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http://de.wikipedia.org/wiki/Fegefeuer
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Das Fegefeuer (lat.: purgatorium) ist nach der römisch-katholischen Lehre ein Zustand der Läuterung, in dem die Seele eines Verstorbenen auf den Himmel vorbereitet wird. Das Christentum lehrt ein Leben nach dem Tod. Wenn der Christ von Gott angenommen wird, wird dieses Leben nach dem Tod in Gottesnähe stattfinden. Der Ort bzw. der Zustand dieser Gottesnähe wird als Himmel, himmlisches Jerusalem etc. bezeichnet. Da die katholische Kirche jedoch davon ausgeht, dass "nichts unreines in den Himmel kommen kann", ist die Vorstellung eines Ortes bzw. eines Zustandes der Läuterung entstanden, welcher Fegefeuer genannt wird. Im Fegefeuer besteht die Qual darin, dass der Verstorbene zwar schon die vollkommene Gegenwart und Liebe Gottes spürt, sich aber auf Grund seiner Sünden dieser Liebe nicht würdig fühlt. Genau das macht den großen Schmerz aus - der Mensch wird so von seiner letzten Schuld durch seine Reue geläutert. In der Kunst wurde der Zustand des Menschen im Fegefeuer immer mit preisenden Gestiken dargestellt, während in Höllendarstellungen der Mensch nur leidet. Das Fegefeuer ist sozusagen eine Qual, die man gern über sich ergehen lässt, weil sie aus der eigenen Unwürdigkeit heraus entsteht. Die Seelen, die sogenannten Armen Seelen, sind im Fegefeuer also nicht endgültig festgehalten, sondern sie haben immer die Gewissheit, daraus entlassen zu werden. Gebete von Lebenden, besonders im Rahmen des Memorialwesens, helfen, diese Zeit zu verkürzen.
Die Wurzeln zu dieser Idee reichen bis in die Frühzeit der Kirche zurück. Papst Gregor der Große baute im 6. Jahrhundert das Fegefeuer in das System seiner 'Heilsmaschine' ein, wodurch es mindestens bis zur Reformation große kultur- und sozial-geschichtliche Bedeutung erlangte. Das Fegefeuer ist der Ort, an dem diejenigen, die im Stand der heiligmachenden Gnade sterben, noch zeitliche Sündenstrafen abbüßen sollen. Diejenigen, die nicht im Stand der heiligmachenden Gnade sterben, gehen nach der katholischen Lehre für immer verloren. Sie kommen in die Hölle.
In der neueren Theologie wird der Gedanke des Fegefeuers als eines Ortes mit "zeitlichen Strafen" abgelehnt. Statt dessen sprechen die Theologen von einem Reinigungsgeschehen. Das Reinigungsgeschehen ist ein "Aspekt der Gottesbegegnung" (siehe Pemsel-Maier, Greshake) und ist somit ein Bild der Hoffnung des Gläubigen auf eine Läuterung und Reinigung durch Gott. |
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Das Fegefeuer aus "Das Leben in der geistigen Welt"
Viel absolut unnötiges Gedrücktsein und selbst eigentliches Leiden wurde durch diejenigen verursacht, die immer noch fortfahren, der Welt einfältige Fabeln über gar nicht existierende Schreckgespinste zu erzählen, satt daß sie Vernunft und gesunden Menschenverstand walten lassen. Die ganze unbegründete und lästerliche Theorie vom Höllenfeuer hat mehr Unheil gestiftet, als die sich vorstellen können, die sie erfunden haben; denn sie hat sowhl jenseits des Grabes als auch auf Erden Schlimmes angerichtet. Aber gelegentlich wird der "tote" Mensch einem anderen Toten begegnen, der vernünftiger belehrt worden ist , und dieser wird ihm beibringen, daß er keine Angst zu haben braucht, und man in dieser neuen Welt ein ebenso vernünftiges Leben führen kann wie in der alten.
