließt sich damit keine andere Welt. Es gibt für alles Menschen, die ihre Aufgaben und Berufung in bestimmten Richtungen finden. Ein Mediziner, der in aufgeschnittenen Körpern hantiert, kann keine Gefühle für den Begriff "Seele" haben, das würde ihn in einen inneren Konflikt bringen - also schaut er auf die fleischliche Hülle und wird durch seinen Realitätssinn geschützt. Wie gesagt: es gibt 7.5 Mill Menschen und also genug zum "Bearbeiten". Es gibt ja Ländern, in der soviel Menschenmaterial existiert, daß der Einzelne nicht viel wert ist. Da stimmst Du mir sicher zu.

Was Rationalität und Bewußtheit angeht, da habe ich einen kleinen Auszug bei der Hand:

" Sinnvoll kann die Seele ihre Aktivität allerdings erst dann einsetzen, wenn sie begonnen hat, ihre Rationalität heranzubilden und wenn sie bereits auch über etwas Urteilskraft verfügt. Einer gewissen bewußten Aktivität ist schon das Tier höherer Art fähig, doch erst der Mensch ist in der Lage, seine Aktivität mit voller Bewußtheit auszuüben.

Bewußtheit verhilft Lebewesen und Menschen zu einem Wissen um Dinge und Vorkommnisse, die sie auf irgendeine Weise wahrnehmen oder erfahren. Sie ermöglicht ihnen ferner, sich ein Können im Umgang mit den Dingen und Situationen anzueigenen. Erlangt das Lebewesen etwas Bewußtheit, so ist es nicht bloß Widerfährnissen ausgesetzt, sondern es wird sich des Erfahrenen bewußt und kann daüber bewußt verfügen. für das Lebewesen wie auch für den Menschen wird das Erlebte somit zur eigentlichen Erfahrung. "


http://www.gral.de/index.php?page=2028

Was die Scientologen angeht, da gibt es mehrere Threads - nach meiner Ansicht haben sie sich aus vielen Richtungen bedient - d.h. der Gründer - man muß mal schauen, was er so alles gesagt hat, dann weiß man Bescheid.

www.geistigenahrung.org/ftopic28487.html
www.geistigenahrung.org/ftopic28521.html


http://www.google.de/search?q=scien....._de&start=10&sa=N

Es ehrt Dich, wenn Du gern spenden möchtest, aber letztendlich muß es jedem Menschen selbst überlassen bleiben und der Zugzwang der "Nächstenliebe" sollte wegfallen. Meine Meinung. Angst macht mir der Zwang, wenn man im Ausland ist - dann bist du wie Freiwild, wenn dir etwas passiert. Aber vielleicht ist auch Schicksal, daß man erleiden muß, wenn es einem widerfährt.

Ich weiß, daß ich da ein beklemmendes Gefühl bekomme und daß ich nicht spenden werde. Es nimmt bereits Formen an, die wie düstere Wolken aussehen, denn es hängt viel Geld daran und deswegen wird man "Grenzen" aller Art überschreiten. Die Seele schreit und keiner hört sie - wie Wale lautlos schreien, wenn man ihnen die Flossen bei lebendigem Leibe abschneidet und sie ins Meer zurück wirft, und wie alle Lebewesen, die keine "Stimme" haben, wenn man ihnen Unrecht zufügt.

"Menschlich - wahrhaft menschlich - ist der Mensch erst, wenn er einerseits, was er vom Tier "geerbt" hat, auf eine ihm würdige: humane Weise leben kann. Er soll jedoch nicht nur das Tier- und Triebhafte, sondern alles, was ihn rücksichtslos und selbstsüchtig macht, überwinden. Er soll darüber hinaus in seinem Denken und Handeln auch das Interesse von Mitmenschen und Mitseelen (Pflanzen und Tieren) wahrnehmen und wahren. Er soll sein Verhalten ausschießlich nach seinen Einsichten und nach den Gesetzen der echten Liebe ausrichten."

Meinst du, wir sind schon wahrhaft menschlich ?

Gabriele
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