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Hallo Martin, hier anderer Martin.
Du tust viel, um Beispiele zu konstruieren, warum Gott nicht liebend ist. Das Beispiel mit dem Jungen, der überfahren werden muss um die eigene Familie zu retten. Ein Leben für andere Leben zu opfern. Ja, das ist sehr sehr schwer! Und es folgen jahrelange oder lebenslange Gewissensbisse. Es folgt auch ein: „Gott, warum hast Du mich in diese Situation gebracht!“
Wissen wir es? Es heißt, es war Schicksal. Nun ist die Frage: gibt es Zufälle, oder ist alles von Gott gesteuert? Ab welchem Ausmaß ist das Schicksal vom Menschen gesteuert? Ist es richtig, wenn ein Soldat auf andere schießt? Wie war es, als die Ami-Soldaten von Vietnam zurückkamen? Wie viel Fleisch essen wir? Welches Leid fügen wir damit unseren Mitgeschöpfen zu? Sind wir wirklich so einfühlsam und so mitfühlend wie wir tun?
Um beim letzten Bespiel zu bleiben: Für jeden Fleischesser muss anderswo ein Mensch verhungern. Ausgenommen sind natürlich Naturvölker und andere Menschen, die sich ihr Vieh selbst züchten.
Vieles vieles wird bei uns ausgeblendet. Und was sich hinter Mauern von Schlachthöfen abspielt, dafür sind wir blind, auch wenn wir es mit verursachen.
Dann wird aber Gott Grausamkeit vorgeworfen. Diese Welt könnte in wenigen Tagen besser sein, wenn alle Menschen bewusst leben würden. Wenn wir erkennen würden, dass wir keinen Militär bräuchten. Wenn wir statt in Krieg zu ziehen in andere Länder ziehen und Schulen und Krankenhäuser bauten. Wenn wir erkennen würden, dass es egal ist, woran wir glauben. Wenn wir Tiere achteten. Wenn sich Männer nicht mehr über Frauen stellen würden.
Auch dann gäbe es sicherlich immer noch Leid, aber es wäre weit erträglicher.
Noch was: Wie viel Leid und Ungerechtigkeiten hatte z.B. Mutter Teresa gesehen? Hatte sie je an Gottes Liebe gezweifelt?
Und ich bleibe dabei: Gott ist Liebe!
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