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Das Fegefeuer aus "Das Leben in der Geistigen Welt".
Wir haben den gewöhnlichen Menschen und den sich von ihm durch seine selbstsüchtigen Triebe unterscheidenden ins Auge gefaßt. Nun wollen wir den Fall jenes Menschen betrachten, der von dem gewöhnlichen Menschen in entgegengesetzter Richtung abweicht - des Menschen , der Interessen vernünftiger Art hat. Um zu verstehen, wie ihm das Leben nach dem Tode vorkommt, müssen wir uns vergegenwärtigen, daß die meisten Menschen den größten Teil ihres Lebens und am meisten Kraft einer Arbeit widmen, die sie nicht wirklich lieben und die sie überhaupt nicht verrichten würden, wenn sie nicht damit ihr Brot verdienen oder diejenigen unterstützen müßten, die von ihnen abhängig sind. Denken Sie sich die Lage des Menschen, der all diese Mühsale überstanden hat, der das tägliche Brot nicht mehr zu verdienen braucht, da der Astralkörper weder Nahrung, noch Kleidung, noch Wohnung nötig hat. Dieser Mensch ist zum ersten Mal seit seiner frühestens Kindheit frei zu tun, was ihm gefällt, und kann seine ganze Zeit seiner Lieblingsbeschäftigung widmen - insofern diese ohne physische Materie ausgeübt werden kann. Angenommen, ein Mensch habe die größte Freude an Musik. Auf der Astralebene hat er Gelegenheit, der großartigsten Musik zuzuhören, die auf Erden hervorgebracht werden kann, ja, er ist sogar fähig, in den neuen Verhältnissen viel mehr in ihr zu hören als früher, da jetzt andere und vollkommenere Harmonien in seinem Bereich sind, als unsere wenig empfindlichen Ohren aufzunehmen vermögen. Der Mensch, dessen größte Freude die Kunst ist, der Schönheit in Farbe und Form liebt, hat all die Pracht dieser höheren Welt um sich, aus der er wählen kann.
Liebt er die Schönheiten der Natur, so hat er unvergleichliche Möglichkeiten, sie zu genießen; denn er kann sich jederzeit schnell von Ort zu Ort begeben und sich in rascher Aufeinanderfolge an Naturwundern erfreuen, deren Besuch für den physischen Menschen Jahre erfordern würde. Hegt er große Vorliebe für Wissenschaften oder Geschichte, so stehen ihm die Bibliotheken und Laboratorien der Welt zur Verfügung, und sein Verständnis für chemische und biologische Prozesse wäre viel größer als je zuvor, denn jetzt könnte er sowohl die inneren als auch die äußeren Vorgänge und auch ihre Ursachen und Wirkungen beobachten. Und dazu kommt noch in allen diesen Fällen die Wonne, daß keine Ermüdung möglich ist. Hier wissen wir, daß wir unsere Studien oder Experimente oft nicht weiterführen können, weil unser Gehirn nur eine gewissen Anstrengung erträgt. Jenseits der physischen Welt aber tritt keine Ermüdung ein; denn in Wirklichkeit ermattet nur das physische Gehirn, nicht aber der Verstand.
Die ganze Zeit habe ich nur von selbstsüchtigem Genießen gesprochen, obschon es rationeller und intellektueller Art ist. Aber es gibt Menschen unter uns, die nicht befriedigt wären ohne etwas Höheres als dies - deren größte Freude in irgendeinem Leben darin besteht, ihren Mitmenschen zu dienen. Was steht diesen Menschen im Astralleben bevor ? Sie werden ihre Philanthropie nachdrucksvoller denn je und unter günstigeren Bedingungen als auf dieser niedrigen Ebene ausüben. Es gibt Tausende, denen sie helfen können, und zwar mit weit größerer Gewißheit, wirklich Gutes tun zu können, als dies gewöhntlich in diesem Leben geschieht. So widmen sich einige der allgemeinen Wohlfahrt; manche nehmen sich speziell ihrer eigenen Familie oder ihrer Freunde an, mögen sie noch lebend oder schon tot sein. Die Anwendung dieser Wörter "lebendig" oder "tot" ist eine merkwürdige Umkehrung der Tatsachen; denn sicher sind wir die Toten, wir, die wir in diesem grobstofflichen Körper begraben sind; sie aber , die so viel freier und leistungsfähiger , weil weniger behindert sind, sind tatsächlich die Lebenden. Die in dieses höhere Leben eingegangene Mutter wird oft noch über ihrem Kinde wachen und ihm ein wahrer Schutzengel sein; der "tote" Gatte bleibt oft noch in Reichweite und in Kontakt mit seiner trauernden Gattin, und er ist dankbar, wenn er sie ab und zu fühlen lassenkann, daß er in Kraft und Liebe bei ihr ist wie früher.