Allmählich wird er herausfinden, daß es sowohl viel neues als auch Gegenstücke zu dem ihm bereits Bekannten gibt; denn in dieser astralen Welt kommen Gedanken und Wünsche in sichtbaren Formen zum Ausdruck, wenn sie auch meistens aus dme feineren Stoffe der Astralebene gebildet sind. Je weiter der Mensch im astralen Leben fortschreitet, umso ausgeprägter werden diese Gebilde; denn wir müssen bedenken, daß er sich beständig mehr und mehr in sich zurückzieht.
Die ganze Zeit einer Inkarnation wird in Wirklichkeit vom Ego damit ausgefüllt, daß es sich zuerst in die Materie versenkt, um sich dann mit den Ergebnissen seiner Anstrengung wieder zurückzuziehen. Wenn man einen gewöhnlichen Menschen bitten würde, das Leben durch eine Linie symbolisch gerade zu ziehen, mit der Geburt beginnend und mit dem Tode endend.
Wer aber Theosophie studiert, sollte sich das Leben eher wie eine große Elippse vorstellen, die vom Ego auf der höheren Mentalebene ausgeht und zu diesem zurückkehrt. Die Linie würde sich in die niedere Mentalebene und dann in die astrale hinunterziehen. Nur ein verhältnismäßig kleiner Teil am unteren Ende der Ellipse läge aufder physischen Ebene und die Linie würde sehr bald wieder in die Astral- und Mentalebenen aufsteigen. Das physische leben würde deshalb nur durch den kleinen Teil der Kurve dargestellt, der unterhalb der Linie läge, die die Grenze zwischen der astralen und der physischen Ebene bildet, und Geburt und Tod würden einfach durch die beiden Schnittpunkte der Kurve mit dieser Linie bezeichnet - und keinesfalls sind dies die wichtigsten Punkte des Ganzen.
Der wirkliche Mittelpunkt wäre der am weitensten vom Ego entfernte Punkt - sozusagen der Drehpunkt - , den man in der Astronomie Aphelion nennt. Das ist weder Geburt noch Tod, sondern ein mittlerer Punkt im phyisischen Leben, wo sich die Stoßkraft des Egos nach vorwärts erschöpft hat und sich wendet, um den langen Prozeß des In-sich-Zurückkehrens zu beginnen. Allmählich sollten sich seine Gedanken nach oben wenden; es kümmert sich immer weniger um bloß physische Dinge, und endlich legt es den physischen Körper ganz ab. Damit beginnt sein Leben auf der astralen
Ebene; aber auch während seiner ganzen Dauer setzt sich der Prozeß des In-sich-Zurückziehens fort. Die Folge davon ist, daß es der niedrigeren Materie , aus welcher Gegenstücke von physischen Dingen gebildet sind, im Laufe der Zeit immer weniger Aufmerksamkeit schenkt. Es beschäftigt sich mehr und mehr mit jender feineren Materie, aus denen die Gedankenformen bestehen - das heißt, soweit Gedankenformen überhaupt auf der Astralebene vorkommen. So verbringt er sein Leben mehr und mehr in einer Welt von Gedanken, und das Gegenstück der Welt, die es verlassen hat, entschwindet seinem Blick, nicht weil es räumlich seinen Aufenthalt geändert , sondern weil sich der Mittelpunkt seines Interesses verschoben hat. Seine Wünsche bestehen aber immer noch , und die es umgebenden Formen werden größtenteils der Ausdruck dieser Wünsche sein. Ob sein Leben glücklich oder unglücklich ist, wird hauptsächlich von der Art dieser Wünsche abhängen.
