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Wie wird die Welt einmal aussehen ? Welche Religionen werden Bestand auch in der Zukunft haben ? Welche Religion wird die Kraft und Einsicht haben, die Welt zu vereinen, die Menschheit zu führen in Frieden, Wohlstand und Gerechtigkeit ? Welche Religion bringt der Menschheit Zufriedenheit und Glück ?
http://www.cap-lmu.de/aktuell/event.....global-policy-council.php
Europas weltpolitische Mitverantwortung
Angesichts veränderter Machtkonstellationen und Konflikte stellt sich die Frage nach einer globalen Ordnungspolitik und der Ausbildung globaler Macht neu. Differenzierte und neuartige Problemlagen prägen dabei den Sorgehorizont der Staaten in der Welt. Hierbei sind nicht mehr militärische Konfrontationen, ethno-nationale Konflikte oder Terrorismus die alleinigen regionalen oder globalen Herausforderungen. Vielmehr erfordern die intensive wirtschaftliche Verflechtung, globale Abhängigkeiten und Vernetzungen, staatliches Versagen sowie Probleme wie nukleare Proliferation neue Ansätze internationaler Führung und Kooperation.
Diese Ausgangslage bildete den Hintergrund der ersten Sitzung des "Global Policy Council", der Anfang Juni im Berliner Haus der Bertelsmann Stiftung unter Leitung von C·A·P-Direktor Professor Werner Weidenfeld namhafte Vertreter der geostrategischen und geopolitischen Szenen aus den USA, Europa, Lateinamerika, China und Südostasien zu einem konzentrierten Meinungsaustausch zusammenführte. Hintergrund der Initiative sind kumulierte Erkenntnisse, die sich aus einer aktuellen Studie Weltmächte im 21. Jahrhundert sowie weiteren Recherchen und Schlussfolgerungen ergeben. Die Untersuchung entstand im Kontext des gemeinsamen Projekts Europas weltpolitische Mitverantwortung zwischen dem Centrum für angewandte Politikforschung (C·A·P) und der Bertelsmann Stiftung.
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Die Studie, die Meinungen von 11.500 Menschen aus neun Ländern - den USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien sowie aus Brasilien, Indien und den Exportnationen Japan und Deutschland - bündelt, spürt der Frage nach, welche Länder am meisten Einfluss haben und wie in Zukunft eine Weltmacht beschaffen sein muss. Sie bezieht hierbei auch die UN und die EU als wichtige Akteure der internationalen Politik ein. Die Union nimmt aber nur eine Nebenrolle ein, während die USA gegenwärtig unangefochten auf Platz eins der führenden Weltmächte gesehen werden. China liegt mittlerweile auf Platz zwei.
Bemerkenswert dabei ist, dass Macht und Einfluss der USA nach Auffassung vieler Befragten in Zukunft bröckeln. Die Vereinigten Staaten werden als Verlierer der Zukunft gesehen, die EU verharrt in der Projektion auf Platz vier. China und Indien werden als Aufsteiger angesehen. Dies zeigt: die Machtverteilung auf dem Globus verschiebt sich, die Welt wird unweigerlich multipolarer. Gleichzeitig nehmen klassische Faktoren wie nationale Autorität und militärische Kapazität als Alleinstellungsmerkmale einer Weltmacht ab. Wirtschaftskraft, Forschung, Bildung und Innovationen, intelligente Vernetzung, politische Stabilität werden als zunehmend wichtig für den Status einer Weltmacht angesehen. Dies korreliert stark mit den Ergebnissen einer systematischen Bestandsaufnahme jetziger und zukünftiger Weltprobleme, die neben der Studie der Bertelsmann Stiftung die Grundlage der Gespräche in Berlin bildete. Diese Bestandsaufnahme, die in Berlin von dem stellvertretenden C·A·P-Direktor Josef Janning anhand einer "neuen Landkarte der Konflikte" präsentiert wurde, zeigt, wie wirtschaftliche Verflechtung, globale Abhängigkeiten, Kontrolle über wichtige regionale Versorgungslinien, demographischer Stress, Pandemien, Zugang zu Ressourcen wie Energie und Wasser oder Probleme wie staatliches Versagen oder die Entfaltung nuklearer Macht geopolitisches und geostrategisches Handeln in Zukunft bestimmen werden und bestimmen müssen.
Die damit verbundenen Herausforderungen standen im Zentrum der nachfolgenden Debatte. Der ehemalige US-Außenminister der USA Henry Kissinger, der indische Strategieexperte C. Raha Mohan, der ehemalige chilenische Staatspräsident Ricardo Lagos Escobar, der deutsche Politikwissenschaftler Herfried Münkler und der japanische Diplomat Kazuhiko Togo entfalteten zu Beginn der Debatte übergreifende Überlegungen zum Thema globaler Macht und internationaler Ordnung im 21. Jahrhundert. Insbesondere die Ausführungen von Henry Kissinger zeigten hierbei die große Relevanz der "neuen Landkarte der Konflikte" auf. Grundlegend veränderte oder modifizierte Bedürfnisse nach Versorgung, Schutz und Sicherheit, Technologe, Zugang zu Rohstoffen, das Bedürfnis nach Freiheit und Selbstverwirklichung bedürfen heute anderer oder mehr Ressourcen und Fähigkeiten als früher. Hierzu unilateral oder multinational entsprechende Fähigkeiten aufzubauen und nachhaltig zu sichern, machen eher globale Handlungsfähigkeit und Projektionsmacht aus als herkömmliche Faktoren.
