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„Nachts erhebt sich die Seele“












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Schlafen und Träumen aus spiritueller Sicht

Beim Einschlafen zieht sich die Seele vom Körper zurück und steigt bis hinter die Augen auf. Von hier aus sinkt sie entweder in den Körper zurück, so dass wir schlafen und träumen, oder sie erhebt sich darüber hinaus – dann können wir Visionen haben, die uns wie Träume erscheinen, davon aber grundverschieden sind.

Karma-Abwicklung im Traum

Meine Frau möchte wissen, ob es möglich ist, einen Teil seines Karmas in Träumen loszuwerden. Du hast kürzlich eine Bemerkung in diesem Sinne gemacht. Würdest du das ein bisschen näher erklären?
Manchmal kommt es vor, dass jemand eigentlich in ein neues Leben hineingeboren werden muss, doch in besonderen Fällen kann dieses Leben statt dessen in Träumen abgewickelt werden. Man fühlt und sieht dann alles so, als wäre es real. Das geschieht aber nur ganz selten.

Mit anderen Worten dienen die Träume, die wir haben, dazu, dieses zusätzliche Leben auszulöschen, für das wir andernfalls hierher zurückkommen müssten...
Nein, nein, nein. Im allgemeinen sind Träume nur Rückwirkungen der vielfältigen Gedanken, die uns während des Tages kommen und noch nicht verarbeitet sind.


Es gibt Träume und es gibt Visionen (vgl. „Mehr zum Thema“). Beide sind grundverschieden. Im Traum ist das Geschehen nicht sehr deutlich. Am Morgen, wenn man aufsteht, erinnert man sich schon nicht mehr richtig an das, was man gesehen hat. Wenn man hingegen Visionen hat, ist man hellwach: sie prägen sich ein und am Morgen sind sie noch ganz frisch. Träume sind verschwommen, weil man dabei nicht völlig bewusst ist.
Schlaf, Träume und Visionen


Erkläre das Thema Träume doch bitte noch etwas näher. Eine ganze Reihe von Leuten sagen, dass sie ungewöhnliche Träume gehabt haben, seitdem sie hier bei dir sind.
Die meisten davon werden karmische Rückwirkungen aus der Vergangenheit sein, die auf diesem Wege sichtbar werden. Einige Träume sind, wie ich eben erklärt habe, keine Träume, sondern Visionen. Wenn ihr zum Beispiel viele zukünftige Dinge seht, die noch geschehen werden, dann sind das Visionen. Manchmal kommt es auch vor, dass ihr einen Ort seht, und Jahre danach auf einmal dort hinkommt. Auch das sind Visionen. Gewöhnliche Träume sind immer zusammenhanglos. Am Morgen habt ihr vielleicht noch eine vage Vorstellung davon. Diese Träume sind der Normalfall. Auch dabei kommen manchmal Dinge aus der karmischen Vergangenheit hoch. Sie sind aber nicht zuverlässig. Visionen sind zuverlässig.


Mit fortschreitender Entwicklung braucht man immer weniger Schlaf und regeneriert sich statt dessen mit spiritueller Energie.

Wenn man schlafen geht und halbwegs eingeschlafen ist, wird einem manchmal plötzlich bewusst, dass die Seele beginnt, den Körper zu verlassen und anfängt, sich darüber zu erheben. Was bedeutet das? Mündet dieser Vorgang dann in einer Vision?
Das bedeutet, dass ihr euch entspannt und von außen zurückgezogen habt. Wenn man in diesem Zustand Visionen hat, ist man voll bewusst – nur der Körper schläft. Je tiefer ihr euch entspannt, desto deutlicher fühlt ihr, wie ihr euch von außen zurückzieht.
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Traditionsgemäß soll sich ein Papst von seinem vorangegangenen Leben lösen und nicht mehr aktiv in theologische Debatten eingreifen. Papst Benedikt XVI. hält sich nicht an diese Regel. Nach seinem Aufsehen und Aufruhr erregenden Zitat über den Propheten Mohammed beschreibt er nun in einem Buch über Jesus seine „innere Reise“ und knüpft damit wieder an seine Vergangenheit als Gelehrter und Buchautor Kardinal Ratzinger an. Er sagt im Vorwort, das Werk stelle „eine persönliche Suche nach dem Angesicht des Herrn, keinen amtlichen Lehrakt“ dar. Jedermann dürfe ihm widersprechen. Er schreibt also nicht als der „Unfehlbare“. Es liegt ihm persönlich daran, das Jesusbild zu den Wurzeln zurückzuführen, einen Jesus, der schon von seinen Zeitgenossen „als Gottes Sohn erkannt wurde.“ Das Buch „Jesus von Nazareth“ erscheint zum 80. Geburtstag des Autors im April im Herder Verlag.