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http://basisreligion.reliprojekt.de/fegefeuer.htm
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FEGEFEUER (lat. "purgatorium"). Mit der Umdeutung des Sinns des christlichen Glaubens in einen Jenseitsglauben kam es wie auch in vielen anderen Religionen zu Vorstellungen, daß die guten Menschen in den Himmel, die schlechten Menschen jedoch in die Hölle kommen. "Gut und böse" heißt dabei, wie viele Sünden auf ihnen im Moment des Todes "lasten". "Knüller" des umgedeuteten christlichen Glaubens war nun, daß diese Sünden - allerdings noch zu Lebzeiten - zunächst durch die Taufe, später durch die Beichte - sozusagen abgewaschen werden konnten. Das bedeutete nun auch, daß ein Mensch, der kurz vor seinem Tod getauft wurde oder der die Gelegenheit zur Beichte (zunächst nur einmalig!) hatte, schnurstracks in den Himmel kam, während die anderen Sünder, die diese Gelegenheiten nicht nutzen konnten, in die Hölle kamen. Sowohl für die Seelsorge als auch für das Einkommen der Kirche erwiesen sich diese Glaubensvorstellungen nun als sehr nachteilig, denn einerseits gaben die "Sünder", die die Chancen der Taufe und der einmaligen Beichte vertan hatten, gleich ganz auf, andererseits sparten sich viele Menschen ihren Übertritt zum Christentum und damit auch ein sittliches Leben überhaupt bis kurz vor ihrem Tode auf.
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Das Fegefeuer - Quelle "Das Leben in der geistigen Welt"
Ein Studium dieses astralen Lebens zeigt uns sehr deutlich den Grund zu vielen ethischen Vorschriften. Die meisten Menschen erkennen, daß Sünden, die andere schädigen, offenbar und entschieden unrecht sind; aber sie wundern sich manchmal, warum man sagen sollte, es sei unrecht von ihnen, Neid, Haß oder Ehrgeiz zu empfinden, solange sie diese Gefühle nicht nach außen durch Tat oder Worte bekunden. Ein Blick in die Astralwelt zeigt uns deutlich, wie solche Gefühle dem menschen schaden, der sie hegt , und wie sie ihm nach seinem Tode die schwersten Leiden zuziehen können. Wir werden dies besser begreifen, wenn wir einige typische Fälle aus dem Astralleben untersuchen und ihre Hauptmerkmale betrachten.
Wir wollen zunächst an einen Durchschnittsmenschen denken, der weder besonders gut noch besonders schlecht ist, der überhaupt nichts Besonderes ist. Dieser Mensch ist in keiner Weise verändert; somti wird sein Hauptmerkmal nach dem Tode Mittelmäßigkeit bleiben, wenn wir diese als ein Merkmal bezeichnen können. Er wird keine besondere Freude und kein besonderes Leid empfinden und wird das Astralleben eher eintönig finden, weil er während seines Erdenlebens keine vernünftigen Interessen verfolgt hat. Hat er für weiter nichts Sinn gehabt als für Klatscherei oder Sport, sein Geschäft oder seine Kleider, so wird ihm die Zeit wohl sehr lange werden, wenn nun alle diese Dinge nicht mehr möglich sind. Aber schlimmer noch ist der Fall von menschen mit starken Wünschen materieller Art, die nur auf der pyhsischen Ebene befriedigt werden konnten. Man denke an einen Trinker oder an einen Lüstling. Während seines Erdenlebens war er der Sklave eines überwältigenden Triebes, und dieser bleibt nach seinem Tode unvermindert - vielmehr ist er stärker denn je, da dessen Schwingungen nicht mehr die schweren physischen Partikel in Bewegung zu setzen brauchen. Aber die Möglichkeit , diesen furchtbaren Trieb zu befriedigen, ist für immer ausgeschlossen, weil der Körper nicht mehr vorhanden ist, durch den allein er befriedigt werden konnte. Wir sehen, daß das Fegefeuer kein übles Symbol ist für die Schwingungen eines so quälenden Wunsches wie dieser. Er mag lange Zeit anhalten, da er sich erst allmählich erschöpft, und das Scicksal dieses Menschen ist zweifellos schrecklich.
Doch es gibt Punkte, die wir bei desen Betrachtung berücksichtigen sollten. Erstens; der Mensch hat sich dieses Schicksal durchaus selbst geschaffen und den genauen Grad seiner Wirkung und dessen Dauer bestimmt.
Hätte er jenen Trieb während seines Erdenlebens überwunden, so wäre genau so viel weniger davon geblieben, das ihn nach dem Tode hätte quälen können.
