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Danke Ihr Lieben!
Danke Gabriele für deine Worte. Genauso fühlt es sich an, als hätten wir schon früher füreinander eingestanden, in vergangenen Leben. In mir findet ein Kampf statt. Mein Herz sagt mir ich will das mit ihm zusammen durchstehen, doch mein Kopf weiß um die geringen Erfolgschancen und die Risiken. Und ich weiß einfach nicht, welche Richtung ich einschlagen sollte.
Ich weiß nicht ob ich stark genug bin für diesen Weg. Wie Heiko auch schrieb, fühle ich, daß es mich zerstören kann wenn ich mich auf eine falsche Weise darauf einlasse und ihm und mir mehr schade als helfe.
Danke Phan für den Buchtipp, Ich werd es mir nach dem nächsten Lohn bestellen. Ich denke es trifft genau das, was ich wissen wollte.
Danke auch Heiko... deine Ansicht ist interessant. Mir fehlt dieser "selbstsichernde" Egoismus manchmal in solch wichtigen Momenten, da kommt mein Glaube wieder duch, daß geben seliger ist denn nehmen. ... (wenn ichs nur sonst so oft leben würde).
Allerdings kann er meine Hilfe nicht für seine Sucht benutzen, da er ja auf Station ist und das die nächsten 1,5 - 2 Jahre.
Auch kenne ich ihn schon lange, also ich kenne ihn clean und auch als Süchtigen sehr gut. Letzteres hat mir oft Angst gemacht... und wenn er clean ist, ist er - möcht ich so sagen - mein Traummann!
Von der Zeit in der er Suchtkrank war hab ich viele schlimme Erinnerungen. Ich brachte ihm zum letzten Besuch ein Buch mit. Als wir vor zwei Tagen telefonierten, fragte er mich warum ich im das Buch nicht mal eher zum lesen gegeben hätte.
Ich musste ihm sagen, daß ich das Buch in seiner Gegenwart schon gelesen hatte und es für mehrere Monate in seiner Schrankwand stand, ich hatte ihn oft darauf aufmerksam gemacht. Nicht mal daran konnte er sich erinnern. Das hat ihn furchtbar beschämt.
Er weint oft, weil er sich an immer mehr Details erinnert, in denen er vor sich selbst erschrickt.
Er hat ernsthaftes Interesse daran clean zu bleiben (er ist es mitlerweile ein dreiviertel Jahr). Sein Therapeut lobte ihn für seinen Einsatz. Er sei ein Vorbild für die Anderen.
Leider haben wir letztes Jahr ein ungeborenes Kind verloren. Es war ein Wunschkind und das hat ihn natürlich auch sehr aus der Bahn geworfen. Wir wollten schon länger ein Kind. Ich glaube ihm, wenn er sagt, daß er die Schnauze voll hat von seinem vergangenen Lebensstil und die Familie über alles stellen möchte.
Das ist eine große Hilfe für Ihn, aber vielleicht ist es auch nur um mich zu halten.
Aber er weiss auch, daß sein Körper nicht noch einmal solch eine Zeit durchhalten könnte. Er hatte damals schon Astma davon bekommen und sich Nachts die Lunge aus dem Leib gehustet. Er hatte nur noch blutige Nase, entzündete Augen, Magenschmerzen und sah aus wie der Tod auf zwei Beinen. Mittlerweile hat er gut 10 Kg zugenommen und hat nun Idealgewicht.
Ich rauche nicht mal - und auch sonst leb ich recht gesund. Also dahingehend hätte er keinerlei Verlockungen bei mir, außer vielleicht von meinen guten Aufläufen süchtig zu werden.
Er hat sich auch von seinem damaligen Freundeskreis radikal abgewandt. Er möchte keinen Kontakt mehr weil er weiß wie groß die Verlockung dann sein wird.
Ich hoffe ich langweile euch nicht, doch ich bin froh die Möglichkeit zu haben das alles zu erzählen und Reaktionen von "Aussen" zu bekommen.
Ganz liebe Grüße
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