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Quelle: Der auferstandene Gott von Leobrand
15)Die Erweiterung des Bewußtseins
a) Der Begriff Bewußtsein
Der größte Schatz des Menschen ist das Bewußtsein, denn ohne Bewußtsein würde er sich selbst überhaupt nicht erkennen. Er würde nie wissen, daß er ein Mensch ist und im Weltenall eine bestimmte Stellung einnimmt. Das Bewußtsein ist der große, unverlierbare Besitz des Menschen, der ihn von Leben zu Leben begleitet. Es harrt ständig der Erweiterung und Reinigung, um die ihm gewährte Freiheit des Aufstiegs oder der Vervollkommnung nützen zu können. Das Bewußtsein ist jener "Zauberkoffer", in dem alle verloren geglaubten Schätze, aber auch der karmische Ballast der Vergangenheit aufgestapelt sind. Die Tiefenpsychologie spricht hier von Tiefen des Unterbewußtseins: denn das Oberbewußtsein kann immer nur einen Teil der im Bereich des Gesamtbewußtseins aufbewahrten Erkenntnisse, Erfahrungen und charakterlichen Eigenschaften mit all den sich daraus ergebenden Folgerungen heben.
Die wichtigste Eigenschaft des Bewußtseins ist das Wahrnehmungsvermögens. Das Bewußtsein ist gleich dem instinktiven Verstand dauernd wach und kennt keinen Schlaf. Bewußtsein ist weder Materie noch Energie, sondern eine vom Geist verliehene Fähigkeit oder ein geistiges Vermögen. Es durchdringt jedoch jede Substanz und jeden Raum, das heißt, es ist nicht nur im Menschen vorhanden, sondern in jedem Lebewesen, ja sogar in jedem materiellen und feinstofflichen Atom.
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Einst betrachtete er sich kühn als die Krone der Schöpfung. Dann hieb ihn das ausschlagende Pendel ins andere Extrem: Nurmehr sündige Seele war er, und hatte gefälligst Buße zu tun. Heute ist er in der Mitte zum Stillstand gekommen, die beim Pendel ja immer auch der Tiefpunkt ist: Beim Gewohnheitstier.
Die meisten Menschen gehören heute dieser Gattung an. Dümpeln durchs Leben und betäuben sich auf mannigfache Weise immer dann, wenn eine Erschütterung sie aus der Gewohnheit zu reißen droht. Das „Augen zu und durch“, das noch auf einen gewissen Mut und etwas Lebenstüchtigkeit schließen ließ, ist zu den berühmten drei Affen mutiert: Nichts Sehen, nichts Hören, nichts Sagen. Ist der Mensch demnach auf dem Weg zum Maulwurf? In gewisser Weise ja. Denn leider hat es sich das Gewohnheitstier nicht zur Gewohnheit gemacht, seine Verbindung mit „oben“ aufrechtzuerhalten. Früher gab’s gar keine andere Wahl als den täglichen oder doch mindestens den sonntäglichen Kirchgang.
Heute gibt man sich statt dessen am Sonntagmorgen der Erotik, dem Brunch oder einem Fahrradausflug hin. Letzterer lüftet wenigstens die Aura und die Lungen durch, bevor das Gewohnheitstier sich spätestens bei der abendlichen Sportschau wieder seinen üblichen übellaunigen Gedanken und Gefühlen ausliefert und der alte Trott von vorne beginnt.
Ah, denken Sie, wieder einmal eine kleine Publikumsbeschimpfung, Zeit für den esoterischen Zeigefinger! Doch überlegen Sie mal: Angenommen, Ihr Kopf würde in eine Apparatur geschraubt, die es Ihnen nur erlaubte, hinunter auf Ihre Fußspitzen zu blicken und nirgendwo sonst hin. Wie gut würden Sie Ihren Weg im Leben finden? Den Weg zum Bäcker oder in die Firma? Würde dieser Blickwinkel irgendwann Ihre Lebensfreude beeinflussen? Weshalb tut das Gewohnheitstier dann genau dies und erst noch freiwillig?
Bitte, sagen Sie, also das ist doch nicht wahr! Gewiß, keiner gibt sich damit zufrieden, nur seine Füße anzuschauen. Doch wie viele Minuten pro Tag suchen Sie die innere Verbindung mit Gott, der Quelle, Ihrer ICH-BIN-Gegenwart, dem großen Geist, oder wie Sie ‚Es’ zu nennen belieben? Wie oft recken Sie sich nach oben – nicht zur Zuckerdose auf dem obersten Regal, sondern im Herzen? Sammeln Sie sich innerlich und richten Sie sich auf Ihre eigene Göttlichkeit aus, bevor Sie an eine wichtige Sitzung gehen? Könnten Sie es sich leisten, dazu auch noch die Haltung einzunehmen – „nicht mein Wille, sondern Dein Wille geschehe“? Ah, jetzt wird’s aber eindeutig zu frömmlerisch, nicht wahr, und total weltfern dazu.
Diese „typische Alptraumsituation“ gleicht mehr als uns lieb sein kann dem heutigen Leben auf Erden. Da draußen, versteckt hinter „halbblinden Fenstern“, leben unsere „älteren Brüder“, auch Meister genannt, und warten darauf, daß sie in den Massen von Massenmenschen die eine Seele finden, die sich nach oben reckt. Die sich Zeit nimmt, heilig zu sein. Die empfänglich wird für eine göttliche Eingebung. Denn schließlich lebt der Mensch nicht vom Brot allein! Ein Meister äußerte vor Jahrzehnten einmal: Wenn die Menschen sich ebensowenig um ihre physische Nahrung kümmern würden, wie sie es bei der geistigen Nahrung tun, wären sie zum allergrößten Teil schon längst an Hunger gestorben.
Was tut die Wissenschaft heute? Profitorientierte, patentierbare Wege suchen, wie die Natur ausgehebelt werden kann, damit Großkonzerne sich an ihre Stelle setzen können. Welch eine Anmaßung! Nein, nicht alle Wissenschafter sind so, sicher. Doch wo sind die großen Geister à la Viktor Schauberger, die unbeirrt und unbeeindruckt von äußeren Belohnungen in die Stille gehen und von der Natur lernen? Wo sind die Wissenschafter, die ihr Tun noch als Berufung erfahren und nicht einfach als Beruf, der das Haus, die Autos, die Ferien in der Karibik und die Ausbildung der Kinder an Privatschulen finanzieren soll? Geld ist ein Berufungskiller. Das hatte auch jener Verleger erkannt, der preisgab, unangenehme, aufmüpfige Journalisten dadurch zum Schweigen zu bringen, daß er sie anstelle und mit einem überaus großzügigen Gehalt versehe. „Und schon legen die sich einen Lebensstandard inklusive Familie zu, der es ihnen nicht mehr erlaubt, ohne Maulkorb zu publizieren“.
Gesamten Text siehe Link.
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