Ohne Bindung keine heile Kinderwelt


http://www.zeitenschrift.com/magazin/53-erziehung.ihtml

Gewalt und fehlende Bildungserfolge an den Schulen, desinteressierte, konformistische Jugendliche, unreife, nicht bindungsfähige Erwachsene – was läuft falsch in unseren westlichen Wohlstands- und Hektik-Gesellschaften? Bahnbrechende Erkenntnisse aus der Entwicklungspsychologie zeigen: Gerade unser Glaube, wir müßten Kinder so früh wie möglich von uns unabhängig machen und Kinder würden am besten in großen Gruppen Gleichaltriger gedeihen, verhindert in alarmierendem Ausmaß die Heranbildung wirklich unabhängiger, voll ausgereifter Persönlichkeiten.



Wie kommt es nur, daß so viele Kinder und Jugendliche heute in einer anderen, für Erwachsene nahezu unzugänglichen Welt leben? Sie scheinen Erwachsene im allgemeinen und ihre Eltern im Besonderen nur noch als lästige Geräuschkulisse wahrzunehmen. Viele Kinder oder neudeutsch „Kids“ schauen Erwachsene nicht aufmerksamer an als Möbelstücke und reagieren auf deren Ansprache bestenfalls mit verächtlicher Gleichgültigkeit. Was Erwachsene gut und wichtig finden, kann schon deshalb nichts sein, und mit den Eltern Zeit zu verbringen, grenzt an Isolationsfolter, denn zuhause ist ja „niemand“, weil „alle“ zusammen irgendwo ab“chillen“. Technik, vor allem Kommunikationstechnik wie Handy und Internet, wird zwar eifrig genutzt, um coole Dialoge zu führen, aber nur die wenigsten möchten Technik auch verstehen oder gar selbst aktiv weiterentwickeln. Wie es mit dem Lernen in der Schule aussieht, wissen wir pätestens seit PISA ja auch. Da diese Entwicklung schon eine Weile so geht, feiern auch die Erwachsenen mittlerweile nach Jahrgängen getrennt (20+-Party, 30+-Party, 40+-Party...). Die Begeisterung für „Klassisches“ wird zunehmend ersetzt durch immer neue Pop-Kulturen mit einer Halbwertzeit von etwa zehn Jahren.
Wir finden das heute normal. Doch es kann nicht immer so gewesen sein, und das ist eindeutig belegbar: Jede Zivilisation und Kultur konnte und kann nur entstehen, indem generationsübergreifend Wissen weitergeben wird und nicht jede Generation alles wieder neu erfinden und entdecken muß. Diese vertikale Weitergabe von Kultur zwischen den Generationen wird derzeit zusehends ersetzt durch viele kurzlebige, horizontal nach Altersgruppen geschichtete Pop-Kulturen.
Geht es den Kindern und Jugendlichen wenigstens gut in ihrer abgetrennten Cool-Welt? Mitnichten, das zeigen die stark zunehmenden Selbstmordraten und die nach amerikanischem Vorbild amoklaufenden Jugendlichen. Der öffentlich gewordene Abschiedsbrief des Bastian B. aus dem deutschen Emsdetten zeigt das Ausmaß, in dem Jugendliche in ihrer, unserer Welt verzweifeln können. Wer cool ist, der friert, das leuchtet ein.
Der Bindungsinstinkt

Denn die Ursache für das Auseinanderdriften der Welten von Erwachsenen und Kindern ist, so Neufeld, geradezu erschütternd einfach, auch wenn die Auswirkungen komplex und vielschichtig sind: Kinder bringen für das Hineinwachsen in die Welt einen Bindungsinstinkt mit, der sich unzählige Zeitalter hindurch, seit Menschen auf der Erde leben, als nützlich erwiesen hat. In den letzten fünfzig Jahren haben wir jedoch unseren Lebensalltag so radikal verändert, daß dieser uralte Bindungsinstinkt, der die Beziehungen von Kindern zu ihrer Umwelt ordnet, seine Aufgabe nicht mehr erfüllen kann. Die instinktiven Mechanismen wirken sich statt dessen fatal zu unser aller Nachteil aus.
Es lassen sich sechs Bindungsarten ausmachen. Biologisch gesehen sind wir – wie viele Säugetiere – Nesthocker und Traglinge. Das heißt, wir kommen in einem Zustand zur Welt, in dem wir auf die umfassende Versorgung und später Anleitung erwachsener Artgenossen angewiesen sind, um überleben zu können und um zu lernen, wie das Leben funktioniert. Dementsprechend haben sich Mechanismen entwickelt, die dafür sorgen, daß dies auch geschieht.

Bindung durch körperliche Nähe und Zärtlichkeit.

Das Neugeborene braucht, abgesehen von der Versorgung mit Nahrung und Wärme, intensiven Körperkontakt, am liebsten rund um die Uhr. Alleinsein löst bei ihm einen Alarmzustand aus, der seine Entwicklung durch Streßhormone behindert. In der Steinzeit, bei Naturvölkern und in traditionellen Gesellschaften ist das meist kein Problem, wir tun uns heute eher schwer damit, dieses grundlegende Bedürfnis unserer Babys zu erfüllen. Mit ganztägiger Berufstätigkeit beider Eltern außer Haus ist es kaum vereinbar, denn was in Jahrmillionen gewachsen ist, läßt sich nicht einfach abstellen. der Rest des Textes siehe Link.
Es gab u gibt keinen unterschied zw. "Kids" "Heute" u "Gestern"! Jedes Kind ist der Spiegel der Gesellschaft! Bzw. der Spiegel der Eltern! Welch Erwachsener "respektiert" die Meinung eines Kindes, warum sollte dann ein Kind die Meinung eines Erwachsenen respektieren? Die Welt war u ist was sie ist : ein immer kehrendes Theaterstück, nur die "Masken" sind andere! Ich mag die Menschen - heute - ob Erwachsener o Kind/Jugendlicher! Wollt Ihr "liebende" Kinder, dann seit Vorbild!
U das schreibt ein "Erwachsener"!
LG Michael
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"Die Suche nach dem Glück -
ist immer eine Suche nach Dir selber!" (Michael)
Ich bin mir sicher das die Kinder die Zukunft von uns sind ohne Kinder keine Zukunft das ist schon klar! Aber ich sage euch Leute ich würde in dieservWelt kein Kind zeugen diese Welt ist viel so schlecht das mein kind nur schlechte Erfahrungen machen muss wie sch*** die Welt ist und es einsieht das das ganze leben kein Sinn hat.
Ich schliesse mich Michael an.Die Kinder heute tun dasselbe wie die Kinder von gestern,jeder geht seinen Weg unter diesen vielen Wegen die sich anbieten so gut er kann.

Lg Ellen