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Die Stellung der Frau in den Weltreligionen.












http://www.frauenwissen.at/goettinnen_spuren.php

Das Weib verhält sich zum Manne wie das Unvollkommene und Defekte zum Vollkommenen" (Thomas von Aquin) "Lasset eure Weiber schweigen in der Gemeinde, denn sie sollen untertan sein" ((1. Kor. 14, 34) "Wie nun die Gemeinde ist Christo untertan, also auch die Weiber ihren Männern in allen Dingen" - Epheserbrief (5, 24)

Ich habe es als Frau immer schwierig gefunden, das Christentum, also eine Religion, die mich als dem Mann untergeordnet darstellt, zu praktizieren.

In der alten germanischen (=heidnischen) Religion, die im Kontrast mit den monotheistischen Religionen steht, hatten Frauen eine wohldefinierte Aufgabe. Völvas waren Seherinnen, übten Zauberei und Wahrsagerei. Sie hatten einen Zauberstab und trugen aus Tierhäuten und Federn gemachte Kleider. Das Edda Gedicht "Voluspá" wird von einer Völva gesprochen. Eine Völva sieht die ganze Geschichte der Welt über deren Schaffung zu der verheerenden Kraft Ragnaröks und der wieder erstehenden neuen Welt.

Es gab (und wer sagt, dass es sie nicht mehr gibt!) auch Seiðkonas, das sind Frauen, die Seiðr-Magie praktizierten. Das ist eine frauenspezifische alte magische Übung, die mit dem Schamanismus verwandt ist. Die Vanen-Göttin Freyja z.B. praktiziert Seiðr. Diese Frauen werden im Altenglischen Haegtessa genannt, welches Eidechse bedeutet. Die Eidechse wurde über viele Jahrhunderte mit weiblicher Zauberei und Hexerei verbunden. Die Eidechse erinnert an Schlangen, die die versteckte weibliche Weisheit symbolisieren.

Eidechse


http://www.scifi-forum.de/showthread.php?t=28320
Wollen wir wieder so sein ?

http://www.frauenwissen.at/frauen_geschichte.php

Die Frage nach dem Bild der Frau im Mittelalter ist nicht einfach zu beantworten. Die meisten Quellen, über die wir verfügen, sind klerikalen Ursprungs. Die wenigen weltlichen Darstellungen in der Literatur geben oft nur Wunschbilder wieder. Die höfische Epik gewährt uns zwar einen Einblick in das Leben der Oberschicht, doch die breite Masse der Bevölkerung, also die Bäuerinnen und Städterinnen kommen hier nicht vor. Zudem stammen die meisten Beschreibungen von Männern. Die Frauen dieser Epoche waren unübersehbar von Männern dominiert; ihre Erfahrungen, Wünsche und Vorstellungen können häufig nur erahnt werden hinter dem Schleier der Bevormundung und Reglementierung durch Väter, Ehemänner und Beichtväter.

Das Frauenbild der Kirche im Mittelalter war durch frauenfeindliche und diffamierende Schilderungen gekennzeichnet: Frauen sind labil, führen andere in Versuchung, sind zänkisch, herrisch und stets bemüht, den Mann zu unterjochen und ihn jeder Lebensfreude zu berauben. Frauen sind für den Mann erschaffen worden und haben sich ihm deshalb zu unterwerfen. Von Natur aus minderwertig, sind sie dem Mann körperlich und geistig unterlegen. Frauen sind ungebändigt, zügellos und widerspenstig und müssen erst vom Vater und später vom Ehemann "erzogen" werden, um Demut und Gehorsam zu lernen … Der Mann hingegen ist wie geschaffen dafür, ein gottgefälliges Leben zu führen.

Besonders die Sexualität der Frau bedarf einer Reglementierung. Ihre Triebhaftigkeit, die den Mann stets ins Verderben zu führend droht, kann nur durch die Ehe gebrochen werden. In der Ehe ist die Sexualität der Frau auf die Verpflichtung, für Nachwuchs zu sorgen, reduziert, und der Frau werden Aufgaben als Mutter und Herrin des Hauses zugewiesen. Mit der Beschränkung auf den häuslichen Bereich ist der Ausschluss der Frau von öffentlichen Ämtern beschlossen. Sie darf weder Richterin werden noch andere Herrschaftsbefugnisse erlangen. Versammlungen und freie Meinungsäußerungen sind ihr verboten. Nur als Frau, die Mann und Kinder umsorgt, wird ihr Anerkennung zuteil, ansonsten wird sie auf allen Gebieten minder bewertet.
Die Theologen des Mittelalters blieben bei ihrer frauenfeindlichen Darstellung und leiteten die Minderwertigkeit der Frau aus der Bibel her. Sie argumentieren damit, daß Eva aus der Rippe Adams und nicht aus seinem Kopf oder seinem Herzen geschaffen wurde. Die wenig wertvolle und entbehrbare Rippe gebe Auskunft über die Wertigkeit der Frau als Gespielin und Unterhalterin des Mannes...

"Die Gattin richtig zu gebrauchen, erfordert sich ständig von ihrem Verlangen in Acht zu nehmen. Ihr Körper, für den Fortbestand des Familiengeschlechts unerlässlich, sei den Launen einer zu unbeständigen Natur ausgesetzt. Von mangelhaften Verstand der Frau schlecht beherrscht, verlangt dieser Körper von seinem Herrn, dem Ehemann, dass sein Verlangen zurückhaltend und regelmäßig befriedigt werde, ohne dass sich dieser selbst dem Sinnesrausch hingeben dürfe; damit untergrabe er seine Autorität..."

Das wichtigste Ziel des Mannes war es also, die Frau im Zügel, und somit auch im Haus, zu halten, da öffentliche Plätze wie z.B. der öffentliche Backofen, die Spinnstuben u.ä. gefährlich für die Männer scheinen, da dort geheime Pläne gegen sie hätten ausgeheckt werden können.

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