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Sri Aurobindo - weise Worte












Aufmerksam geworden, in einem anderen Forum, durch die so negative Ansicht über Sri Aurobindo, nahm ich zum Anlaß, mich ein bißchen kundig zu machen. Da fand sich doch ganz Interessantes:-)

http://www.aurobindo.de/aurobindo/evolution.html

Zitat:

Der Mensch im Universum
Evolution ist nach Sri Aurobindos Vision das allmähliche Erwachen und Bewußtwerden des Geistes (Spirit), der in die Materie eingefaltet, involviert ist und sich in einem unendlich langwierigen Prozeß evolviert. So gibt es nichts, was gänzlich unberührt vom Geist ist, auch im Stein schlummert er als unbewußte Gegenwart und ermöglicht dem erwachten Menschen eine Art Kommunikation selbst mit dem scheinbar Leblosen, der Materie. In Pflanze und Tier erwacht der Geist zum Leben, sucht sich einen immer differenzierteren Ausdruck in den verschiedensten Manifestationen. Im Menschen erarbeitet sich die Evolution durch die neue Ebene des Mentalen (mind) eine weitere Stufe und kann nunmehr über sich selbst und ihre Zwecke bewußt reflektieren. So macht sich der Mensch Gedanken über seinen Daseinszweck, seine Stellung und Aufgabe im Universum und versucht letzteres in all seinen Aspekten zu ergründen und zu verstehen. Sri Aurobindo erwähnt immer wieder diese drei wichtigen Etappen: Materie, Leben, Mental, die der Mensch in Form seines Körpers, seiner Vitalität und seines Denkens als evolutionäre Vorleistung bzw. Gegenwart mit sich trägt.
Der mentale Mensch hat in seiner höchsten Entwicklung Persönlichkeiten wie Sokrates und Plato, Goethe und Shakespeare, Leonardo da Vinci und Beethoven hervorgebracht. Gleichzeitig stehen den hohen Gipfeln der Menschheit jedoch gewaltige Tiefen gegenüber, Abgründe der Grausamkeit, des Krieges, der Zerstörung und Disharmonie, wie wir sie in der Tierwelt nicht antreffen. Ein Zustand, wie ihn der Mensch auf Erden geschaffen hat mit einem immensen Potential der Selbstzerstörung ist kennzeichnend für die Krise, in die er mit seinem begrenzten Ego-Denken unweigerlich hineingeraten mußte, da ihm die Inspiration und das Wissen des Ganzen fehlt. Er ist ein "Zwischenwesen" in dem Sinne, daß ihm einerseits der natürliche, instinktive Einklang mit der Natur, wie er in der Tierwelt anzutreffen ist, verlorengegangen ist, ohne daß er andererseits auf einer höheren Ebene eine neue Harmonie gefunden hat.
So erleben wir nun, was Sri Aurobindo "Geburtswehen der Evolution" nennt. Durch viel Leid und Schmerz wird die Menschheit gedrängt, sich eine höhere Ebene zu erarbeiten. In einer globalisierten Medienwelt hämmern Ereignisse in der ganzen Welt auf unser Bewußtsein ein und lassen uns erkennen, wie sehr alles miteinander verknüpft ist. Kriege in fernen Ländern bringen uns Flüchtlingsströme, Konflikte zwischen fremden Völkern werden plötzlich bei uns auf heimischen Boden ausgetragen, der Kühlschrank oder Pkw in Australien beeinträchtigt ebenso die eine Atmosphäre der Erde wie hier im eigenen Land. So entsteht ganz natürlich ein Druck, weltumspannend zu denken. Eine ganzheitliche Lösung der Probleme der Menschheit, so sagt Sri Aurobindo, ist nur möglich, wenn wir begreifen, daß generell eine neue Stufe in der Evolution zu erklimmen ist, die den gegenwärtigen Status überwindet und sich einer größeren Schau öffnet. Denn auch das Mental gehört noch der "Unwissenheit" an, hat selbst nicht das Licht, kann es bestenfalls begrenzt empfangen und ausdrücken. Es wäre freilich unrealistisch zu erwarten, daß ein solcher "Sprung" gleich kollektiv erfolgt. Vielmehr ist zu erwarten, daß einige "Pioniere der Evolution" oder progressive Gemeinschaften zunächst den Weg bahnen.
Das göttliche Leben ist mehr als ein Buchtitel: Es ist ein Programm, das optimistisch davon ausgeht, daß die Erde - trotz allem - letztlich dafür bestimmt ist, Wohnstätte erleuchteter Wesen in einem harmonischen Leben zu sein. Denn die Evolution strebt - durch welche Abgründe auch immer - hin zu dem ihr uranfänglich einprogrammierten göttlichen Bild. Indem der Geist mit all seinen Attributen der Liebe, des Wissens, der Vollkommenheit progressiv erwacht in der Materie, führt er sie gleichzeitig in ihrer äußeren Form zur Verwirklichung ihres höchsten Potentials. Den alten Gegensatz von Geist und Materie überwindet Sri Aurobindo vollständig und weist die traditionelle Anschauung der Asketen zurück, die die Materie als lästiges Hindernis des Geistes betrachteten. Die spirituelle Befreiung, die Erlösung vom Zwang der Reinkarnation - in Indien mukti oder moksha genannt - wird nun zu einem bloßen Etappenziel: Man kehrt freiwillig zurück, nicht bloß um andere zu erlösen, sondern um teilzuhaben an einer freudigen Manifestation der göttlichen Wahrheit.
http://www.evolutionsforschung.org/GIndia.html
Zitat:

