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Wahrheitsgehalt von Offenbarungen












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Die Qualität von Offenbarungen

Medien, und vor allem die Tieftrancemedien, können auf die Gruppen, die sich um sie bilden, einen starken Einfluß ausüben. Es ist deshalb wichtig zu prüfen, wes Geistes Kind sie sind. Die Frage ist uralt, und schon in der Apostelgeschichte wird geraten: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.“ Wenn Geld oder Gehorsam eine Rolle zu spielen beginnt, wenn die Gruppe elitär wird, wenn sie sich nach außen abgrenzt, wenn der Leiter in besonderer Weise geehrt oder gar vergöttlicht wird, wenn Dogmatismus und Wahrheitsanspruch herrscht uäm., dann ist zumindest der Gruppengeist höchst zweifelhaft, auch wenn er noch so ehrenwert erscheint. Transzendenz und geistige Wesen zu akzeptieren heißt noch lange nicht, diesen Erscheinungen kritiklos andächtig zu begegnen! Offensichtlich haben auch geistige Wesen Charakter, manchmal guten, manchmal schlechten. Wo „Jesus“ draufsteht, muß noch lange nicht immer Jesus drin sein. Daß sich der „echte Christus“ bei Uriella z.B. mit Fragen nach dem gesundheitlichen Wert von Kefir und mit zweifelhaften Heilessenzen ernsthaft beschäftigen sollte, ist für mich nicht nachvollziehbar. Dies vor allem dann, wenn man Uriellas Offenbarungen mit den geistigen Höhenflügen anderer Offenbarungen Christi vergleicht, z.B. mit der koptischen “Pistis Sofia“, der Apokalypse des Johannes oder dem „Kurs in Wundern“. Die Aufforderung zu Skepsis und konstruktiver Kritik gilt allen Wesen gegenüber, seien sie innerhalb oder außerhalb dieser Welt. Allein schon die Tatsache existierender Widersprüche erfordert diese Haltung.
Wer Interesse hat, kann sich den ganzen Bericht selbst durchlesen und sich seine eigene Meinung bilden. Wie in allem anderen auch.


Ein Bild aus einer alten Bibel zeigt Johannes, wie er von einem gewaltigen Geist Gottes (Gott selbst ist rechts oben durch Strahlen symbolisiert) die Apokalypse als Offenbarung empfängt. Die überwältigende Kraft und Verbindlichkeit einer Offenbarung wird in dieser Darstellung deutlich. Bei Johannes heißt es: "Was du siehst, das schreibe in ein Buch!", bei Willigis: "Die Seele lauscht, es spricht der Geist.", bei Jakob Lorber: "Nimm deinen Griffel und schreib!". Wer das damals wie heute erlebt, für den ist das kein Mythos, keine Halluzination, kein Traum, sondern eine absolut reale Erfahrung. J. Greber und R. Buck beschreiben dies eindringlich. Welche Bedeutung dies hat, muß jeder für sich selbst entscheiden.

In Offenbarungen ereignet sich Transzendenz, d.h. es "leuchtet" etwas klar und verbindlich aus einer anderen Welt in unsere Welt hinein, meist in Form von Kommunikation und Information. Die Vorstellung, wie dies geschieht, dürfte nicht allzu schwer fallen, wenn wir das uralte Bild ernst nehmen, nachdem wir Menschen in einem Teil unseres Wesens selbst geistig (d.h. nicht-materiell gegründet) oder gar göttlich sind, d.h. daß wir – entgegen der protestantisch-amtskirchlichen Meinung – eben doch eine „eigenständige“, d.h. von der materiellen Körperlichkeit prinzipiell unabhängige Seele und Bewußtsein haben (siehe weiter unten das Kapitel „Körper und Geist“).

Der geistige Partner dieser Kommunikationen war, so wird gesagt, bei Moses und Jesus Gott, der "Kurs in Wundern", die Apokalypse, die „Pistis Sofia“ und die Theologie von Paulus stammen von Christus, zu Daniel und Roland Buck sprach der Erzengel Gabriel, Partner von Matthaei sind meist Gott und der Erzengel Raphael, und dazu gibt es unzählige Dokumente über Kontakte mit Verstorbenen. Das klingt alles ziemlich romanhaft, es wird uns unbehaglich, wenn Glaubensvorstellungen so konkret werden, daß Glaube in Erfahrung umschlägt und dadurch verbindlich wird. Dabei ist jedoch zu bedenken, wenn z.B. "der Erzengel Gabriel" genannt wird, daß wir trotzdem nicht wissen, was sich objektiv hinter diesem Begriff verbirgt. Ich bevorzuge die Vorstellung von J.H. Matthaei, daß damit ein bestimmter Komplex spiritueller (d.h. nicht-materieller) Energie gemeint ist (auch unser Körper ist in diesem abstrakten Sinn ein Komplex von Materie und elektromagnetischer Energie), der sich in den Medien unserer Kultur als "Erzengel Gabriel" o.a. meldet. Der selbe Energiekomplex mag sich einem Hindu als ein Hindu-Gott zeigen oder einem Buddhisten als ein Mandala, d.h. als ein Symbol einer bestimmten Kraft und Bedeutung. In diesem Sinn sagt Ken Wilber: "In der Tiefe sind alle religiösen Erfahrungen gleich. Ihre Oberflächenstrukturen, die Erscheinungen selbst, sind jedoch kulturell gefärbt und bedürfen der Interpretation." Wer Religion und Übernatürliches ernst nimmt, muß sich mit diesen Phänomenen auseinandersetzen, denn welche anderen Quellen außer Spekulation, Dichtung, Wahn oder Lüge gibt es sonst?
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