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Koran Analyse












Hallo und Salam und Schalom,

Ich habe in der folgenden Grafik mal eine Moeglichkeit zur Falzifikation des Korans auf inhaltlicher Ebene skizziert.
Sie setzt eigentlich vorraus, das alle Teile des Korans in jene 2 Subkategorien aufgetrennt werden koennen.
Da dieses jedoch in der Praxis nicht immer gelingt (z.B. an den sog. dunklen Stellen)sollte im Vorfeld bereits versucht werden, ein Optimum an Lesbarkeit (auch unter Hinzuziehung anderer Lesarten) zu erreichen.



Was haltet ihr von einer solchen Analyse?

LG
Martin
Hallo Martin,

die Analyse ist interessant. Aber auch schwierig, denn wer entscheidet denn, was allgemeingültig ist, wer überprüft die Richtigkeit in der heutigen Zeit.
Und vor allem muss man bedenken, dass das was heute so oder so richtig sein kann, es schon nach einiger Zeit eventuell nicht mehr ist.
Andersherum genauso. Teile die aus der heutigen Sicht eventuell "falsch" sein könnten , könnten schon morgen wieder Gültigkeit haben.
Desweiteren ist es schwierig für alle zu entscheiden, was richtig und wichtig ist, auch in der heutigen Zeit, denn jeder hat da wohl eine eigene Meinung. Man kann also nicht allgemeingültig sagen, dies oder das ist irrelevant.

Also meine Meinung:
Jeder sollte dies alles für sich selbst prüfen. Deshalb muss man am Buch (egal ob Koran oder Bibel) nichts ändern.

LG,
Kiki
Hallo Martin,

ich finde wenn man selbst den Koran benutzen möchte, dann ist das was du beschreibst genau der richtige Weg! Mit der Bibel würde ich es nicht anders machen! Suren oder Verse, die z.B von Sklaverei reden, haben natürlich heute keine Gültigkeit mehr!

Nach allem was wir über den Willen Gottes wissen, ist eines Klar, er hat uns das Denken erlaubt, ja geradezu befohlen! "Und macht Euch die Erde untertan" in der Bibel, "Lies" im Koran und anders würde es ja auch keinen Sinn ergeben! Also ist auch klar, das Änderungen der Menschen zum guten, wie z.B. die Abschaffung der Sklaverei und andere humanitäre Errungenschaften wie z.B. die Menschenrechten, entgegen gesetzte Verse und Suren der alten Bücher außer Kraft setzen.

Für mich selbst eine einfacher Vorgang, aber Kiki60 hat recht, für alle ist das weit schwieriger. Da müßte man sich auf einige wenige Kernaussagen beschränken, die wirklich für alle einsichtig sind.

Gruß Heiko
Hallo Kiki,

Zitat:
denn wer entscheidet denn, was allgemeingültig ist, wer überprüft die Richtigkeit in der heutigen Zeit.

Allgemeingueltigkeit sollte prinzipell jeder ueberpruefen koennen, denn jene Aussage ist ja expresses verbis fuer jeden Menschen gueltig (=wahr). Und zwar zu allen Zeiten. Anno 1400 genauso wie jetzt, genauso wie in 400 Jahren.

Zitat:
Und vor allem muss man bedenken, dass das was heute so oder so richtig sein kann, es schon nach einiger Zeit eventuell nicht mehr ist.

Wenn eine Aussage bisher immer gueltig war (z.B. ein Naturgesetz) so ist es ja nicht vernuenftig anzunehmen, dass es morgen nicht mehr gilt, oder? Unter solch einer Praemisse kann man dann schon von Allgemeingueltigkeit sprechen.
Nur solche Aussagen koennen die Pruefung auf Allgemeingueltigkeit bestehen.

Zitat:
Andersherum genauso. Teile die aus der heutigen Sicht eventuell "falsch" sein könnten , könnten schon morgen wieder Gültigkeit haben.

