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Religion und Naturwissenschaft
Schließen sich religiöses und wissenschaftliches Denken gegenseitig aus?
Ist es nicht eher so: Wissenschaftliches Denken ist nötig, um den Glauben vor Irrtümern zu bewahren,
und religiöse Erfahrung ist nötig, um die Wissenschaft vor blankem Materialismus zu schützen?
Diese Arbeit möchte naturwissenschaftliches und religiöses Denken auf der Basis religiöser Erfahrungen einander näherbringen.
Es geht mir nicht - wie meist üblich - um Glauben und Wissen, sondern um Erfahrungen.
Das linksstehende Verzeichnis zeigt drei Seiten A), B) und C). Sie befinden sich hier auf der Seite "B) Religion". Sie enthält Gedanken und Informationen zu religiösen Fragen, die erst verständlich werden im Anschluß an den Teil "A) Körper, Geist, Seele". Ebenso ist es mit dem Teil C), auch für ihn ist Teil A) ein wichtiges Vor-Wort. Interessierte Leser mögen bitte mit Teil "A) Körper, Geist, Seele" beginnen.
B) Religion
Gotteserfahrungen sind persönlich oder unpersönlich. Hierin liegt der wesentliche Unterschied zwischen den monotheistischen westlichen Offenbarungs- und den erleuchtungsorientierten östlichen Erfahrungsreligionen. Die westlichen Religionen (Judentum, Christentum und Islam) meinen, die persönliche, monotheistische Gottesvorstellung sei besser, hilfreicher und wahrer. Die östlichen Religionen (Hinduismus und Buddhismus) sind der umgekehrten Meinung. Wie Nathan der Weise sollte man beides verstehen als zwei gleichwertige Aspekte der aus unserer Alltagswelt heraus sowieso völlig unverständlichen umfassenden Wirklichkeit. Diese Gleichbehandlung versuchen die beiden Kapitel "2. Offenbarungen" und "3. Erfahrungen". Da Offenbarungen auch Erfahrungen sind, ist dies auch nicht allzu schwierig. Zu Beginn möchte ich jedoch mit Skepsis und Zweifel eine grundsätzliche Bemerkung zu den Evangelien und zu Paulus zu machen, da diese Schriften die Grundlage unseres Christentums darstellen.
Zum Lesen nicht verpflichtet. Interessante Darlegungen mit dem Ziel, die Religionen zu vereinen - ihre Einheit zu erklären.
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Der Heilige Geist, heilige Geister und Boten Gottes
Auf J. Grebers Frage, warum sich heute für das Christentum nur noch so wenige Menschen interessieren, antwortete das Geistwesen über das Medium des 16-jährigen Jungen (siehe hierzu Teil "A) Körper, Geist, Seele") zunächst:
"Die Quelle der Wahrheit [d.h. allen metaphysischen Wissens] ist Gott. Es ist eine grundlegende Lehre des wahren Christentums, daß nicht Menschen aus sich Wahrheitskünder sein können. Menschen können nur als Werkzeuge der Geisterwelt Gottes dienen ... Auch Christus wußte als Mensch Jesus nicht mehr als andere Menschen ... Daher war auch er auf die Geisterboten Gottes angewiesen (siehe Joh. 1,51; 8,26-2 ... Henoch, Abraham, Mose, alle Propheten des A.T. haben nicht von sich aus geredet (2.Petrus 1,20: 'Von einem heiligen Geistwesen geleitet haben diese Männer von Gott aus geredet.')"
Damit ist auch die eingangs gestellte Frage klar beantwortet, wieso Jesus nichts schriftlich dokumentieren ließ, obwohl dies zu seiner Zeit ohne Schwierigkeiten möglich gewesen wäre: "Aus der selben Quelle sollten alle diejenigen immer von neuem schöpfen, die seine Lehre weitertragen. Also zunächst seine Apostel. Sie sollten von der Geistern der Wahrheit von neuem unterrichtet werden, damit sich ja kein Irrtum einschleichen könne." Grebers Geistwesen verweist zur Bekräftigung auf Joh. 14:16,25; 16:12-13. In diesem Zusammenhang wird auch auf falsche Übersetzungen aufmerksam gemacht: Im gesamten N.T. darf es nie "der Heilige Geist" heißen, sondern stattdessen immer "ein heiliger Geist". In diesem Sinne hat Greber später das gesamte N.T. neu übersetzt und dabei medial viele Korrekturen späterer Fälschungen empfangen ("Das Neue Testament" von Johannes Greber). Joh. 14,26 heißt dort richtigerweise so: "Nachher kommt der Helfer, die heilige Geisterwelt, die der Vater in meinem Namen senden wird. Sie wird euch über alles Weitere belehren und euch auch alles das ins Gedächtnis zurückrufen, was ich euch gesagt habe."
