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Mit Gott ist das eben ähnlich und doch anders als mit einem Yeti. Reinhold Messener will mal einen gesehen und fotografiert haben. Die Fotos will er aber erst rausgeben, wenn die Echtheit der Fotos bewiesen ist.
Die Ähnlichkeit: Die einen Menschen glauben an Gott, die anderen nicht.
Die Verschiedenheit: Einen Yeti könnte man einfangen und anderen zeigen. Gott lässt sich aber nicht einfangen. Gott fotografieren ist nicht möglich. Kreationisten rechnen einem zwar gerne vor, warum es Gott geben soll. Aber wer weiß, dass Systeme durch negative Entropie selbstorganisierend sein können, den überzeugen deren Kunststücke wenig.
Das nächste Problem ist das klare Bild, dass sich viele von Gott machen. Gott sei ein Mann. In vielen Kirchen wird Gott als alter Mann mit weißem Bart dargestellt. Gott ist genau so sehr oder so wenig Mensch wie Yeti. Die Erde ist nur ein winzig kleiner Planet in einem von ca. zehn Milliarden
weiteren Sonnensystemen alleine in dieser Galaxie. Und dann gibt es nochmals Milliarden weitere Galaxien. Und selbst auf der Erde sind wir nicht die einzige Intelligenz. Wir verstehen nicht die Walgesänge, wenn wir sie entschlüsselten, würde es mich nicht wundern wenn bei ihren Gesängen auch von einem Walgott singen.
Dann gibt es organisierte Glaubenssysteme die Alleinanspruch auf Gott erheben. Dogmen sind Ketten: „So und so ist es! So und so musst du es machen!“ Dass das alles viele Menschen in den Atheismus treibt, kann ich gut verstehen!
Ja, es braucht Regeln in einer Gesellschaft. Die 10 Gebote Beispielsweise haben ihren Sinn. Aber ich töte einen Menschen nicht, weil ich es nicht darf, sondern weil ich es nicht will. Wer Gutes tut, um in den Himmel zu kommen, der ist ein Egoist. Wer Schlechtes unterlässt aus Angst vor der Hölle der ebenso. Dies alles sind implantierte Wünsche und Ängste. Mit Begehren und Furcht lässt sich ein Mensch lenken. Mit Liebe handelt er frei.
Auf einen Punkt gebracht:
Wenn jemand glaubt, Gott sei so und so, dann ist es eben ein Glauben.
Wenn jemand Gott erfährt, dann ist es ein Wissen.
Ich persönlich wünsche jedem Glaubenden zugunsten einer direkten Erfahrung die Dogmen seines Glaubens in Frage zu stellen. (Inklusive dem Dogma, dass direkte Erfahrung nicht geht)
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