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Friedensaufgabe












Hallo ihr Lieben,

hier die Kernaussage der von M.M. Hanel geposteten links:
Zitat:
Andererseits aber hat der Staat um seiner Friedensaufgabe willen seine Säkularität unter allen Umständen zu verteidigen: Staatliche Säkularität und religiöse Neutralität sind Bedingungen der Möglichkeit, den inneren Frieden zu garantieren. Die Säkularität des modernen Staates Otto Depenheuer Seite 30 Nr. 415 · Juni 2004 steht seinem Selbstverständnis nach nicht zur Disposition, ist nicht verhandlungsund kompromissfähig, wenn das Wagnis freiheitlich-rechtsstaatlicher Demokratie gelingen soll. Diese Logik kleidet sich in das Paradox: keine Freiheit den Feinden der Freiheit, keine Toleranz gegenüber Intoleranz, keine religiöse Neutralität und Indolenz gegenüber den Feinden der Säkularität.

Zitat:

Muslimische und christliche Symbole
Nicht jedes religiöse Symbol kann objektiv als Absage an die Säkularität des Staatesverstanden werden. Christlichen Symbolen kommt ein derartiger Bedeutungsgehalt nicht mehr zu. Die christlichen Kirchen erheben keinen Anspruch mehr, ihreWahrheit an den Spielregeln der parlamentarischen
Demokratie vorbei durchzusetzen.

Zitat:

Der Mönch als Lehrer symbolisiert keine Absage an, erst recht keine Gefahr für die Säkularität des Staates. Anderes aber gilt für das muslimische Kopftuch; dieses wird weithin verstanden als ein demonstratives Eintreten für ein Gemeinwesen, das die Trennung von
Staat und Religion prinzipiell nicht akzeptiert, das die Säkularität des Staates fundamentalistisch ablehnt und den Gottesstaat herbeiführen will. Wenn dieser Befund zutreffend ist, dann kann der moderne Staat nicht anders, als seine Säkularität aktiv zu verteidigen, auch durch ein generelles Verbot des Tragens des Kopftuches für Lehrer. Deshalb ist auch die schematische Gleichsetzung von muslimischen und christlichen Symbolen im Ansatz verfehlt: Der Anspruch der Religionsgemeinschaften
auf paritätische Behandlung greift erst bei prinzipieller Akzeptanz
staatlicher Säkularität. Dazu aber hat sich der Islam als Ganzes historisch
noch nicht durchringen können; zudem fehlt ihm eine Instanz, die dies verbindlich festlegen und garantieren könnte. Allgemein aber gilt: Wenn der Islam – aufs Ganze gesehen – die Säkularität des Staates für sich äußerlich akzeptiert oder gar innerlich als Wert bejaht haben wird,
dann wird nicht das Kopftuch aus der Öffentlichkeit, mit Sicherheit aber das politische wie das verfassungsrechtliche Problem des Kopftuches von selbst verschwinden.
http://www.kas.de/db_files/dokument.....kument_dok_pdf_4921_1.pdf


Gruß Heiko
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