Die Tagung fokussierte sich in diesem Zusammenhang auf Schlüsselthemen dieser Agenda. Sie thematisierte mit Stellungnahmen des früheren Beraters von Kofi Annan, Lakhadar Brahimi und Carlos Pascual, The Brookings Institution, Fragen von Demokratiebewahrung und Demokratieförderung. Der ehemalige Direktor des Oxford Energy Institute, Robert G. Skinner und Gulf Research Center-Chef Abdulaziz Sager thematisierten die vielfältigen Facetten der zukünftigen Energiesicherheit. Der Leiter des Frankfurter Instituts für Friedensforschung Harald Müller sowie William Potter, Direktor des Center for Nonproliferation Studies in Monterey CA, reflektierten schließlich die realen Wahrscheinlichkeiten der Proliferation von Massenvernichtungswaffen.
Professor Weidenfeld stellte abschließend fest, dass das Monitoring bezüglich der Veränderung der Lagen kontinuierlich fortgeführt werden müsse. Hierbei haben die Schlüsselaspekte globaler Macht besonders zu interessieren und über Szenarios sollten mögliche Entwicklungspfade beschrieben werden. Hier stellen sich zahlreiche Fragestellungen: Was ist das adäquate Muster der Interpretation der globalen Lage? Wenn es zu erheblichen politischen Verwerfungen kommen wird, welche Machtarchitektur und welche Akteure prägen in Zukunft die internationalen Beziehungen? Was sind entsprechende Strategien mit Blick auf Einzelfragen wie Energie, Demokratie, Marktwirtschaft, Sicherheit? Was sind Regime der Zukunft und wie sind diese in neuen politischen Konstellationen zu verbinden? Diese Fragen werden die weitere Arbeit des Global Policy Council in Zukunft hinsichtlich einer adäquaten Strategiebildung prioritär beschäftigen.
suche: weltmächte in der zukunft
Indien? Russland? China oder doch die USA? Die Bertelsmann Stiftung hat in einer Studie nach den künftigen Weltmächten gefragt. Dabei hat sich Erstaunliches herausgestellt: Die Inder strotzen vor Selbstbewusstsein und die Deutschen sind die Musterschüler der Uno.
http://www.cap-lmu.de/aktuell/press.....006/weltmacht-zukunft.php
Grundsätzlich aber ist zu erkennen, so das Fazit der Studie, dass sich die Mehrheit der Bevölkerung eine gemeinsame Weltordnung oder Institution nur schwer vorstellen kann. Auffällig sei, so schreiben die Autoren der Studie, dass die Befragten vor allem Qualitäten hervorheben würden, die - wie etwa die wirtschaftliche Stärke - nach wie vor den internen beziehungsweise den nationalen Agenden zugerechnet werden würden. Diese Konzentration auf die eigene Leistungsfähigkeit berge die Gefahr, dass internationale Beziehungen sich wieder verschlechtern könnten oder aber instabiler und konfliktträchtiger würden.
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http://www.wcurrlin.de/links/basisw.....wissen_globalisierung.htm
Globalisierung / multipolare Welt / Zusammenprall der Zivilisationen
6. Müssen nichtwestliche Kulturen westlich werden, um in die Moderne eintreten zu können? Der Streit um die Moderne
Ob nichtwestliche Kulturen westlich werden müssen, um modern zu werden, ist heftig umstritten. Es hängt davon ab, wie "Moderne" definiert wird.
6.1. Moderne nach Samuel P. Huntington
Samuel P. Huntington versteht darunter Folgendes: "Modernisierung beinhaltet Industrialisierung, Urbanisierung, ein zunehmendes Maß an Alphabetisierung, Bildung, Wohlstand und sozialer Mobilität, komplexere und diversifiziertere berufliche Strukturen. Sie ist ein Produkt jener ungeheuren Erweiterung des naturwissenschaftlichen und technischen Wissens seit dem 18. Jahrhundert, die es dem Menschen ermöglichte, seine Umwelt auf eine nie dagewesene Weise zu beherrschen und zu gestalten. Modernisierung ist ein revolutionärer Prozess, der nur mit dem Übergang von primitiven zu zivilisierten Gesellschaften vergleichbar ist [...} Der Westen als die erste Zivilisation, die sich modernisierte, hat beim Erwerb der Kultur der Moderne die Führung inne." (Huntington, S. 96)
Als Konsequenz dieser Definition kommt Huntington zu folgendem Schluss: "Moderne Gesellschaften haben also vieles gemeinsam. Verschmelzen sie aber deshalb zwangsläufig? Das Argument, dass sie es tun, beruht auf der Annahme, dass die moderne Gesellschaft sich einem einzigen Typus, dem westlichen Typus, annähern muss, dass moderne Kultur westliche Kultur ist und westliche Kultur moderne Kultur. Das ist jedoch eine völlig verfehlte Gleichsetzung. Die westliche Kultur entstand im 8. und 9. Jahrhundert und entwickelte ihre typischen Merkmale in den darauf folgenden Jahrhunderten. Ihre Modernisierung begann erst im 17. und 18. Jahrhundert. Der Westen war der Westen, lange bevor er modern war. Die zentralen Merkmale des Westens, jene, die ihn von anderen Kulturkreisen unterscheiden, sind älteren Datums als die Modernisierung des Westens." (Huntington, S. 9
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8. Gemeinsame Werte / Verbindendes zwischen den Zivilisationen?
