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Globale Veränderungen führen auch dazu. Sie kommen alle und wissen, unser Land leert sich - wie wohl wird Deutschland in 50 - 100 Jahren wohl aussehen ?
www.3sat.de/kulturzeit
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Aus der Traum vom ewigen Wald?
Chinesische Investoren kaufen deutsches Holz
Noch herrscht Ruhe im Wald. Es ist die Ruhe vor dem Sturm, denn die deutschen Förster schlagen Alarm. Chinesische Investoren wollen in großem Stil deutschen Wald aufkaufen, um den immer größer werdenden Hunger der chinesischen Industrie nach dem Rohstoff Holz zu stillen. In Celle haben sie bereits zugeschlagen, in Schleswig-Holstein laufen Verhandlungen. Was aber steht auf dem Spiel? Kein anderer Ort ist
Die martialischen Zangen sind schon im Einsatz. Maschinen-Getöse, wo einst der Kuckuck rief. Was der saure Regen nicht schaffte, das drohen nun Delegationen aus China zu besorgen. Sie kommen mit Schlips und Kragen - haben jedoch wenig Vornehmes im Sinn. Sie wollen ganze Wälder kaufen, abholzen, zersägen und dann nach China verschiffen. Die ersten grausamen Anfänge sind, etwa in Hessen und Schleswig-Holstein, gemacht.
Nun schlägt nicht nur die deutsche Forstwirtschaft Alarm. Gefahr im Verzug sieht auch die Creme der Germanistik. Literaturwissenschaftler Wolfgang Frühwald meint: "Wenn die Chinesen deutschen Wald kaufen, ist es mit Sicherheit mehr als eine rein kapitalistische Transferleistung. Das ist, als ob man ein Stück seiner eigenen Geschichte verkauft, nur um des Geldes willen."
Was wird in Zukunft noch rauschen?
Die höchste Erfüllung des Dichters sei es, so Adalbert Stifter, "zu denken, wie der Wald rauscht". Aber was wird da in Zukunft noch rauschen? In China, Ai Weiwei, der Querdenker, hat es gesagt, leben viele, viele Chinesen. Und alle wollen sie Holz. Aus der Traum vom ewigen Wald! Eine Kulturnation vor ihrer Entwurzelung. Was wird da alles auf der Strecke bleiben? Das Gemüt. Und manch süße Erinnerung. "Vom Freiherrn vom Stein, dem großen Reformer der preußischen Zeit, wird erzählt, wenn er Besuch hatte, sei er mit ihm durch den Park seines Schlosses gegangen und habe die einzelnen Bäume in diesem Garten umarmt und mit ihnen gesprochen", berichtet Frühwald. "Das heißt, er hat in den Bäumen mit den Ahnen seiner Familie gesprochen, die diese Bäume gepflanzt haben und die in diesen Schatten groß geworden sind."
Was ist ein Wald ohne Bäume? Ein Katastophen-Gebiet. Ein verkarsteter Ort ohne Trost. Vielleicht verirren sich noch ein paar Vögel hierher.
Bedrohung und Heimat
Es wird ein düsteres Eichendorff-Jahr, in dem sich der Todestag des Dichters zum 150. Mal jährt. "Der Wald ist etwas, wohin sich der Mensch zurückziehen kann, wenn er denn überhaupt einen Rückzug sucht", meint der Literaturwissenschaftler Ton Koopmann. "Auf der anderen Seite ist der Wald auch das Rückzugsgebiet der Räuber, die sich in den böhmischen Wäldern verschanzen. Er ist Bedrohung und Heimat zugleich. Er ist nah und fern. Er ist Fluchtpunkt und eigentlich nie so ganz fester Besitz gewesen."
Im Wald, da sind die Räuber. Eben. Die Gefahr hat schon immer im Dunkel der Tannen gewohnt. Die Chinesen dürfen kommen. Und wenn sie den letzten Baum mitgenommen haben: Eichendorff lebt weiter! |
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http://www.waldportal.org/aktuell/news/news.heim.20070626/
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Einem Bericht des Umweltinstitutes München zufolge ist China das erste Land, in dem großflächig Gen-Bäume angepflanzt werden. Mit fragwürdiger Wirkung: Mehr als 1,4 Millionen Pappeln sollen seit 2004 gepflanzt worden sein, die durch genetische Manipulationen einen für Insekten giftigen Wirkstoff produzieren. „Da die Bäume ohne jegliche Überwachung angebaut wurden, kann jedoch niemand mehr sagen, wo sie sich befinden. Eine Kontrolle ist damit nicht mehr möglich", geht aus dem Bericht hervor. Die Auswirkungen auf die Umwelt seien noch nicht weitreichend untersucht, die Experten gehen von der Schaffung „grüner Wüsten" aus, da sich die Wirkung des Pflanzengiftes nicht nur auf Schädlinge beschränkt sondern auf die gesamte Nahrungskette übertragen könnte. Außer den genmanipulierten Pflanzen kann in der Folge nichts mehr überleben.
