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Wie sah Jesus Christus wirklich aus?

Jesus Christus starb vor fast 2000 Jahren. Es gibt heute kein authentisches Bild von ihm. Kann die moderne forensische Medizin nachweisen, wie Jesus wirklich ausgesehen hat? Die Forschungsergebnisse heutiger Experten und die Aussagen der Bibel können überraschend sein.

http://www.gutenachrichten.org/ARTIKEL/gn04mj_art4.htm

Von Gary Petty

Die Überschrift verkündet: „Das wahre Gesicht Jesu“, und beim Weiterlesen erfährt man, worum es geht: „Fortschritte in der forensischen Medizin offenbaren das berühmteste Gesicht der Geschichte.“ Der Artikel, der herkömmliche Darstellungen von Jesus herausfordert, erschien nicht in einer religiösen Zeitschrift, sondern war der Leitartikel in der Dezemberausgabe 2002 des US-Wissenschaftsmagazins Popular Mechanics.

Der Artikel beginnt mit folgenden Sätzen: „Sobald Kinder aus christlichen Familien die Sonntagsschule besuchen, setzt sich ein bestimmtes Bild von Jesus Christus in ihren Köpfen fest. In Nordamerika wird Jesus oft größer und schlanker als seine Jünger dargestellt, mit langen, hellbraunen Haaren, blasser Haut und hellen Augen.

So bekannt dieses Bild auch sein mag, besteht es doch aus vielen Irrtümern. Eine Person mit diesen Gesichtszügen und dieser körperlichen Statur hätte sich in der Gegend, wo Jesus lebte und wirkte, in ihrer Erscheinung völlig von der übrigen Bevölkerung abgehoben.“

Wie können wir wissen, wie Jesus wirklich ausgesehen hat? Verschiedene Kulturen sind sich keineswegs einig über das Aussehen Jesu. Europäische Maler porträtieren ihn gewöhnlich groß und sehr schlank, mit feinen, fast weiblichen Gesichtszügen. In einer afrikanischen Ausgabe der King James Bibel, The Original African Heritage Edition, erscheint Jesus auf einem Bild als Mann aus Zentralafrika.

Jesus und lange Haare
Die BBC-Rekonstruktion des Aussehens Jesu geht auch davon aus, daß die allgemein verbreitete Vorstellung von einem Jesus mit langen Haaren falsch ist.

Zur Herstellung der computeranimierten Darstellung wurde nach Berichten der Zeitung Times ein Schädel benutzt, den man bei Straßenbauarbeiten in Jerusalem gefunden hatte. Israelische Archäologen hatten den Ort als eine jüdische Grabstätte aus dem ersten Jahrhundert identifiziert. Auch Christus-Fresken aus Synagogen in der Region wurden als historische Arbeitsgrundlage für die Computeranimation herangezogen. Darüber hinaus zeigen viele Büsten aus dieser Zeit Männer mit kurzen Haaren. Es war nicht üblich für einen Juden, lange Haare zu tragen.

Wenn Jesus wirklich lange Haare gehabt hätte, wäre die Aussage des Apostels Paulus, es sei für einen Mann eine Schande, lange Haare zu haben, nur schwer verständlich. Woher stammt also die Idee von einem Jesus mit langen Haaren?

Jahrhundertelang haben einige geglaubt, daß Jesus unter dem Gelübde der Nasiräer gestanden hätte. Ein Nasiräer versprach bei seinem Gelübde, keinen Wein zu trinken bzw. Weintrauben zu essen, keinen Leichnam anzufassen und sein Haar bis zum Ende des Gelübdes nicht zu schneiden (4. Mose 6,1-6). Erst danach durfte das eigene Haar geschnitten werden. Das gleiche galt auch für Frauen, die dieses Gelübde abgaben.
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