Auch das ist unwahrscheinlich. Aufklaerung funktioniert niemals rueckwaerts. Was einmal erfolgreich falzifiziert wurde (als unwahr bewiesen wurde), ist niemals reversiebel. Dieses Phaenomen nennen wir Fortschritt.

Zitat:
Desweiteren ist es schwierig für alle zu entscheiden, was richtig und wichtig ist, auch in der heutigen Zeit, denn jeder hat da wohl eine eigene Meinung. Man kann also nicht allgemeingültig sagen, dies oder das ist irrelevant.

Darum geht es nicht. Sondern es geht vielmehr um die Eliminierung dessen, was nicht wichtig oder was eindeutig falsch ist. Ein solcher Filterprozess ist erheblich einfacher.

Zitat:
Also meine Meinung:
Jeder sollte dies alles für sich selbst prüfen. Deshalb muss man am Buch (egal ob Koran oder Bibel) nichts ändern.

Die Praxis zeigt. das dazu der "Durchnittsmensch" nicht ansatzweise in der Lage ist. Hierfuer bedarf es Spezialisten und einer interdisziplinaeren Zusammenarbeit.

Hallo Heiko,

Zitat:
ich finde wenn man selbst den Koran benutzen möchte, dann ist das was du beschreibst genau der richtige Weg! Mit der Bibel würde ich es nicht anders machen! Suren oder Verse, die z.B von Sklaverei reden, haben natürlich heute keine Gültigkeit mehr!

Natuerlich, dieses trifft prinzipiell auf beide Werke zu.

Zitat:
Nach allem was wir über den Willen Gottes wissen, ist eines Klar, er hat uns das Denken erlaubt, ja geradezu befohlen! "Und macht Euch die Erde untertan" in der Bibel, "Lies" im Koran und anders würde es ja auch keinen Sinn ergeben! Also ist auch klar, das Änderungen der Menschen zum guten, wie z.B. die Abschaffung der Sklaverei und andere humanitäre Errungenschaften wie z.B. die Menschenrechten, entgegen gesetzte Verse und Suren der alten Bücher außer Kraft setzen.

Genau, dieses ist ein Beispiel fuer einen obsoleten und deshalb irrelevanten Teil.

Zitat:
Für mich selbst eine einfacher Vorgang, aber Kiki60 hat recht, für alle ist das weit schwieriger. Da müßte man sich auf einige wenige Kernaussagen beschränken, die wirklich für alle einsichtig sind.

Wie ich sagte Heiko, ich halte diesen "Filtervorgang" fuer eine umfangreiche, komplexe Aufgabe, denn wer kann entscheiden, welche Interpretation(en) eines Verses zulaessig ist, welches eine ueberinterpretation ist?
Da muessen Philologen, Linguisten, Psychologen und Soziologen gehoert werden. Da muessen Ableiche mit anderen Versen stattfinden, Kreuzverweise usw. usf.
Ich halte das fuer ein kostenintensives Grossprojekt.
Was uebrigbleibt?
Ich glaube, das der Kern, der einen solchen Filterprozess ueberlebt inhaltlich nicht mehr von dem anderer religionen unterscheiden laesst. (Nachdem die den gleichen Filterprozess durchlaufen haben)

LG
Martin
Zitat:
Und macht Euch die Erde untertan"


Las ich doch letztens, daß damit gesagt werden soll: Schmückt die Erde wie eine Braut - und liebt sie - aber nicht mißbrauchen, wie es zur Zeit passiert, sondern - die Erde schön machen - mit allem, was Gott geschaffen und uns zur Seite, d.h. zur Pflege und Erhaltung gegeben hat.

Dem Menschen gehört nichts - es ist ihm nur von Gott geliehen, der nun sieht, wie die Talente, die dem Menschen gegeben worden sind, genutzt werden.

Es gibt so viele Mißverständnisse , weshalb wir, wenn wir Buchstabengetreu handeln, nicht den Sinn dahinter verstehen - können ? oder wollen ? Oder gar sollen ?
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