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http://www.weltvonmorgen.org/broschuren/zg01.htm
Wurden die Zehn Gebote abgeschafft?
In den vorangegangenen Kapiteln dieser Broschüre haben wir untersucht, wie sich die Zehn Gebote als lebendiges und aktives Gesetz in positiver Weise auf alle Aspekte unseres persönlichen Lebens auswirken. Doch heutzutage verkünden viele, die sich Pastoren und Bibelgelehrte nennen, zu unrecht, dass die Zehn Gebote „abgeschafft" seien – wie sie sich ausdrücken – oder dass sie durch die „neuen" Gebote Jesu ersetzt wurden.
Worum handelt es sich bei diesen „neuen" Geboten? Ersetzen sie die Zehn Gebote oder widersprechen sie ihnen? Was sagt die Bibel über dieses wichtige Thema?
Betrachten wir zunächst einmal eine der wichtigsten Absichten, die zur Menschwerdung von Jesus Christus auf dieser Erde geführt haben. Jesaja prophezeite über Jesus, „dass er sein Gesetz herrlich und groß mache" (Jesaja 42, 21). Wir sehen also, dass Jesus nicht kam, um das Gesetz aufzuheben, sondern um es „groß" zu machen.
Etwas groß zu machen bedeutet das genaue Gegenteil davon, dass man etwas verändert oder aufhebt. Es bedeutet, auch noch das kleinste Detail offen zu legen – wie bei einem Vergrößerungsglas. Leben und Lehre Jesu haben genau diese Funktion im Hinblick auf das Gesetz des Vaters erfüllt.
Jesus sagte: „Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen" (Matthäus 5, 17). Und Jesus tat genau, was diese Worte ausdrückten. Er erfüllte das Gesetz durch die Art, wie er lebte und was er lehrte. Er machte es durch sein persönliches Vorbild groß, brachte das Gesetz zu seiner ganzen Fülle, indem er über den buchstäblichen Gehorsam hinausging und sogar die kleinste geistliche Absicht hinter dem vollkommenen Gesetz des Vaters befolgte.
Diejenigen, die ihn als Lehrer kannten, konnten ihm niemals vorwerfen, die Gebote Gottes gegen Menschengebote ausgetauscht zu haben. Er gehorchte den Zehn Geboten in Wort und Tat. Er lehrte sie und lebte nach ihnen als dem vollkommenen Weg des Lebens.
Er sagte: „Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich" (Matthäus 5, 19).
Natürlich sollten wir danach streben, in Gottes Reich „groß" zu sein. Wir sollten den Wunsch haben, so viel von unserer fleischlichen Gesinnung zu überwinden, wie möglich, damit wir die Gelegenheit bekommen, zu dienen so gut wir können! Dafür sollten wir ernsthaft und engagiert darauf bedacht sein, auch die „kleinsten" Gebote Gottes zu befolgen und zu lehren. Halten Sie das Sabbatgebot für das „kleinste"? Wenn ja, dann wäre es gut, den Sabbat Gottes einzuhalten und zu lehren, wie Gott es geboten hat, indem Sie Christi vollkommenem Beispiel nachfolgen und den siebten Tag heilig halten – und nicht den „Tag der Sonne"!
suchwort: der zwang zur einhaltung der gebote religion
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