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Das ist Egoismus












Hallo Martin

Zitat:
Die Meinungsverschiedenheiten entstehen aus der Subjektivität des Lesers (Gelehrte, Gläubige), der entweder ausgehend von seinem Bezugspunkt in den Altruismus abweicht od. in den Egoismus.


Zitat:
Ich denke, das ist nur die eine Seite. Die andere ist die, die mit dem Satz "Es kann nicht sein, was nicht sein darf" beschrieben werden kann.


Genau das ist Egoismus. Lässt keinen Platz für Altruismus u. daraus entsteht der Konflikt.

Denn wie du richtig schreibst:
Zitat:
… baut auch der Quran auf diesen auf.


Egoismus wird als richtige Handlungsweise interpretiert. Fördernder Altruismus beinhart abgelehnt, besonders bei den orthodoxen Muslimen und wie der Quran richtig od. anders gelesen werden, muss weiß eh keiner genau. Zu viele Faktoren spielen eine Unterschiedliche rolle, um sich festzulegen.

Daraus entstehen ja die Konflikte, die uns umgeben, weil jeder meint, richtig zu handeln bzw. richtig zu interpretieren. Das zeugt doch von Egoismus u. lässt weiter keinen Raum für altruistisches Handeln.

Zitat:
Jedes Buch wird mit der Zeit unterschiedlich interpretiert. Insofern ist Parazones Aussage eigentlich eine Binsenweisheit.


Genau, richtig erkannt! Das ist eine Binsenweisheit wie es treffender nicht geht.
Das heißt aber auch das die übermorgige Leseweise vielleicht richtig u. die Heutige falsch.

Diejenigen die meinen das das übermorgige Lesen richtig - haben gar kein Recht zu verurteilen, da diese ja nicht wissen, ob sie heute richtig liegen. Das ist der altruistische Gedanke.

Diejenige die meinen das das heutige Lesen des Korans absolut richtig – verfolgen den egoistischen Weg. Andersgläubige werden verurteilt, abgelehnt u. ihnen wird im Endeffekt Schmerz zugefügt. Das ist der egoistische Gedanke.

Wir suchen nach der richtigen Interpretation des Korans?
Wenn Gott die Wahl hätte, würde er den Schmerz bevorzugen?

Es geht hier nicht um Überzeugung sondern um das erkennen!

Zitat:
Nun, wer heute den Quran liest, stoesst auf Spielregeln des Zusammenlebens in einer Kultur, die nicht nur seit rund 1400 Jahren vergangen ist, sondern zudem in diesen Breiten (Deutschland) nie vorhanden war.
Die heutige Sichtweise auf diese Regeln / Strukturen muss deshalb zwangslaeufig im Detail auf Unverstaendniss stossen, befinden wir uns doch in einer sowohl kulturell als auch psychologisch in einer voellig anderen Umgebung.


Ich gehe noch einen Schritt weiter und behaupte das die Denkweise von gläubigen Muslimen, die von Kindheit an den Koran rezitieren, aus dem Lesen des Korans entsteht.
Ein Aufblicken aus dem Buch in westlich orientierten Ländern flößt derartiges Unbehagen ein um sich sogleich erneut darin zu vertiefen u. zu verrennen.
Somit ist aber die Schuldfrage bei weitem nicht gelöst, sondern sollte detaillierter mit dem Gläubigen betrachtet werden.
(Konvertierte sind wiederum anders zu betrachten).

Zitat:
Ein Portieren / Anwenden dieser Strukturen auf unsere heutige Welt muss deshalb scheitern.


Genau das ist das Ergebnis das keine Lösung ist.

Zitat:
Das wichtigste Werkzeug dabei ist die Instrumentalisierung der familiaeren Strukturen und deren Uebertragung auf eine andere soziale Gruppe um darin ideologische / religoese Inhalte zu Gunsten der Wenigen zu aktivieren.*


Da stellt sich sofort die Frage: Wer sind diese Wenigen?

Zitat:
Denn in wieweit Familienstrukturen (z.B. Vaterfigur) hier Einfluss haben ist genau das Thema der Psychoanalyse.


Leider interessieren sich die Gläubigen(noch nicht) nicht dafür, sind wenig neugierig u. das ist ein Problem.

Liebe Grüße
Forum -> Spiegel- und Reflexionsforum II


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