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Hallo,
ich habe mich ein bisschen mit der Erbsünde beschäftigt und habe eine interessante Bibelstelle gefunden.
2Mo 20,5
Du sollst dich nicht vor anderen Göttern niederwerfen und dich nicht verpflichten, ihnen zu dienen. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott: Bei denen, die mir Feind sind, verfolge ich die Schuld der Väter an den Söhnen, an der dritten und vierten Generation;
Ezechiel 18, 20
Nur wer sündigt, soll sterben. Ein Sohn soll nicht die Schuld seines Vaters tragen und ein Vater nicht die Schuld seines Sohnes. Die Gerechtigkeit kommt nur dem Gerechten zugute und die Schuld lastet nur auf dem Schuldigen.
Einheitsübersetzung
Deutet dies nicht darauf hin, dass die Erbsünde, schon im Alten Testament aufgehoben wurde?
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Hallo Pax,
was ist denn die Erbsünde?
Gruß Heiko
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www.eskortefragile.twoday.net/topics/Das+hermetische+Weltbild/
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Sünde, Erbsünde: kommt von absondern, nämlich von der Einheit mit Gott als dem allumfassenden Bewußtsein. Nach griechisch-antiker Auffassung: den Punkt (Symbol der Einheit) nicht treffen, nicht begreifen; auch Synonym für “polar sein”. Die “Sünde” liegt also in der Polarität begründet, und nicht im konkreten Handeln des Menschen. “Erbsünde” ist die karmische Belastung, die man vom Vorleben ins aktuelle Erdenleben mitbringt.(PASSIAN,R. 1985: 116)
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| Zitat: |
Dem zufolge hieß der erste Mensch "Adam Kadmon" und war männlich und weiblich zugleich - ein Hermaphrodit - und damit der "vollkommene Mensch" - ein Zustand, den die Alchimisten auf materieller und geistiger Ebene herzustellen versuchten, in Form von Goldmacherei, das als das edelste Metall galt, sowie in Form von "Erleuchtung", wofür heute nur noch der Buddhismus bekannt ist, der scheinbar weit von Christentum entfernt ist.
Beide Wege - die Goldmacherei als auch die Erleuchtung - waren das Gleiche - nur auf verschiedenen Ebenen - der geistigen und der materiellen.
Es ist unerheblich, ob wir tatsächlich glauben, dass es diesen Adam Kadmon je wirklich gab - das Entscheidende ist die Symbolik dahinter.
Ich vermute, das Patriachat hat das Seine dazu getan, die Schuld der Verdammnis Eva zuzuschreiben, sowie auch ihre Geburt aus Adams Rippe - ein Umstand, der jahrhundertelang als Rechtfertigung dafür her halten musste, warum die Frau weniger wert sei, als der Mann.
Doch betrachten wir die Symbolik dieser Geschichte an dem Punkt, an dem beide von Baum der Erkenntnis essen und damit Gut und Böse voneinander unterscheiden lernen, kommen wir an die bedeutsame Botschaft dieser Legende.
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| Zitat: |
Dort heißt es, Adam und Eva hätten von der verbotenen Frucht gegessen und haben "sich erkannt und sahen, dass sie nackt waren und schämten sich." Sie nahmen also wahr, dass sie unterschiedlich waren, und sie fielen heraus aus der Einheit, die Gott war.
Plötzlich nahmen sie gut und böse wahr und lernten, zwischen gut und böse zu unterscheiden. Aber was sind "gut und böse"? Zwei Zustande oder Eigenschaften, die sich polar gegenüber stehen.
Und wenn das so ist, dann bedeutet das, das die EIN-sicht Gott und die VIEL-sicht oder auch der Unter-schied - die Scheidung - das Gegenteil ist: der Teufel. (von dem ich allerdings glaube, dass er von Menschen in ihrer "Vielsichtigkeit" und ihrem Vermögen zu unterscheiden, geschaffen worden ist, denn GOTT ist das EINE. Somit ist alles in IHM und es gibt kein Gegenteil von GOTT. Er ist das Einzige, was kein Gegenteil besitzt, das nicht endlich und nicht vorstellbar ist.)
Die Erkenntnis von Gut und Böse ist tatsächlich das einzige Übel, dass die Menschen dazu brachte, zu leiden und Schmerzen zu haben. Denn wäre es uns "gleich-gültig" im wahrsten Sinne des Wortes, würden wir aufhören, es zu werten.
Wir sind nicht vollkommen, wir sehnen uns immer nach dem DU - dem anderen. Wir blieben getrennt von uns selbst und damit vom EINEN - oder umgekehrt - es ist das Gleiche. Wir sind immernoch wie Adam und Eva.
Erlangen wir Selbsterkenntnis, erlangen wir Kenntnis vom EINEN, haben wir EIN-sicht und umgekehrt. Die Geschichte von Adam und Eva und der "Erbsünde" ist -symbolisch betrachtet - also alles andere als unwahr.
Wir leben innerhalb von Polaritäten. Es geht uns und gut oder schlecht, je nachdem, was uns geschieht. Wir sind der Spielball der Dinge. Mal schwingt das Pendel hier hin, mal dort hin, scheinbar unbeeinflussbar.
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Hallo Pax!
Also ich denke nicht, dass sich Mose 20,5 auf Erbsünde bezieht. Denn was ist denn Erbsünde?
Ich denke die Erbsünde als Kollektivschuld, gibt es eigentlich nicht.
Es ist vielleicht eher so, dass wir alle von Natur aus zur Sündhaftigkeit neigen. (Diese Neigung dazu allen Menschen "vererbt" wird) Man müsste dann eventuell sagen vererbte Neigung zur Sünde.
Außerdem wird jeder in bestimmte Verhältnisse hineingeboren, für die er erst mal nichts kann. Er ist damit aber nicht automatisch schuldig an etwas. Durch das Erkennen von Gut und Böse kann man dann erst schuldig werden. Wenn ich weiß, was böse ist und tu es trotzdem, dann erst werde ich schuldig.
Das was in Mose 20 angesprochen wird ist das Entferntsein von Gott, durch Anbetung von anderen Göttern. Es betrifft, dann auch die nachfolgenden Generationen, da sie es vielleicht den Eltern gleichtun und sich auch von Gott entfernen.
Ich denke es bedeutet auch: Wenn ich sündige oder ein Verbrechen begehe oder mich fehlverhalte, betrifft es ja nicht nur mich, sondern auch meine Nachfahren.
Auf unserer heutige Zeit zum Beispiel: Wenn wir heute die Umwelt verschmutzen, so leiden auch noch unserer Nachfahren darunter. Wenn ich ein Verbrechen begehe und verurteilt werde, so leiden auch meine Kinder darunter.
So verstehe ich 2.Mose 20,5
Denn es steht ja auch in 5.Mose 24,6
16 Wenn jemand ein Verbrechen begangen hat, auf das die Todesstrafe steht, darf nur er selbst dafür bestraft werden, nicht seine ganze Familie. Die Eltern sollen nicht für die Schuld ihrer Kinder sterben und die Kinder nicht für die Schuld ihrer Eltern. Jeder soll nur für seine eigene Schuld bestraft werden.
LG, Kiki
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Kann man die Erbsünde folgendermaßen beschreiben?
Ein Sohn eines Alkoholikers neigt durch sie dazu auch Alkoholiker zu werden.
Ein Scheidungskind lässt sich auch häufig scheiden.
Ich hab dies als Defi schon gehört.
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