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Sucht












Vielen Dank für Eure Antworten.

Mir mir selbst komm ich mittlerweile ganz gut klar. Bis auf das ich ebend meinen Freund an die Drogen verlor.

Es tut gut, Eure Ansichten zu lesen.
Mein Freund ist ja auf der Station in ganz guten HÄnden. Sein Therapeut bindet mich in seine Therapie mit ein - das steht allerdings noch ganz am Anfang.

Ich selbst weiß nicht, wo ich eine Selbsthilfegruppe finden könnte. Ich wohne in einer ländlichen Gegend und bin auch nicht mobil im Moment. Leider fühle ich mich oft sehr allein und unverstanden. Den einzigen Rat, den ich von Freunden bekomme ist, daß ich mich von meinem Freund trennen sollte.

Aber wie Gabriele schrieb.. hab ich das Gefühl es gehört zu meiner Lebensaufgabe und meine Seele möchte lernen diesen suchtkranken Menschen zu begleiten und dadurch auch selbst zu reifen.

Kann mir jemand entsprechende Lektüre empfehlen?

... Ich werde auf jeden Fall eine spezifische Meditation durchführen. Ich vergesse oft die Führung und Stärke meiner eigenen Seele.

Danke nochmal...
Liebe MiaLuna, die Begegnung mit diesem Menschen will Dir etwas sagen.
Wie Herr Dr. Alexander Gosztonyi schreibt: nicht ist ohne Sinn - alles ist von Gott gewollt - wir müssen nur den Sinn dahinter erkennen - vielleicht hattest Du in früheren Leben mit diesem Freund zu tun - es ist für Dich eine Aufgabe - die Du bestehen solltest. Wir können manchen Aufgaben nicht ausweichen, sie holen uns immer wieder ein - höre auf Deine innere Stimme.
Herr Gosztonyi ist selbst Therapeut mit Alltagserfahrungen in seinem Beruf und inzwischen schon in einem hohen Alter - er ist noch heute für die Menschen da, die ihn brauchen. - Ich spreche da aus Erfahrung.
Literatur gibt es viele und sicherlich , wenn Du Dein Herz fragst und ein bißchen suchst, wirst Du sie finden -
ich wünsche Dir viel Kraft auf Deinem Weg.

Gabriele
Zitat:
(Was geht in der Astralebene vor sich, gibt es Sucht-verursachende Dämonen oder Geister?)


Also erstmal sollte das Hauptaugenmerk auf die bekannten Therapien und wie schon gesagt wurde auf Selbsthilfegruppen liegen aber es schadet ja nichts sich auch andderweitig zu bilden aber bitte achte darauf dass hier kein Missverhältnis entsteht

es gibt ein Buch "Besessenheit und Heilung" welches zu den etwas seriöseren auf diesem Gebiet gehört da es von einer Psychologin verfasst wurde mir ist eine weitere Psychologin bekannt die dieses Buch kennt und es zumindest nicht als Humbug abtut es ist also ein halbwegs seriöses Buch in dem das Thema Sucht ausführlich behandelt wird http://www.amazon.de/gp/product/393.....213?v=glance&n=299956

good luck
Phan
Hallo MiaLuna,

Selbsthilfegruppen findest du hier:

http://www.anonyme-alkoholiker.de/

Für Angehörige hier:

http://www.al-anon.de/

Es finden sich eine menge Drogenabhängige und Angehörige von Drogenabhängigen in den Meetings. Sucht is eben Sucht, das Suchtmittel spielt keine Rolle.

Zitat:
Den einzigen Rat, den ich von Freunden bekomme ist, daß ich mich von meinem Freund trennen sollte.


Du solltest ihn Loslassen, aber in Liebe! Das können die dir in den Gruppen am besten erklären, wie das geht und wie du deinen Freund am besten Unterstützen kannst, ohne ihn in seiner Sucht zu stützen! Es ist leider ein typisches Symptom bei Süchtigen, alle Hilfe die sie kriegen können, nur dazu zu benutzen, ihrer Sucht weiter nachgehen zu können und das muß vermieden werden! Solange der Betroffene den Weg der Sucht weitergeht, wird deine Liebe nur dazu dienen ihm bei seiner Selbstzerstörung behilflich zu sein! Diesen Weg kann und darf man nicht mitgehen, du würdest dich sonst selbst zerstören! Liebe ist für Süchtige nur ein leeres Wort, nur mittel zum Zweck!

Zitat:
Aber wie Gabriele schrieb.. hab ich das Gefühl es gehört zu meiner Lebensaufgabe und meine Seele möchte lernen diesen suchtkranken Menschen zu begleiten und dadurch auch selbst zu reifen.


So kann man es auch ausdrücken! Ich würde sagen, wer sich so etwas antut, der wird es wohl auch brauchen! Am Schluß jedenfalls ist man ein Stück reifer! Aber hüte Dich vor selbstüberschätzung! Derartige "Reifeprozesse" können Dich auch zerstören, ja sogar töten! Wenn es zuviel wird, steig einfach aus! Lauf weg, es ist dein gutes Recht!