Sie mögen denken, daß es unter solchen Umständen gut sei, möglichst früh zu sterben. Das scheint dem Selbstmord das Wort zu reden. Wenn Sie nur an sich und an ihr Vergnügen denken, dann wäre dies allerdings richtig. Aber wenn Sie an ihre Pflichten Gott und Ihren Mitmenschen gegenüber denken, werden Sie zu einer gegenteiligen Ansicht kommen. Sie sind zu einem bestimmten Zwecke hier - einem Zwecke, der nur auf dieser physischen Ebene erreicht werden kann. Die Seele muß viele Mühsale auf sich nehmen, muß viele Einschränkungen erfahren, um diese irdische Inkarnation zu erleben, und deshalb dürfen ihre Anstrengungen nicht unnötigerweise zunichte werden. Der Selbsterhaltungstrieb wohnt in unserer Brust, und wir haben die Pflicht, so viel wie möglich aus unserem Erdenleben zu machen und es so lange zu erhalten, als es die Umstände erlauben. Es gibt auf dieser Erde Lektionen zu erlernen, die nirgends sonst gelernt werden können, und je eher wir dies tun, desto raascher werden wir für immer von der Notwendigkeit befreit sein, zu diesem niedrigen und begrenzteren Leben zurückzukehren. So soll es niemand wagen zu sterben, ehe seine Zeit gekommen ist, obwohl er sich wohl freuen mag, wenn dieser Zeitpunkt eintritt; denn er schreitet in der Tat von der Arbeit zur Erholung. Doch ist alles, was ich Ihnen jetzt gesagt habe, unbedeutend, verglichen mit dem Glanze des darauffolgenden Lebens - des Lebens in der Himmelswelt. Jenes Leben ist das Fegefeuer - das im Himmel aber ist jene von Mönchen geträumte und von Dichtern besungene endlose Wonne, die kein Traum ist, sondern eine lebendige , glorreiche Wirklichkeit. Das Astralleben ist glücklich für manche, unglücklich für andere, je nach der Vorbereitung dazu; aber was darauf folgt, ist vollkommene Glückseligkeit für alle und ist den Bedürfnissen eines jeden genau angepaßt.
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http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6lle
Hölle ist die Bezeichnung für die in vielen Religionen, Kulten und Sekten herrschende eschatologische Vorstellung von der jenseitigen Unterwelt als Ort oder Zustand der Qual und Aufenthaltsort der Dämonen, an den zur jeweiligen Religion Unbekehrte oder Übeltäter (zusammengefasst: die Bösen) nach ihrem Tode gelangen. Der Begriff „Hölle“ (ahd. hella, mhd. helle) leitet sich von dem Begriff hel- oder hal- ab, was „verhüllen“ bedeutet. Auch die germanische Todesgöttin wurde "Hel" genannt.
suchwort: höllenfeuer
http://www.thomasgransow.de/Dublin/Dublin_Themen.html
Der Mythos vom Paradies
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Unberührte Natur und unverdorbene Einheimische haben eines gemein: Sie stehen in einem gleichsam unschuldigen Urzustand. Dieser Urzustand aber ist das Paradies. Einst bedurfte es eines tugendhaften Lebens und mancher Jahre im Fegefeuer, um dorthin zu gelangen. Heute geht's schneller: „Die Wege ins Paradies, fundierte Reisebegleiter und eine Fülle an Geheimtips finden Sie in unserer Reisebuchabteilung“, verspricht eine süddeutsche Buchladenkette in ihrem Reiseführerprospekt. Mit der Paradiesvorstellung operiert die gesamte Reisebranche. Längst wird jede beliebige Destination in dieser Form vermarktet, bis hin zu den „tropischen Badeparadiesen“ der Freizeitparks.
Doch der Paradiesmythos stellt sehr viel mehr dar als einen bloßen Werbetrick. Im Unterschied zu den Vorstellungen der unberührten Natur und des edlen Wilden ist er zudem kein spezifisch moderner Mythos. Religionswissenschaftler wie Mircea Eliade gestehen ihm universelle Geltung zu. Der Philosoph Helmut Pleßner schreibt, der Traum vom Paradies sei anthropologisch in der „offenen Antriebsstruktur“ der Menschen fundiert. Paradiessuche steht am Anfang des modernen Reisens, sie trieb Entdecker und Kolonisatoren seit den Zeiten des Kolumbus.