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Leben im Licht des Einen

Die Weg-Gemeinschaft des Internationalen Sufi-Ordens heute

Die menschliche Seele sucht unaufhörlich ihr wahres Wesen zu erkennen und ihren Zweck im Leben zu erfüllen. Man sieht dies nicht nur im Verlangen eines jeden Individuums nach vollständigster Verwirklichung der Potenzen, die dem eigenen Wesen innewohnen, sondern auch in der Entfaltung unseres kollektiven Seins in Richtung auf den höchsten Ausdruck menschlicher Existenz. Das Bewusstsein der Menschheit erwacht gegenwärtig zur wechselseitigen Verbundenheit allen Lebens. Dies spiegelt sich im neuen holistischen Verständnis vom Universum, das heute in allen Sphären menschlicher Erfahrung auftaucht.

Tatsächlich bekräftigt diese Sichtweise die Vision der Mystiker aller Geschichtsepochen, die über die Grenzen ihrer gesonderten und eingeschränkten persönlichen Perspektive hinausblickten, um die weit umfassendere Wirklichkeit des Ganzen zu umschließen. Dies ist der Weg des Sufi, der das Leben im Lichte des essentiell Einen hinter der Oberfläche des Lebens betrachtet – jener Essenz, die von allen Religionen offenbart wurde.

Zur Geschichte des Sufi-Ordens

Der Sufismus wurde durch Hazrat Pir-o-Mur¬shid Inayat Khan, der im Jahre 1910 den westlichen Sufi-Orden gründete, von Indien in den Westen gebracht. Demgemäß verschmilzt die uralte Weisheit, die aus den reichen spirituellen Überlieferungen des Ostens stammt, mit der Geisteshaltung des Westens in seiner Tradition von Logik und Technologie, um die wahre Einheit der Menschheitsfamilie hervorzubringen. Inayat Khan unternahm ausgedehnte Reisen durch die USA und Europa und ließ sich zunächst in London und später in Paris nieder. Nach dem Ersten Weltkrieg organisierte er die Sufi-Bewegung mit einem weitgefassten Aufgabenfeld, das die Botschaft hervorhob, die allen Religionen und spirituellen Traditionen zugrundeliegt. Er führte den Universellen Gottesdienst ein, der alle Religionen würdigt und die Menschheit auf die essentielle Einheit hinter der Vielfalt von Offenbarungen der Weltreligionen einzustimmen trachtet, und er richtete eine Bruderschafts-Bewegung ein – später als Bruder’Schwesternschaft bezeichnet –, welche die Einheit der Menschheitsfamilie in der Elternschaft Gottes bejaht.

Sein früher und plötzlicher Tod im Jahre 1927 ließ die Sufi-Bewegung ohne seine dynamische Führung zurück. 1957 übernahm sein Sohn Pir Vilayat Inayat Khan die Leitung des Internationalen Sufi-Ordens, nachdem die Sufi-Bewegung ihm die Anerkennung als Nachfolger seines Vaters verweigerte. Pir Vilayat war sein ganzes Leben hindurch beständig unterwegs, um dem Erbe seines Vaters neue Lebenskraft zu verleihen. Er gründete Zentren überall in den Vereinigten Staaten und Europa und wurde zu einem weithin bekannten spirituellen Führer, der inter-religiöse Konferenzen und Dialoge mit prominenten Naturwissenschaftlern und Psychologen zusammenrief.

Pir Vilayat begründete die Abode of the Message, eine spirituelle Gemeinschaft im Staate New York; er rief das Omega-Institut ins Leben, das zum wichtigsten holistischen Lernzentrum in den Vereinigten Staaten wurde; er schuf die Kosmische Feier, ein Festspiel, das die Einheit der religiösen Ideale feiert; und er inspirierte mehrere Generationen von spirituell Suchenden.
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