Die KP Chinas hat außer Lippenbekenntnissen und Propaganda-Projekten keine nennenswert greifbaren Änderungen in ihrem Umgang mit Mensch und Natur an den Tag gelegt. Land und Leute sind bis an die Grenzen der Belastbarkeit ausgebeutet, doch ihr Heißhunger ist noch nicht gestillt - und greift über die Landesgrenzen hinweg.
Ein diesbezüglicher Witz in der DDR lautete:
Frage: „Was passiert, wenn wir die Kommunisten in die Wüste schicken?"
Antwort: „Das geht ein paar Jahre lang gut und dann wird der Sand knapp!" |
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| Ein Blick in die jüngere chinesische Geschichte und den Umgang Rotchinas mit den eigenen Holzressourcen kann hier schaudern machen. Der „große Sprung nach vorn" von Mao Zedongs „Acht-Punkte-Plan" zur Landwirtschaftsreform hatte mit 30 Millionen Hungertoten nicht nur direkt katastrophale Folgen für die Bevölkerung. Eine andere Folge der von Mao verursachten Revolte, das Ausmaß der Auswirkungen auf die Umwelt, wird erst heute spürbar: Abholzung und Tiefpflügen führten zu flächendeckender Bodenerosion, Wasserbauprojekte veränderten Abfluss und Sedimentation. Der intensiven Abholzung fielen großflächig uralte Waldbestände zum Opfer. Die zunehmenden Sandstürme der folgenden Jahre trieben den Sand über den Pazifik hinweg nachweislich bis nach Alaska. |
http://www.google.de/search?hl=de&a.....che&meta=lr%3Dlang_de
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http://www.taz.de/index.php?id=umwe.....=475&cHash=f2ef9ac6b6
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Die deutschen Förster schlagen Alarm: Der deutsche Wald ist bedroht. Und diesmal ist es nicht der Borkenkäfer oder der saure Regen, der dem grünen Nationalstolz an die Rinde flickt - es ist der Chinese, der in seinem Hunger nach Rohstoffen nun auch eine Auge auf die deutsche Eiche geworfen hat.
Weitere ArtikelDie Holzwerkstatt der Welt
Ausbeutung in Bayerns Wald
"Chinesen kaufen in Deutschland ganze Wälder", übertitelte der Bund Deutscher Forstleute am Montag eine Pressemitteilung, die gestern dann über die Nachrichtenagentur afp verbreitet wurde. Darin zeichnen die Förster ein dramatisches Szenario. Der "Globalplayer China" übernimmt eine Führungsrolle in der Weltforstwirtschaft. Weil Holz so teuer geworden ist, kauft er lieber gleich ganze Wälder als nur ein paar Bäume. "Deutschland ist aufgrund der hohen Holzvorräte für die Chinesen ein lukratives Waldland, in dem es sich lohnt, zu investieren." Angeblich würden Investoren aus China im großen Stil über Waldkäufe in Schleswig-Holstein verhandeln, in der Nähe von Celle hätten sie schon zugeschlagen.
Steht der deutsche Wald vor dem Ausverkauf? Ein Klick auf die Internetseite ww.ihb.de - die internationale Holzbörse - beruhigt: 13 Wälder wurden gestern weltweit angeboten, nur einer davon aus Deutschland: 500 Hektar in Ostwestfalen, wer der Besitzer ist, erfährt man erst, wenn man ein Angebot abgibt. Fünfhundert Hektar sind nicht wenig, schließlich werden auch acht Hektar im Burgund angeboten und 7,4 Hektar in Rumänien. Aber spannender scheint es doch in Brasilien zu sein: 10.000 Hektar im Norden des Landes, und sogar 150.000 Hektar Tropenbäume im Amazonas.
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