Die inflationäre Paradies-Vermehrung, die wir gegenwärtig erleben, ist historisch nichts Neues. Schon im 18. Jahrhundert suchten Reisende den Garten Eden in Japan wie im Orient, in Amerika und Afrika - und selbstverständlich in der Südsee, dem Inbegriff des real existierenden Paradieses. Die Sehnsucht nach einer Welt, in der das Leiden und die Last des Daseins aufgehoben sind, bildet gewiß eines der zentralen Motive des gegenwärtigen Tourismus. Anders als in früheren Gesellschaften repräsentiert aber heute der Garten Eden nicht primär materielle Sorglosigkeit, sondern vielmehr die Abwesenheit sozialer Zwänge. Eben den Zustand außerhalb der Zivilisation, den wir auf malerische Fischerdörfer und einsame Palmenstrände projizieren
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suchwort: fegefeuer mythos
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Das Fegefeuer aus "Das Leben in der geistigen Welt"
Ehe wir dieses Kapitel beschließen, lassen Sie mich noch auf auf eine oder zwei Fragen eingehen, die fortwährend bei jenen auftauchen, die Auskunft über das Leben nach dem Tode wünschen. Manche fragen:" Werden wir dort Fortschritte machen können ?"
Zweifellos, denn das Gesetz des göttlichen Planes ist Fortschritt. Er ist möglich, unserer Entwicklung genau entsprechend. Der Mensch, der der Sklave seiner Triebe ist, kann nur fortschreiten, indem er sie erschöpft; das ist immerhin das Beste, das auf seiner Stufe möglich ist.
Aber der gütige und hilfsbereite Mensch lernt viel und auf mancherlei Art durch die Arbeit, die er an jenem astralen Leben zu verrichten fähig ist. Er wird mit vielen Kräften und Eigenschaften auf die Erde zurückkehren, die er durch Übung in selbstlosem Mühen erworben hat. Somit brauchen wir uns hinsichtlich dieser Frage des Fortschrittes keine Sorgen zu machen.
Eine andere erhobene Frage ist die, ob wir unsere ins Jenseits vorangegangenen Lieben wiedererkennen werden. Gewiß wird dies der Fall sein; denn weder sie noch wir werden verändert sein. Warum sollten wir sie also nicht erkennen ? Die gegenseitige Zuneigung besteht imme rnoch und wirkt wir ein Magnet, der diejenigen zusammenführt, die diese Zuneigung hegen, und zwar rascher und sicherer als hier. Wenn einer unserer Lieben diese Erde schon verlassen hat, mag es allerdings sein, daß er auch die Astralebene bereits hinter sich hat und in die Himmelswelt eingegangen ist. In diesem Falle müssen wir warten, bis auch wir jene Stufe erreicht haben, bevor wir ihn treffen können; aber wenn es soweit ist, werden wir uns vollkommener mit ihm vereint fühlen, als wir uns auf dieser Erde je vorstellen können. Aber seinen Sie versichert, daß ihre Lieben nicht verloren sind.
Starben sie vor kurzem, so werden sie Ihnen auf der Astralebene begegnen; sind sie schon lange tot, so werden Sie sie in der Himmelswelt wiederfinden; aber auf jeden Fall ist die Wiedervereinigung gewiß, wo Zuneigung besteht. Denn im Leben wie im Tode ist die Liebe eine der mächtigsen Kräfte des Universums.
Über dieses höhere Leben bietet die einschlägige Literataur interessanten Aufschluß und es lohnt sich wohl, diesen Gegenstand zu studieren; denn das Wirren um die Wahrheit befreit von aller Furcht vor dem Tode und macht das Leben lebenswerter, weil wir seinen Sinn und Zweck verstehen. Der Tod bringt keine Leiden, sondern nur Freude denen, die das wahre, das selbstlose Leben führen. Das alte lateinische Sprichwort: "Mors janua vitae" - der Tod ist das Tor zu einem erweiterten und höheren Leben. Diesseits wie jenseits des Grabens herrscht das große Gesetz der göttlichen Gerechtigkeit, und wir können für uns und unsere Lieben hier wie im Jenseits unbedingt der Wirksamkeit dieses Gesetzes vertrauen.
Die Himmelswelt
Viele Wohnsitze
Unsere Freunde im Himmel
Schutzengel
Unsichtbar tätige Menschen
Die Hilfe für die Toten
Wissen wir Bestimmtes ?
Die wahren Tatsachen
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