Und weiter: "Es sollten also die später Lebenden nicht auf die religiösen Überlieferungen ihrer Vorfahren angewiesen sein." Damit ist die eingangs gestellte Frage, warum Jesus und die Apostel kein schriftliches Evangelium hinterlassen haben, klar und eindeutig beantwortet: Es schafft nur Mißverständnisse und hindert daran, auf mediale Weise die Informationen der Geister Gottes direkt und aktuell 'von neuem' zu empfangen. Auch Paulus sagt dies in aller Deutlichkeit z.B. in 1.Kor. 2,10-14. Auch hier muß man laut Greber zum richtigen Verständnis statt "der Geist" oder "Geist Gottes" sagen "ein Geistwesen". Der "Geist aus Gott" z.B. ist ein "von Gott beauftragtes Geistwesen, dessen Botschaft medial empfangen werden kann". Z.B. von Paulus in 1.Tim.4,1: "Der Geist aber sagt ausdrücklich ...".
Auch Johannes war mit dem Verkehr mit der Geisterwelt Gottes bestens vertraut, wie die folgenden Stellen zeigen: Johannes 1,51; 3,34; 4,39; 8,26-28; 14,16+; 14,26; 15,26; 16,12 [überall muß es in der richtigen Übersetzung "ein Geist" heißen].
Aus diesem Verständnis der Geist-geschichtlichen Entwicklung beantworten sich viele Fragen fast von selbst: Warum tragen wir diese religiöse Sehnsucht in uns? Warum wollen wir trotzdem von Gott so wenig wissen? Warum bevorzugen wir die Vorstellung eines fernen Gottes und finden einen nahen, uns direkt berührenden Gott als irritierend? Warum interessieren wir uns nicht für Offenbarungen, lehnen sie gar ab? Warum zucken wir ungläubig zurück, wenn wir konkrete Informationen über geistige Dinge wie Selbst, Paradies, Auferstehung uam. erhalten? uvam. Wir sind "Kinder Gottes", und wir sind zugleich "jenseits von Eden", weil und solange wir die Erfahrungen der Gottesferne suchen. Diese Erfahrungen sind oft schlecht oder zumindest unbefriedigend, denn Gottesferne bedeutet Lieblosigkeit, Angst und Sorge. Aus Angst machen wir uns künstlich stark, und so entsteht das Böse, Drewermann, Ken Wilber u.a. haben dies in vielen Büchern immer wieder neu beschrieben. Insofern sind die Informationen der Offenbarungen wichtig für uns, damit wir diese Zusammenhänge erkennen und unser Verhalten entsprechend korrigieren können. Nur durch re-ligio=Rückbindung an die Quelle des Seins und unseres geistigen Wesens können wir unsere tiefe Existenzangst überwinden und „das Ende allen Leidens“ (Buddha) erreichen. Dies ist die Grundbotschaft aller Religionen, sowohl der westlichen wie der östlichen.
Gemeinsamkeiten
Östliche und westliche Religionen haben gemeinsam eine grundlegende Dreistufigkeit der Entwicklung, die sich etwas abstrakt folgendermaßen formulieren läßt:
Schöpfer >> schöpfernahes Geschöpf >> schöpferfernes Geschöpf
Dies ist ein Weg, zeitlich und psychisch, und er führt hin und zurück.
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Willkommen bei einem
Grenzgänger
zwischen Religion und Wissenschaft
Ernsthaft kritisch anzumerken ist dagegen, daß das Werk prophetische Irrtümer enthält, die Gott als Autor nicht unterlaufen dürften. So gilt bei Lorber wie bei allen anderen geistigen Botschaften (auch bei Bibel und Koran) die Frage nach der Kompetenz und nach dem wahren Wesen des oder der geistigen Informanten. Manche Abschnitte könnten bei diesem monumentalen Werk durchaus der unbewußten und sich verselbständigenden Kreativität Lorbers entstammen. Skeptische Medien wie z.B. J.H. Matthaei prüfen deshalb unablässig Herkunft und Kompetenz ihrer Informanten.
These: Wesentliche religiöse Vorstellungen beruhen auf Offenbarungen. Richtige Antworten auf religiöse Fragen können nur aus Offenbarungen kommen. Theologien, Philosophien und Meinungen sind nur dann hilfreich, wenn sie sich an einer Vielzahl kultur- und zeitübergreifender, alter und neuer Offenbarungen orientieren. Die Beschränkung der großen Religionen und vieler Sekten auf ein einziges, altes Offen-barungsbuch (die Bibel oder den Koran) führt zu historischen Fragwürdigkeiten, zu falschen Theologien, läßt wesentliche Fragen offen und ist für zweifelnde Gläubige wenig hilfreich.
Für Interessierte.
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