Und noch etwas aus meiner AA Erfahrung! Die meisten Beziehungen zerbrechen, wenn der Süchtige wirklich "clean" wird! Du solltest also nicht damit rechnen, das es sich "lohnt"! Sei Egoistisch und tu nur was du kannst und was dir behagt!

Was deinem Freund hilft, wenn er rauskommt, ist ein gutes Beispiel! Zeig ihm, das man Alkohol, Tablette und Drogen nicht braucht und mach beim "clean" sein mit! Sollte einem nicht Süchten ja nicht schwer fallen! Rauchen ist noch OK, aber sonst, Bude freiräumen und den ganzen Mist rigoros in die Tonne! Zeig deinem Freund, das man sein Leben auch ohne die "Mittelchen" in den Griff bekommen kann!

Gruß Heiko
Danke Ihr Lieben!

Danke Gabriele für deine Worte. Genauso fühlt es sich an, als hätten wir schon früher füreinander eingestanden, in vergangenen Leben. In mir findet ein Kampf statt. Mein Herz sagt mir ich will das mit ihm zusammen durchstehen, doch mein Kopf weiß um die geringen Erfolgschancen und die Risiken. Und ich weiß einfach nicht, welche Richtung ich einschlagen sollte.

Ich weiß nicht ob ich stark genug bin für diesen Weg. Wie Heiko auch schrieb, fühle ich, daß es mich zerstören kann wenn ich mich auf eine falsche Weise darauf einlasse und ihm und mir mehr schade als helfe.

Danke Phan für den Buchtipp, Ich werd es mir nach dem nächsten Lohn bestellen. Ich denke es trifft genau das, was ich wissen wollte.

Danke auch Heiko... deine Ansicht ist interessant. Mir fehlt dieser "selbstsichernde" Egoismus manchmal in solch wichtigen Momenten, da kommt mein Glaube wieder duch, daß geben seliger ist denn nehmen. ... (wenn ichs nur sonst so oft leben würde).
Allerdings kann er meine Hilfe nicht für seine Sucht benutzen, da er ja auf Station ist und das die nächsten 1,5 - 2 Jahre.

Auch kenne ich ihn schon lange, also ich kenne ihn clean und auch als Süchtigen sehr gut. Letzteres hat mir oft Angst gemacht... und wenn er clean ist, ist er - möcht ich so sagen - mein Traummann!

Von der Zeit in der er Suchtkrank war hab ich viele schlimme Erinnerungen. Ich brachte ihm zum letzten Besuch ein Buch mit. Als wir vor zwei Tagen telefonierten, fragte er mich warum ich im das Buch nicht mal eher zum lesen gegeben hätte.

Ich musste ihm sagen, daß ich das Buch in seiner Gegenwart schon gelesen hatte und es für mehrere Monate in seiner Schrankwand stand, ich hatte ihn oft darauf aufmerksam gemacht. Nicht mal daran konnte er sich erinnern. Das hat ihn furchtbar beschämt.

Er weint oft, weil er sich an immer mehr Details erinnert, in denen er vor sich selbst erschrickt.

Er hat ernsthaftes Interesse daran clean zu bleiben (er ist es mitlerweile ein dreiviertel Jahr). Sein Therapeut lobte ihn für seinen Einsatz. Er sei ein Vorbild für die Anderen.

Leider haben wir letztes Jahr ein ungeborenes Kind verloren. Es war ein Wunschkind und das hat ihn natürlich auch sehr aus der Bahn geworfen. Wir wollten schon länger ein Kind. Ich glaube ihm, wenn er sagt, daß er die Schnauze voll hat von seinem vergangenen Lebensstil und die Familie über alles stellen möchte.

Das ist eine große Hilfe für Ihn, aber vielleicht ist es auch nur um mich zu halten.

Aber er weiss auch, daß sein Körper nicht noch einmal solch eine Zeit durchhalten könnte. Er hatte damals schon Astma davon bekommen und sich Nachts die Lunge aus dem Leib gehustet. Er hatte nur noch blutige Nase, entzündete Augen, Magenschmerzen und sah aus wie der Tod auf zwei Beinen. Mittlerweile hat er gut 10 Kg zugenommen und hat nun Idealgewicht.

Ich rauche nicht mal - und auch sonst leb ich recht gesund. Also dahingehend hätte er keinerlei Verlockungen bei mir, außer vielleicht von meinen guten Aufläufen süchtig zu werden.

Er hat sich auch von seinem damaligen Freundeskreis radikal abgewandt. Er möchte keinen Kontakt mehr weil er weiß wie groß die Verlockung dann sein wird.

Ich hoffe ich langweile euch nicht, doch ich bin froh die Möglichkeit zu haben das alles zu erzählen und Reaktionen von "Aussen" zu bekommen.

Ganz liebe Grüße
Forum -> Gesundheit und Wohlbefinden

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