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Welches ist die dritte Bedeutung des Wortes GOTT ?












In folgendem Abschnitt geht es um die gesamte Entwicklung der Menschheit.

Der irdische Weg

Die kosmische Erfahrung war jedoch nur die eine Seite seiner Vorbereitung. Er mußte auch das Erdenleben in allen wesentlichen Zügen erfahren und das Menschsein in sämtlichen Schattierungen - so auch in der dunkelsten Tiefe - durchleben , damit er für die Menschen bedingungslos Verständnis haben und sich mit jeder Seele identisch fühlen konnte. - Er mußte außerdem seine kosmische Erfahrung in die irdisch-menschliche Entwicklung einbringen, um es den Menschen zu ermöglichen, im Erdenleben auch das Kosmische und somit das Göttliche kennenzulernen und es später zu verwirklichen.

Die kosmische Phase seiner Entwicklung vollzog Jesus während der Zeit , in welcher seine Seelengruppe (= die heutige Menschheit) durch die Evolution der Lebewesen und durch die erste Hälfte der äonischen Entwicklung hindurchging. - Der größere Teil der Menschheit befindet sich allerdings heute noch auf den unteren Entwicklungsstufen.

JESUS brauchte daher - im Unterschied zu den Seelen, die sich in der Erdsphäre entwickeln, und zu Menschen werden - die äonische Entwicklung nicht von der untersten Stufe an anzutreten. Er kam erst in der Mitte der menschlichen Entwicklung auf die Erde, und zwar auf jener Entwicklungshöhe (am Anfang der vierten Entwicklungsstufe) , auf welcher im Menschen die Geistigkeit erwacht und er beginnt, bewußt zu leben. Dies ist die Zeit, zu welcher die menschliche Seele anfängt, im wahren Sinne" menschlich zu werden.

JESUS hat also nur die zweite Hälfte der äonischen Entwicklung vollziehen müssen, jene Hälfte, die der Mensch mit steigender Bewußtheit erlebt und schon um Gut und Böse in etwa weiß, weil er begonnen hat, sich nach oben zu öffnen und mit Gott unmittelbar in Kontakt zu treten. - In der zweiten Hälfte der äonischen Entwicklung durchlebt der Mensch wieder alles Wesentliche , was er in der ersten Hälfte erfahren hat, aber zum einen mit steigender Bewußtheit , zum anderen auf die Weise, dass er alles "vermenschlicht", das heißt menschenwürdig macht.
Im allgemeinen bezeichnet man mit dem Wort "Gott" das Höhere, das, was über dem Menschen liegt, also die nächsthöhere Entwicklungsstufe des Menschen, den Übermenschen oder Gottmenschen. Das Höhere, nicht im räumlichen Sinne, sondern im Sinne des höheren Grades, liegt allem Niederen, das es umfasst, zugrunde, sonst könnte es sich ja auch nicht entwickeln, d. i. herauswickeln oder durch das Niedere offenbaren. Alles Niedere ist nur das Werkzeug zur Offenbarung eines ihm zugrunde liegenden Höheren.*) Darum liegt die nächsthöhere Entwicklungsstufe des Menschen in diesem selbst, und es ist seine Aufgabe, das Göttliche in ihm zur Offenbarung zu bringen. Der Mensch erfasst sich auf seiner gegenwärtigen Entwicklungsstufe als eine von anderen getrennte Persönlichkeit; die nächsthöhere Stufe, die über die Persönlichkeit hinausliegt, ist die Zusammenfassung aller Menschen, d. i. deren Einheit oder die Menschheit. Die Menschheit ist also die allen Menschen zugrunde liegende und allen gemeinsame höhere Natur: der Gott im Menschen. Und die Höherentwicklung des Menschen besteht darin, dass sich der "Gott im Menschen" als die Einheit aller Menschen, die Menschheit, erkenne. Das Niedere kann das Höhere nicht erkennen, das Höhere erkennt sich selbst im Niederen, wenn dieses der Selbsterkenntnis nicht hinderlich ist.