"Wenn wir die rechte Sicht der indischen und jeder anderen Zivilisation anstreben", schreibt Sri Aurobindo, "ist wichtig, daß wir uns an die zentralen, lebendigen, vorherrschenden Aspekte halten und nicht vom Wirrwarr der Nebensächlichkeiten und Einzelheiten irregeführt werden." Eine Zivilisation, eine Kultur müsse zuerst in ihren einleitenden, grundlegenden, dauerhaften zentralen Motiven, im Herzen ihres ständigen Prinzips betrachtet werden. Als solches arbeitet er für Indien heraus: "Die indische Kultur erkennt den Geist als die Wahrheit unseres Wesens und unser Leben als Wachstum und Entfaltung des Geistes. Sie erkennt das Ewige, das Unendliche, das Höchste, das Allwesen. Sie betrachtet dies als das verborgene höchste Selbst von allem. Das ist, was sie Gott, das Permanente, das Wirkliche nennt, und sie betrachtet den Menschen als die Seele und eine Kraft dieses Gott-Wesens in der Natur. Die fortschreitende Entwicklung des begrenzten Bewußtseins des Menschen zu diesem Selbst, zu Gott, zum Universalen, Ewigen Unendlichen hin, mit einem Wort, sein Wachsen in ein spirituelles Bewußtsein durch Entwicklung seines gewöhnlichen unwissenden natürlichen Wesens zur erleuchteten göttlichen Natur, ist für indisches Denken der Sinn des Lebens und das Ziel menschlichen Daseins."


http://www.google.de/search?q=sri+a.....g_de&start=0&sa=N


Wo ich mir dann aber ein Fragezeichen setze, ist Folgendes:


Zitat:

Dieser Transzendente Mensch entwickelt eine „große unpersönliche Persönlichkeit“. Er steht über seinen persönlichen Bedürfnissen und selbstsüchtigen Wünschen. Er soll die konstante Erfahrung haben, mit den anderen Lebewesen, mit der Welt und mit Gott in Einklang zu stehen. Daraus ergibt sich dann, dass der transzendente Mensch die Gesetzmäßigkeit im Handeln der anderen Lebewesen erkennt und sie von innen heraus versteht. Aus diesem Verständnis wächst dann Mitgefühl, weil er in ihnen auch einen Teil von sich selbst erkennt.

Der transzendente Mensch nimmt alle Qualitäten, Energien, Freuden, Leiden, Gedanken, Kenntnisse, Hoffnungen, Ziele der Welt in sich auf, bewegt sie in seinem Herzen, verwandelt und bereichert sie und gibt sie in einer verbesserten Form der Welt zurück. Er wird zu einem Element des Lichts für sich und für andere. Insofern ist der Übermensch fast ein Gott. Die Fähigkeit dazu gibt ihm der göttliche Funke, der in ihm ist.


http://www.koinae.de/aurobindo.htm
http://www.koinae.de/
http://www.google.de/search?hl=de&a.....che&meta=lr%3Dlang_de
Liebe Gabriele, bin noch nie in einem Forum gewesen u. weiß deshalb nicht, wie das läuft. Bin über Sri Aurobindo auf deinen Beitrag gestoßen. Ist natürlich schon lange her. Ist daher noch ein Austausch sinnvoll? sadhika
So intensiv habe ich mich mit Sri Aurobindo nicht mehr beschäftigt. Ich denke über seine Worte nach und vergleiche sie mit der Realität. Und gerade hier entdecke ich, daß er die Wahrheit erkannt:

Der mentale Mensch hat in seiner höchsten Entwicklung Persönlichkeiten wie Sokrates und Plato, Goethe und Shakespeare, Leonardo da Vinci und Beethoven hervorgebracht. Gleichzeitig stehen den hohen Gipfeln der Menschheit jedoch gewaltige Tiefen gegenüber, Abgründe der Grausamkeit, des Krieges, der Zerstörung und Disharmonie, wie wir sie in der Tierwelt nicht antreffen.

Auf das Forum wird man immer stoßen, weil es inhaltlich so viele Themen parat hat und jeder das findet, was ihn an-oder aufregt.

Und es ist ein guter Umgangston hier zu finden - ein gewisses Niveau, das anziehend wirkt.

Worüber würdest Du gern diskutieren ? Was interessiert Dich speziell ?

Jeder Schreibende ist eine Bereicherung - Gedankenaustausch - Schlagabtausch - Diskussion.
Ich würde gerne wissen, was genau für Dich unklar ist in dem Text nach Deinem Fragezeichen und ob Du schon Antworten bekommen hast. Denn ich meine, da gehts u.a. um Charakterschulung, das A und O auf dem spirituellen Weg.
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum II


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