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Eigenschaften eines Gottgeweihten












Hallo biogral und Reinhard,

Zitat:
15Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es denn allen, die im Hause sind. 16Also laßt euer Licht leuchten vor den Leuten, daß sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.
(Mt 5, 15-16)]


ja die obige Stelle aus dem NT ist mir bekannt.

Ich würde sagen hier geht es zuerst einmal um Selbstverwirklichung (ein Licht anzünden). Und wenn es brennt, sollte es sich allen zeigen (Zeugnis ablegen).
Die guten Eigenschaften eines Gottgeweihten zeugen für seinen Herrn. ("an den Früchten könnt ihr sie erkennen")

Laut den Veden basieren die Prinzipien (weltlicher) Religion auf vier Säulen:

dharma = Religion
artha = wirtschaftliche Entwicklung
kama = Sinnenbefriedigung
moksha = Befreiung

Shri Krishna erklärt in der Bhagavad-Gita:

"Ich bin der Ursprung aller spirituellen und materiellen Welten. Alles geht von Mir aus. Die Weisen, die dies vollkommen verstanden haben, beschäftigen sich in Meinem hingebungsvollen Dienst und verehren Mich von ganzem Herzen." (BG 10.8

In den oberen vier Prinzipien geht es jedoch immer noch um das eigene Wohl. Das ICH und MEIN steht im Vordergrund. Diese "vier Säulen" sollen das menschliche Leben regulieren, auf das sie Fortschritt machen auf dem Weg zur Erlösung.

Shri Krishna erklärt in der Bhagavad-Gita, dass diese Art der Religion genau betrachtet Betrug ist. Denn sie führt uns nicht zum Wesenskern unseres Selbst.
(die einen versuchen diese Welt zu geniessen ---> dharma, artha, kama; und die anderen sind frustriert weil sie erkannt haben, das es nicht möglich ist in dieser Welt anhaltendes Glück zu finden ---> moksha)

Wer ist der eigentliche Besitzer aller Dinge, einschliesslich unseres Körpers? Unser Körper ist ein Produkt der materiellen Natur und wird nach dem er wieder in seine einzelnen Bestandteile zerfallen ist, wieder in diese eingehen. Und der Besitzer der materiellen Natur ist der Höchste Herr. Aus diesem Grund sollte man dem Herrn mit Geist, Worten und Taten dienen - erst dann können wir ewiges Glück erlangen. ---> "also lasst euer Licht leuchten"

Glücklich können wir nur werden, wenn wir unsere persönliche, ewige Beziehung mit dem Herrn wieder aufnehmen.

Am Ende der Bhagavad-Gita (18.66) kommt Shri Krishna auf den Punkt,
und sagt:

sarva-dharman parityajya mam ekam sharanam vraja
aham tvam sarva-papebhyo mokshayishyami ma shucah


Gib alle Arten von Religion auf, und ergib dich einfach Mir. Ich werde dich von allen sündhaften Reaktionen befreien. Fürchte dich nicht.

Hier erst fängt das wahre Leben an. Wenn der aufrichtige Gottgeweihte sich ergibt und sich im Dienst des Herrn beschäftigt, erlischt auch sein karma aus all seinen vergangenen Leben fast vollständig (sowohl vikarma=sündhafte Handlungen, als auch karma=fromme Handlungen.
Sich im Dienst des Herrn zu beschäftigen ist akarma=Handlungen ohne materielle Reaktionen)

Als Fortsetzung der Lehren der Bhagavad-Gita, gilt das Bhagavata Purana.
Das dort Anfängt wo die Bhagavad-Gita aufhört.
Was ist wirklich Liebe zu Gott? Wie kann ich Liebe zu Gott entwickeln?

Gruss
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum II


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