|
|
|
Salam,
@Mystic
| Zitat: |
| Vielleicht lässt sich das mit dem blosen Auge gerade noch beobachten. Allerdings ist es für den Menschen schwer wahrzunehmen, da die menschliche Eizelle mit einem Durchmesser von 0,11-0,14 mm ist. |
Sicherlich, deshalb war die Eizelle ja seinerzeit nicht bekannt.
@ Zaf-Ad
| Zitat: |
Martin, ich versuch's erneut, da ich dachte, du erkennst, was ich meine:
die kleinste, minimale (erforderliche) Flüssigkeit |
und zuvor:
| Zitat: |
| Aber das Wort "nutfah" meint etwas essentielles, etwas, das die kleinste Flüssigkeitsansammlung meint, etwas das "befruchtet" ist. Dies kommt zu einer Übersetzung wie "befruchtete Keimzelle" heraus. |
Das problematische ist der Schluss von "kleinste Flüssigkeitsansammlung meint, etwas das "befruchtet" ist" auf "befruchtete Keimzelle".
Vielmehr deckt sich der Begriff der "kleinsten befruchteten Flüssigkeitsansammlung" exakt mit den Lehren von Hyppokrates und Galen, denn damals glaubte man, das sich die Fluessigkeiten (Säfte) von Mann und Frau vereinigen, entsteht neues Leben.
| Zitat: |
Außerdem war die auf den antiken Arzt Galen zurückgehende Zweisamenlehre weitverbreitet. Danach besaßen Männer und Frauen Samen (unterschiedlicher Qualität), beider Samen war zur Zeugung eines Kindes erforderlich. Auch Männern wurden mehr oder weniger unregelmäßige Blutungen zugeschrieben, auch aus ihren Brüsten konnte Milch fließen.
http://pastperfect.univie.ac.at/tex.....2&lid=1&sid=17082 |
| Zitat: |
...in seiner Schrift "Über die Zeugung der Geschöpfe", verteilt er Zeugungsaufgaben auf Mann und Frau unterschiedlich: Der Mann gibt seinen Samen als Kraft, "so wenig wie vom Zimmermann etwas in das Holz eingeht oder ein Teil seiner Kunst in das werdende Erzeugnis; vielmehr geht nur Gestalt und Art von ihm aus infolge der Bewegung, die im Stoff davon entsteht." Der Mann ist der Ursprung der Bewegung, während die Frau der Ursprung des Stoffes ist. "Wenn ferner das Weibchen keinen Samen ergießt, dann sagt dieselbe Überlegung auch, daß nicht von allen Teilen Beiträge kommen, und nur wenn nicht von allen Teilen Beiträge kommen, begreift man es, daß auch vom Weibchen kein Same kommt, sondern das Weibchen in anderer Form an der Erzeugung beteiligt ist." Es ist kein weiblicher Samen vorhanden, "denn wenn Same da wäre, gäbe es keinen Monatsfluß." Und dieser reicht für ihren Beitrag aus, "da die Natur des Monatsflusses die eines Urstoffes ist" [...]
Die in diesem Zusammenhang relevantere Theorie ist jedoch die sog. hämatogene Samentheorie, der auch die aristotelische Zeugungstheorie zuzuordnen ist. Weiterentwickelt wurde diese Lehre vom römisch-griechischen Arzt Galenus (125-199). Galenus beginnt seine Streitschrift "De Semine" mit der Frage nach dem Nutzen und der Kraft des Samens. Seine Kritik zielte insbesondere auf Aristoteles' "Einsamentheorie". In den Arterien und Venen, selbst den kleinsten Verästelungen, wird eine vorläufige Samenflüssigkeit produziert. Sie wird von den männlichen und weiblichen Keimdrüsen (Testikel) aufgenommen und in rankenförmigen Windungen zu einem reinen Samen destilliert. Die Testikel haben eine besondere Reinigungskraft für den aus den Arterien und Venen stammenden Samen. Da dieser Vorgang lange Zeit benötigt, wird Samen nur langsam produziert.
Galenus nimmt neben der Existenz eines männlichen auch die eines weiblichen Samens an. Er betrachtet dies als Voraussetzung, mit der sich die Vererbung von Ähnlichkeiten erklären läßt. Denn wie sonst, fragt er, könnte ein Kind seiner Mutter gleichen. Daher müsse es auch eine Samenproduktion von mütterlicher Seite her geben. Kern seiner Auffassung ist, daß nur die "Dreier-Kombination" von Blut, weiblichem und männlichem Samen zur Entstehung von neuem Leben, das heißt zur Konzeption führen könne und, daß diese drei Substanzen sich ergänzen müssen. Der männliche Same ist zwar dominant, tritt aber in der Vereinigung dem weiblichen Samen und dem Blut entgegen und wird dadurch in seiner Dominanz abgeschwächt.[...]
Nicht nur in der hellenischen Naturwissenschaft gab es die Vorstellung eines weiblichen Samens, sondern sie ist auch in der indischen und arabischen Medizin zu finden. Von der arabischen Medizin gelangte diese Vorstellung durch Avicenna wieder ins europäische Mittelalter und in die Neuzeit, wo im 18. Jahrhundert immer noch die alte Streitfrage "num feminae suum semen sit" diskutiert wurde. Erst von Baer beendete diesen Streit in seiner Schrift "De ovi mammalium et hominis genesi", in der er von seiner Entdeckung des Säugetiereis berichtet.
http://userpage.fu-berlin.de/~drinck/texte/zeugungsth.htm |
Dieses war zu Lebzeiten Mohammeds bekannt und Stand der Wissenschaft.
w.s.
Martin
|
|
|