Warum glauben die Menschen der Gegenwart nicht an Gott? Sie glauben nicht an eine Höherentwicklung. Schule und Kirche haben die Menschheit einen ausserweltlichen Gott gelehrt, der nur in der Einbildung existiert. Der Gott im Menschen, die Menschheit, ist der Vater einer jeden menschlichen Persönlichkeit und die Brücke zu Atma, dem Allgeist. Darum muss der Mensch mit seinem "Vater im Himmel" eins werden, ehe er mit dem Allgeist eins werden kann. Die Verehrung des Allgeistes mit Hintenansetzung des "Gottes im Menschen" ist Schwärmerei und führt zu Seelenlosigkeit und Verbrechertum. Der Mensch ist erst dann ein wahrer, natürlicher, vollkommener Mensch, wenn er sich als die ganze Menschheit, als "Gott im Menschen" erkennt, indem er sich mit jedem einzelnen Menschen eins fühlt, ohne Rücksicht auf Rasse, Nation, Konfession, Stand und Geschlecht. Wie weit ist die gegenwärtige Menschheit noch von dieser Erkenntnis entfernt! Die Menschen verehren nicht das Wahre und Gute, sondern ihre eigene niedere Persönlichkeit (Maske). Der Beweggrund ihres Handelns ist fast immer die Selbstsucht. Und was ist der Grund ihres niederen Entwicklungszustandes? Warum ist der fünfjährige Junge erst fünf Jahre alt? Die Entwicklung verläuft durchaus gesetzmässig. Es gibt keine Sprünge in der Entwicklung. Die Menschheit unseres Planeten steht gegenwärtig etwa in der Mitte ihrer planetarischen Entwicklung, also in der vierten Runde (Periode), und wird ihre Vollkommenheit auf diesem Planeten erst am Ende der siebenten Runde nach vielen Millionen Jahren erlangen. Und sie wird ihr Ziel erreichen.


Wie gelangt die Menschheit zur göttlichen Selbsterkenntnis?


Wir sagten bereits, dass nur der wahre Glaube, d. i. der Glaube an die Wahrheit, die Liebe zur Wahrheit und die Treue gegen das eigene höhere Selbst, das sich in der selbstlosen Liebe offenbart, die Seele von Selbstsucht und Selbstwahn befreit und für das Licht der Wahrheit empfänglich macht. Läge dem Menschen keine Wahrheit zugrunde, dann könnte sie in ihm auch nicht offenbar werden. In demselben Masse, wie er der Wahrheit gehorcht, nimmt sie an Kraft zu. Wie aber unterscheidet er die Wahrheit von der Täuschung? Das Erkennungszeichen der Vernunft ist die Liebe. Die Vernunft ist immer mit der Liebe gepaart,, die Selbstsucht mit Lieblosigkeit. Die wahre Liebe ist frei von jeglichem Wunsch; in ihr gibt es kein Getrenntsein. Was die Menschen voneinander trennt, ist Wahn, was sie eint, ohne Verlangen, ist Wahrheit.

Das Mittel, die sich in der Seele offenbarende Wahrheit festzuhalten, ist die Meditation. Noch immer wird unter allen Völkern viel gebetet, aber man betet in allen Kirchen verkehrt. Wenn das Gebet aus Habsucht geschieht, stärkt sie die Selbstsucht und verdunkelt die Seele noch mehr. Die Meditation eine Erhebung der Seele zur Wahrheit durch die Kraft der selbstlosen und dienenden Liebe. Während die rituelle Gottesverehrung, die Gott unter irgend einer Form verehrt, die Wahrheit durch Vorstellungen und Einbildungen (Dogmen) verschleiert, befreit die theosophische Meditation die beständige innerliche Bejahung der gestaltlosen Wahrheit, die Seele von den Einbildungen (Suggestionen), sodass sich das Licht der Wahrheit ungehindert offenbaren kann. Das selbstsüchtige Gebet hat über die Völker das grosse Elend gebracht, in dem sie seit Beginn des schwarzen Zeitalters leben und leiden; aber die theosophische Meditation kann sie erlösen. Eine neue Religion wird im neuen Zeitalter zu allen Völkern der Erde gebracht werden: Der wahre Glaube, der Glaube an die allen Wesen zugrunde liegende Wahrheit, der Glaube an den wahren Gott, den Gott im Menschen, der die Menschheit ist. Der wahre Gott ist Atma-Buddhi-Manas in Menschen; dies ist die Dreifältigkeit, die Gottheit, im Menschen. Alle Menschen haben dies, und heisst „Individualität". Die Menschheit ist die goldene Pforte, die jeder Pilger durchschreiten muss, der sein wahres, unsterbliches Selbst finden will, welches der all-eine Herr des Weltalls ist, in dem alle Wesen ihr Leben und Dasein haben.

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3_bedeut.wpd

http://www.8-pfad.de/theosophie/konstanz/gott/3_bedeut.htm
http://www.google.de/search?q=mensc.....g_de&start=0&sa=N
suche: mensch menschlichkeit entwickeln
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