Zweitens: Dies ist die einzige Art, auf die er sich von seinem Laster befreien kann. Könnte er vom Leben eines Lüstlings und Trinkers direkt in seine nächste Inkarnation übergehen, so würde er als Sklave seines Lasters geboren - es würde ihn von Anfang an beherrschen, und er hätte keine Möglichkeit , ihm zu entfliehen. Aber nun, da der Trieb in sich selbst erstorben ist, wird er seine neue Laufbahn ohne diese Last beginnen, und die Seele , die eine so ernste Lektion erhalten aht, wird alle nur möglichen Anstrengungen machen, ihre niedrigen Hüllen vor der Wiederholung eines solchen Irrtums zu bewahren.
All dies war der Welt zur Zeit des klassischen Altertums noch bekannt. Wir sehen dies klar veranschaulicht in der Sage von Tantalus, der beständig an glühendem Durst litt, jedoch dazu verdammt war, das Wasser jedesmal zurückweichen zu sehen, wenn es im Begriffe war, seine Lippen zu berühren. Manche andere Sünde verursacht ebenso gräßliche Wirkungen, obschon eine jede ihrer Ursache entspricht. Man stelle sich vor, wie der Geizhals leiden muß, wenn er sein Gold nicht mehr anhäufen kann, wenn er vielleicht sogar weiß, daß es von fremden Händen ausgegeben wird.
Man denke an die Qualen eines Eifersüchtigen , dessen Gefühle noch stärker sind als auf Erden, wenn er weiß, daß er keine Macht hat, sich irgendwie einzumischen. Wir werden auch an die griechische Sage von Sisyphus erinnert, der dazu verdammt war, einen schweren Felsblock den Berg hinaufzuwälzen, um ihn jedesmal hinabrollen zu sehen, wenn er den Gipfen beinahe erreicht hatte. Beachten Sie, wie typisch dies das jenseitige Leben eines Menschen darstellt, der nur nach weltlichem Ehrgeiz trachtete. Sein ganzes Leben lang pflegte er selbstsüchtige Pläne zu schmieden, und deshalb fährt er fort, dies in der Astralwelt zu tun. Er baut seinen Plan im Gehirn bis zur Vollkommenheit auf, um dann einsehen zu müssen, daß er den zur Ausführung notwendigen physischen Körper nicht mehr hat. Seine Hoffnungen stürzen zusammen; aber die Gewohnheit ist so fest eingewurzelt, daß er immer wieder denselben Fels auf denselben Berg des Ehrgeizes hinaufwälzt, bis das Laster erstirbt. Dann endlich begreift er, daß er den Felsen nicht inaufzuwälzen braucht und läßt ihn friedlich am Fuße des Berges liegen.
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http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Fegefeuer.html
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| Das Fegefeuer (lat. purgatorium ) ist nach der römisch-katholischen Lehre ein mystischer Ort der Läuterung in dem die Seele eines Verstorbenen auf den Himmel vorbereitet wird. Das Christentum glaubt an ein Leben nach dem Tod. Wenn der Christ sein Leben nach Gott ausgerichtet hat wird dieses Leben nach dem Tod in Gottesnähe stattfinden. Der Ort bzw. der Zustand dieser Gottesnähe wird als Himmel bezeichnet. Da die katholische Kirche jedoch davon ausgeht dass der sündige Mensch erst noch einer Veränderung bedarf bevor er Teil des sündenfreien Himmels sein kann ist die Vorstellung eines Ortes bzw. eines Zustandes der Läuterung entstanden welcher Fegefeuer genannt wird. Im Fegefeuer erleiden die Seelen dieselben Qualen wie in der Hölle . Sie müssen darin aber nur solange bleiben bis sie Läuterung für ihre Sünden erfahren haben - dann werden sie befreit und ins Paradies geführt. Die Seelen sind im Fegefeuer also nicht endgültig festgehalten sondern sie haben immer die Gewissheit daraus entlassen zu werden. Gebete von Lebenden helfen diese Zeit zu verkürzen. Die Wurzeln zu dieser Idee reichen bis ins frühe Christentum |
suchwort: fegefeuer
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