Mit der Entwestlichung der Welt geht eine Abwendung von westlichen Werten einher und damit auch von Werten wie Menschenrechten und Demokratie, die im größten Teil der Welt nicht verwirklicht sind und deren Verwirklichung umso schwerer wird, je schwächer der Westen ist. Hatte man nach dem Untergang der Sowjetunion noch euphorische Erwartungen hinsichtlich einer Demokratisierung der Welt, so sind diese heute geschwunden. Das Projekt einer Demokratisierung des Irak dürfte allenfalls oberflächlich gelungen sein, wenn überhaupt; es mangelt an Demokraten, gewählt wurde entlang religiöser und ethnischer Linien.
Huntington spricht von Frontlinien des Konflikts zwischen den Zivilisationen und sogenannten "Bruchlinienkriegen". Wenn ein Kampf der Kulturen (was etwas anderes ist als ein Zusammenprall = clash of civilizations, so der englische Originaltitel seines Buches) ausbrechen sollte, wäre dies für alle Beteiligten katastrophal.
Deshalb liegt es im Interesse aller, Brücken zu schlagen und Institutionen zu bilden oder zu erhalten, die einen Ausgleich der Interessen erlauben. Die Vereinten Nationen sind eine solche Institution. Nur im rationalen (vernünftigen) Dialog kann ein Wertekonsens, bestenfalls auch ein gemeinsamer politischer Mindeststandard gefunden werden. Der Westen wird das Modell von Demokratie und Menschenrechten vertreten.
http://www.wcurrlin.de/links/basisw.....wissen_globalisierung.htm
9. Globalisierungsverlierer „Altes Europa“?
Als Konsequenz der Herausbildung einer multipolaren Welt verliert der Westen an Macht und Einfluss. Das gilt besonders für Europa. Um es an wenigen, unvollständigen Beispielen zu zeigen:
Unter dem Konkurrenzdruck aus Asien und Osteuropa, zu dem in Deutschland noch die Belastungen aus der Wiedervereinigung kommen, zeichnet sich ab, dass das „alte Europa“ (so US- Verteidigungsminister Donald Rumsfeld) auch wirtschaftlich und sozial zum Globalisierungsverlierer zu werden droht, wenn es nicht gelingt, die alteuropäischen Gesellschaften rundum zu erneuern und die angestauten Probleme (demografischer Wandel, Unbezahlbarkeit der alten Sozial- und Rentensysteme, Flexibilisierung des Arbeitsmarkts / des Tarifsystems, Einwanderungspolitik und Integrationsprobleme, Unterfinanzierung von Bildung und Forschung, rückständiges und ineffektives Schulwesen, usw.) zu lösen. Die Standortkonkurrenz ist heute riesig.
Klar ist auch, dass nur eine entscheidungs- und handlungsfähige EU die Interessen dieses Kontinents vertreten kann, aber Europa ist uneinig hinsichtlich der Rolle der EU, ein Verfassungsentwurf ist 2005 vorerst gescheitert, die Haltung zum Irakkrieg zeigte einen tiefen politischen Riss quer durch Europa, der Fragen bezüglich der Erwartungen der Mitgliedstaaten an Europa aufwarf.
Auch Europa braucht und sucht zunehmend eine zivilisatorische Selbstvergewisserung und muss seine Rolle in der Welt neu definieren, nicht zuletzt auch im Hinblick auf die transatlantischen Beziehungen mit den USA. Ob dabei ein gemeinsamer Weg beschritten wird oder ein Kerneuropa vorausgehen wird, wird sich herausstellen. Entscheidend wird dabei auch sein, ob sich Deutschland und Frankreich wirtschaftlich und politisch wieder fangen.
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| Also wenn die politische und ökonomische Zustände weiterhin so bleiben wie heute wird China und Russland die größten Mächte der Welt werden ob China schon ist wird sich in paar Jahren zeigen, die USA werden in der bedeutungslosichkeit versinken, für Europa sehe ich eine neue alte Religion aufkommen und zwar den Islam. Was sich für uns ändert werden wir erleben...
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